In einer Pressemitteilung bestätigt die Kreisverwaltung, was wir bereits am Mittwochabend berichtet hatten: Landrat Santelmann falle „bis auf weiteres“ aus, die Amtsgeschäfte habe er nun im vollen Umfang auf Kreisdirektor Erik Werdel übertragen. In der Corona-Bekämpfung kehren die alten Strukturen und bekannten Gesichter zurück.
Kategorie: Gesundheit
Feuerwehr Bergisch Gladbach setzt Pilotprojekt „Impf-Drive-In“ fort
Das Drive-In-Impfzentrum der Feuerwehr auf dem Zandersparkplatz hat sich erneut bewährt: Nach der Impfung von 1100 Feuerwehrleuten auf dem Zanders-Parkplatz kamen jetzt 800 Lehrer:innen aus 22 Schulen an die Reihe. In einer optimierten Version können dort bis zu 1.600 Personen pro Tag geimpft werden, der nächste Termin ist bereits geplant.
Corona-Krisenstab: Kreisdirektor Werdel übernimmt wieder das Ruder
Landrat Stephan Santelmann hat unter hohem Druck der Politik nun doch seinem Vertreter, Kreisdirektor Erik Werdel, das volle Mandat zur Leitung der Kreisverwaltung erteilt – und damit auch zur Bekämpfung der Pandemie. Werdel will nun rasch die alten Strukturen und vor allem den Krisenstab wieder hochfahren. Santelmann bleibt nach seiner Corona-Erkrankung länger krankgeschrieben als erwartet.
Corona: Was bei einer Inzidenz unter 100 in NRW wieder erlaubt ist
Die Landesregierung hat festgelegt, in welchen Bereichen Lockerungen möglich sind, wenn in einzelnen Städten oder Kreisen die Inzidenz stabil unter 100 liegt. Außengastronomie und Freibäder dürfen öffnen, Open-Air-Konzerte mit bis zu 500 Zuschauern sind erlaubt, der Tourismus kann starten. Bis die Bundesnotbremse auch im Rheinisch-Bergischen Kreis außer Kraft tritt, dauert es aber noch eine Weile.
Corona-Armband: Bergisch Gladbach macht Einkaufen in der Pandemie einfacher
Getestete, Geimpfte und Genesene können ab sofort ein Armbändchen mit QR-Code vorzeigen, um in ein Geschäft eingelassen zu werden. Später vielleicht auch in die Außengastronomie oder ins Theater. Dahinter steckt das Pilotprojekt „LOLA CoronaPass”, mit dem die Stadt Bergisch Gladbach den Wirrwarr von Test- und Impfzertifikaten beseitigen und Bürger:innen sowie dem Einzelhandel das Leben in der Pandemie einfacher machen will.
Corona-Liveblog 3. bis 9. Mai 2021
Wir fassen alle Entwicklungen zur Pandemie im Rheinisch-Bergischen Kreis und Bergisch Gladbach zusammen: Ereignisse, Zahlen, Regeln und Reaktionen. Zudem Fakten aus NRW und Deutschland, die wirklich wichtig sind.
SPD verlangt von Landrat Santelmann Rede und Antwort
Ansehen und Glaubwürdigkeit der Kreisverwaltung sind in den Augen der SPD durch das aktuelle Corona-Krisenmanagement schwer beschädigt worden. Daher verlangt SPD-Fraktionschef Gerhard Zorn eine öffentliche Sondersitzung, in der Landrat Stephan Santelmann unverzüglich den hohen Korrekturbedarf bei der Inzidenz und die neue Organisation des Krisenstabs erklären soll. Die Einschränkung der Befugnisse des Kreisdirektors erscheint der SPD rechtswidrig.
Lolli-Tests starten in allen Grundschulen am Montag
Das Land NRW hat bestätigt, dass die sogenannten Lolli-Tests ab Montag an allen Grund- und Förderschulen die bisherigen Schnelltests ersetzen. Da diese PCR-Tests in einem Poolverfahren ausgewertet werden, ist für die Umsetzung ein striktes Logistikkonzept erforderlich, das den Schulen einigen Aufwand und den Eltern viel Flexibilität abverlangt.
Mobile Impfaktion für alle Lehrer:innen
Nach den Kollegien an den Grund- und Förderschulen wird in einer Woche auch das Personal der weiterführenden Schulen geimpft. Für den Südkreis baut die Feuerwehr GL wieder ihr Drive-In-Impfzentrum auf, im Nordkreis gibt es drei dezentrale Standorte.
Auf der Intensivstation: Die verborgene Seite der Pandemie
Seit einem Jahr sind Ärzt:innen und Pflegekräfte auf den Intensivstationen der Krankenhäuser außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt. Ein Ortstermin im Vinzenz Pallotti Hospital und im Evangelischen Krankenhaus zeigt, wie die Menschen mit Corona umgehen. Vor allem für die Pflegenden ist der körperliche und emotionale Druck sehr hoch. Denn oft sind sie auch die einzigen Sterbebegleiter.
Bono bittet um Solidarität mit Indien, Nepal & Bangladesch
Die neue Corona-Welle in Indien hat längst auch die Nachbarländer Nepal und Bangladesch erfasst. Dem indischen Subkontinent droht eine humanitäre Krise nie dagewesenen Ausmaßes. Der Bergisch Gladbacher Verein BONO-Direkthilfe handelt und hilft den Menschen vor Ort.
Ab Donnerstag bekommen viele neue Gruppen Impftermine
Ein knappes Drittel der Menschen in NRW sind bereits geimpft, jetzt kommen die ersten Gruppen aus der Prioritätsgruppe 3 an die Reihe. Dazu gehören die Beschäftigten im Lebensmittelhandel, Lehrer:innen weiterführender Schulen, die Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und einige andere. Wir erklären, wer sich jetzt wie einen Impftermin geben kann.
Corona-Management: FDP verlangt Antworten vom Kreis
Die FDP-Fraktion erneuert ihre Kritik am Krisenmanagement der Kreisverwaltung, die Öffentlichkeitsarbeit in der Pandemie sei „planlos und unprofessionell”. Nun fordern die Liberalen selbst Antworten ein.
Lolli-Tests starten in ganz NRW
Die so genannten Lolli-Tests lösen ab dem 10. Mai die bisherigen Corona-Testverfahren an Grund- und Förderschulen ab. Ab heute sollen die Kommunen die Test-Kits in den Laboren abholen und an ihre Schulen ausliefern.
Corona-Kompass: Wer wann wo womit geimpft wird
Die Impfkampagne in NRW nimmt langsam Fahrt auf, mehr Personengruppen kommen daran, die Impforte werden erweitert. Komplikationen sorgen aber auch dafür, dass es ständig kurzfristige Änderungen gibt. Wir geben eine Überblick.
Kreis geht auf Probleme bei Corona-Meldungen ein
Die Kreisverwaltung reagiert mit einer Pressemitteilung auf wiederholte Anfragen des Bürgerportals und zuletzt auch Forderungen von CDU und Grünen, für Klarheit bei der Corona-Statistik zu sorgen. Im Kern, so der Kreis, gehe der Meldeverzug auf technische Probleme zurück. Zur Vereinfachung werde die Information nun auf RKI-Daten umgestellt.
Warum die Bundesnotbremse in Rhein-Berg noch hält
Bevor die Voraussetzungen für eine Lockerung der Corona-Auflagen in Rhein-Berg vorliegen, dauert es trotz des Abwärtstrends noch. Zudem ändern die Bundesländer womöglich die Grundlage, auf der sie festlegen, ob die Bundesnotbremse gilt oder nicht. Künftig sollten auch die aktualisierten Inzidenz-Werte mit den Nachmeldungen berücksichtigt werden, bestätigte das NRW-Gesundheitsministeriuml. Das käme der realen Lage sehr viel näher. Und hätte auf Rhein-Berg deutliche Auswirkungen.
Gymnasium Herkenrath bietet Abiturienten eine eigene Teststation
Ein negativer Schnelltest ist für die Teilnahme am Abi nun zwar doch keine Pflicht, bietet allen Beteiligten aber ein Stück mehr Sicherheit. Um die Abiturienten zu motivieren, die Tests freiwillig zu machen, leistet die Schule einen besonderen Aufwand, auch am Wochenende. Mit Erfolg.
Impfpaten der Caritas gehen an den Start
In Zusammenarbeit mit den Verein „einfach gemeinsam“ bietet die Caritas RheinBerg Senior:innen, Menschen mit Behinderung und chronisch Kranken eine umfassende Begleitung bei der Corona-Impfung an. Dafür stehen 40 ehrenamtliche Impfpaten bereit.
CDU & Grüne fordern vom Kreis bessere Informationspolitik
Die Fraktionschefs von CDU und Grünen im Kreistag verlangen von der Kreisverwaltung eine „breite Information der Öffentlichkeit” in der Corona-Pandemie. Die Deaktivierung des Krisenstabs sei im Grundsatz sinnvoll, Defizite beim Informationsmanagement könnten jedoch das Vertrauen der Bürger:innen beschädigen.
Corona-Liveblog Rhein-Berg 26.4. bis 2.5.2021
Wir fassen alle Entwicklungen zur Pandemie im Rheinisch-Bergischen Kreis und Bergisch Gladbach zusammen: Ereignisse, Zahlen, Regeln und Reaktionen. Zudem Fakten aus NRW und Deutschland, die wirklich wichtig sind.
Corona treibt die Schulden in die Höhe
Die Pandemie sorgt nicht nur für gesundheitliche und psychische Probleme, es kommen bei immer mehr Menschen finanzielle Sorgen hinzu. Warum sich Schulden infolge von Corona oft erst jetzt, mit einem Jahr Verzögerung bemerkbar machen, erklärt Thomas Penkert, Leiter der Schuldnerberatung RheinBerg. Er zeigt, wie Inkassounternehmen agieren – und wie man aus der Schuldenfalle wieder rauskommt.
Landrat und Bürgermeister bitten NRW um Impfstoff für Lehrer:innen
Die Kritik der Lehrer:innen weiterführender Schulen, dass sie in Rhein-Berg keinen Zugang zu Impfterminen haben, ist in der kommunalen Politik angekommen: Landrat Santelmann und die Bürgermeister:innen aller acht Städte drängen Ministerpräsident Laschet in einem offnen Brief, die besondere Altersstruktur des Kreises zu berücksichtigen und mehr Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Dabei gehe es um mehr als nur die Lehrer:innen.
Vorerkrankte erhalten ab Freitag Impftermine
Wie das Land NRW vor einer Woche angekündigt hatte erhalten ab Freitag auch Bürger:innen mit bestimmten Vorerkrankungen Impftermine. Grundsätzlich werden in Rhein-Berg aber weiterhin nur Personen aus den Priorisierungsgruppen 1 und 2 geimpft. Das hat etwas mit der Altersstruktur des Kreises zu tun.
Inzidenz in Rhein-Berg liegt seit Wochen konstant über 160
Die offiziellen Daten für den Rheinisch-Bergischen Kreis zeichnen ein relativ entspanntes Bild: seit sechs Tagen wird jeden Morgen eine Inzidenz von unter 150 ausgewiesen, heute gibt es in ganz NRW nur neun Kreise, die einen niedrigeren Wert ausweisen. Daher sind trotz der Bundesnotbremse die Schulen und Kitas in Rhein-Berg und die Geschäfte wieder offen. Das Bild hat aber einen Fehler: es ist falsch.
Stadt sagt auch Hauptausschuss ab
Die Fachausschüsse des Stadtrats waren bereits vom Tagungskalender verschwunden, jetzt wird auch der Hauptausschuss und damit ein kompletter Sitzungsturnus abgesagt. Der Grund: Die CDU hatte einen obligatorischen Corona-Schnelltest für alle Teilnehmer und Zuschauer gefordert, was nicht durchsetzbar war.
Corona: Landrat Santelmann meldet sich außer Dienst
Stephan Santelmann, Landrat, Chef der Kreisverwaltung und zuletzt auch im Tagesgeschäft maßgeblicher Krisenmanager im Rheinisch-Bergischen Kreis, hat sich selbst mit Corona infiziert. Die Leitung der Kreisverwaltung übernimmt vorerst Kreisdirektor Erik Werdel. Aber ausdrücklich nicht die Bekämpfung der Pandemie. Und auch der Krisenstab kehrt nicht zurück.
Drive In: Feuerwehr impft 1100 ehrenamtliche Kräfte
Noch in diesem Monat will die Feuerwehr alle ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Rheinisch-Bergischen Kreis gegen Corona impfen. Die Basis dafür wurde am Wochenende auf einem Parkplatz in Bergisch Gladbach gelegt: in einem der ersten Drive-In-Impfzentren Deutschlands wurden 1.100 Feuerwehrfrauen und -Männer geimpft.
Corona-Stab löst Krisenstab im Rheinisch-Bergischen Kreis ab
14 Monate lang hat der Krisenstab des Rheinisch-Bergischen Kreises die Bekämpfung der Pandemie geleitet – bis es Mitte April zum Krach zwischen Kreisdirektor Erik Werdel, der den Krisenstab geführt hatte, und Landrat Stephan Santelmann kam. Der erläutert nun, wie die Kreisverwaltung die andauernde Herausforderung bewältigen soll. Mit externer Unterstützung aus Düsseldorf.
Corona-Liveblog Rhein-Berg 19. – 25.4.2021
Wir fassen alle Entwicklungen zur Pandemie im Rheinisch-Bergischen Kreis und Bergisch Gladbach zusammen: Ereignisse, Zahlen, Regeln und Reaktionen. Zudem Fakten aus NRW und Deutschland, die wirklich wichtig sind.
Von Sahur bis Iftar: Ramadan in der Pandemie
Die Muslimische Gemeinde in der Yeni-Camii-Moschee am Refrather Weg feiert derzeit den Ramadan. Es ist bereits der zweite Fastenmonat in der Pandemie, mit etwas mehr Routine. Und jetzt auch mit Impfung. Geht das während des Ramadan? Und was nervt Gläubige während des Ramadan so richtig? Ein Besuch in der Moschee klärt auf.
Frag den Arzt! Was Sie jetzt über das Thema Schlaganfall wissen müssen
Der Schlaganfall gehört zu den Erkrankungen, bei denen ein gutes Wissen über Anzeichen und Verläufe Leben retten kann. In der Pandemie sind neue Aspekte hinzugekommen. Was dabei wichtig ist erläutert GFO-Chefarzt Prof. Dr. Thomas Els im Video – und lädt zu einer Online-Sprechstunde ein. (Bezahlter Beitrag)
Wann und wie greift die Bundesnotbremse in RheinBerg?
Die neue Infektionsschutzgesetz tritt bereits an diesem Freitag bundesweit in Kraft. Welche Regeln vor Ort für die Bundesnotbremse gelten, hängt von der Inzidenz vor Ort ab. Und da wird es kompliziert, für Geschäfte, Schulen und Kitas. Besonders unklar ist die Lage im Rheinisch-Bergischen Kreis.
Warum die Inzidenz weit hinter den Infektionen hinterher läuft
Ausgerechnet jetzt, wo die Inzidenz für die Bundesnotbremse so wichtig ist, gibt es bei den Corona-Daten in Rhein-Berg Verzögerungen, Widersprüche und Korrekturen. Das gehe auf aufwendige Prozeduren, ein neues Meldeverfahren und technische Probleme zurück, erläutert Landrat Stephan Santelmann. Es zeigt sich: was wie Chaos aussieht, ist oft System, verbunden mit Überlastung. Santelmann räumt ein, dass es bei der Nachverfolgung von Kontakten Tage dauern kann, bis sich das Gesundheitsamt meldet – und appelliert an die eigene Verantwortung.
Was die Bundesnotbremse für Rhein-Berg bedeutet
Das neue Infektionsschutzgesetz ist vom Bundestag verabschiedet worden, nach der Beratung durch den Bundesrat und Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten kann die sogenannte Bundes-Notbremse ab dem Wochenende in Kraft treten. Aber was genau steht drin, und was bedeutet das für Ausgangssperren, Schulen, Kitas, Geschäfte und Kontakte in Rhein-Berg?
Bergisch Gladbach: Ohne Gäste auf’s Standesamt
Der Krisenstab der Stadt Bergisch Gladbach reagiert auf die hohe Inzidenz in Rhein-Berg mit einer weiteren Einschränkung: Ab Montag darf an Standesamtlichen Trauungen nur noch ein sehr, sehr kleiner Kreis teilnehmen.
