Seit einem guten Jahr dirigiert Rodrigo Affonso den Konzertchor Bergisch Gladbach. Er bringt nicht nur enorm viel musikalisches Know-how und internationale Erfahrung mit. Sondern ist auch ein empathischer Musikpädagoge und Vollblutmusiker, der seine Sängerinnen und Sänger mit viel Herz, Spaß und Ironie und zugleich hohem Anspruch nach vorne bringt.
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„Alte Welt / Neue Welt“: Kunst aus Asien und Europa im basement 16
Sechs Künstlerinnen und Künstler, drei Länder, zwei Kontinente, und jede Menge Kunstwerke: In der Bensberger Galerie basement 16 sind spannende Positionen aktueller Kunst aus Sri Lanka, Island und Deutschland zu sehen. Gegenständliche und abstrakte Malerei trifft auf digitale Fotokunst. Live vor Ort – und im virtuellen Raum.
Eine Liebe im Krieg: Heinz-D. Haun inszeniert die Geschichte seiner Eltern
Vom Liebesglück seiner Eltern im 2. Weltkrieg erzählt der Theatermacher Heinz-D. Haun ist seinem neuen Bühnenstück „Die Innenseite des Glücks”. Zu Beginn findet deren Beziehung vor allem auf dem Papier statt: Das szenische Hörspiel lässt mit Auszügen aus Briefen und Postkarten die Sehnsucht des Paares lebendig werden. Und deren Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft – trotz zehnjähriger Trennung.
Freylechs – von der Schüler-AG zur gestandenen Klezmer-Band
Die Band Freylechs („Die Fröhlichen“) widmet sich der jüdischen Volksmusik in all ihren Facetten. Gestartet als Schüler-Lehrer-Projekt am Albert-Magnus-Gymnasium, ist die Gruppe mittlerweile zu einem erwachsenen Live-Act geworden. Wie alles begann, und wie wichtig das Konzert vor Holocaust-Opfern zusammen mit Giora Feidmann für die Formation war, berichtet Schulleiter und Klarinettist Rolf Faymonville.
Bodo von Lonski: Der Musik-Macher
Seit 44 Jahren spielt er Schlagzeug, seit 30 Jahren ist er Berufsmusiker, und im kommenden Jahr feiert seine Musikschule „Rhythmusfabrik“ in Bergisch Gladbach ihren zehnten Geburtstag. Bodo von Lonski ist erfolgreich als Live-Musiker, Musiklehrer und Macher in einem Business, das viel Eigeninitiative erfordert.
Hebborner Wegekreuz erinnert an Opfer des 2. Weltkrieges und der Pandemie
Kreuze am Wegesrand sind in der Regel alt, ein Hauch von Denkmal weht um das verwitterte Holz oder die bemoosten Steine. Nicht so in der Reuterstraße in Hebborn. Dort wird am Sonntag ein ganz neues Wegekreuz eingeweiht. Es erinnert an die Betroffenen der Corona-Pandemie und zugleich an die Opfer eines Bombenangriffs in der Nachbarschaft.
„Ich wollte als Pfarrer nie Vorbild sein!“
Pfarrer Thomas Werner stand 30 Jahre der ältesten evangelischen Kirchengemeinde in Bergisch Gladbach vor – dem Pfarrbezirk 1 mit der Gnadenkirche. Nun geht er in den Ruhestand und zieht Bilanz. Er spricht über sein Selbstverständnis als Pfarrer, große Erlebnisse im Kleinen, bittere Momente und ein paar Dinge, die er nicht geschafft hat.
Lachen für den guten Zweck
Vor 20 Jahren startete die Integrierte Gesamtschule Paffrath (IGP) ihr Kabarett-Programm. Es hat sich seither fest in der regionalen Kleinkunstszene etabliert. Die Erlöse fließen in ein Hilfsprojekt in Lateinamerika und kommen den Schülerinnen und Schülern zugute. Ein Mann der ersten Stunde blickt zurück.
Vielseitig – das Buch in der Kunst
Bibliomania lautet der Titel der neuen großen Ausstellung in der Villa Zanders. Auf zwei Etagen zeigt das Kunstmuseum Werke aus den unterschiedlichsten Sparten der Kunst rund um das Buch. Herausgekommen ist ein Manifest des Buches, das Gestaltung, Haptik, Format und den Stellenwert dieses unverwüstlichen Kulturgutes als Wissensspeicher feiert. Anschaulich inszeniert, heiter, überraschend und ungeheuer vielseitig.
„Lächeln, nicken, grüßen“: Junges Ensemble bringt das Thema Depression auf die Bühne
Depressionen bei Kindern und Jugendlichen – die Inszenierung „Lichterfangen“ des Jungen Ensemble am THEAS greift kein einfaches Thema auf. Klare Bilder und wechselnde Perspektiven schaffen gleichwohl den leichten Zugang. Konsequent in der Darstellung liefert das Stück Lösungen und leistet einen Beitrag zur Entstigmatisierung.
Quer durch den Gronauer Wald – mit dem Hüter der Gartensiedlung
Frank Grobolschek ist so etwas wie ein Geschichtsbuch der Gartensiedlung auf zwei Beinen. Im zweiten Teil der Serie zum Gronauer Wald machen wir mit ihm einen ausgedehnten Spaziergang durch das Viertel. Dabei entdecken wir viele architektonische Schätze, erfahren einiges an Hintergründen und Anekdoten. Wir lernen aber auch die Sorgen des Viertels kennen.
19 Künstler:innen füllen die Grube Weiß mit Farbe
Am Rande von Moitzfeld hat der Bauunternehmer Oliver Vogt auf dem Gelände der Grube Weiß nicht nur eine ungewöhnliche Eventhalle geschaffen, sondern auch ein stilvolles Atelierhaus für eine bunte Mischung von Kreativen aus der Region. Wir haben ihnen einen ersten Besuch abgestattet und kurz die Nase in ganz viele neue Ateliers gesteckt.
Oliver Vogt macht die Grube Weiß zum strahlenden Kulturort
Der Bauunternehmer und Investor Oliver Vogt hat die Industriebrache Grube Weiß im Alleingang in einen modernen Kulturort verwandelt: Mit 20 Ateliers und einer großen Eventhalle – dem Magazin. Künstler:innen finden in Moitzfeld jetzt optimale Bedingungen für ihre Arbeit. Aber auch Musik, Theater, Kabarett, Feiern und Gesellschaften haben damit eine neue Adresse – im lässig-rustikalen Industrie-Design.
Rote Rosen, schwarze Rosen: „Nachtzauber“ mit Silke Weisheit und Philipp Schepmann
Sie arbeiten beide mit der Stimme, wenn auch in unterschiedlichen Bereichen: Silke Weisheit ist Mezzosopranistin und Gesangspädagogin, Philipp Schepmann Schauspieler und viel beschäftigter Sprecher für TV und Hörbuch. Unter dem Titel „Nachtzauber“ geht das Bergisch Gladbacher Paar nun auf eine kleine Tournee: Mit Liedern und Gedichten, die sich der dunklen Hälfte des Tages widmen.
Anna und Richard „zwitschern“ die Geschichte der Gartensiedlung Gronauer Wald
Sie ist so etwas wie die bessere Hälfte von Bergisch Gladbach: Die Gartensiedlung Gronauer Wald. Gegründet vor 125 Jahren, ist sie die älteste Gartenstadt Deutschlands. Das Bürgerportal wirft in einer kleinen Serie einen Blick auf Geschichte und Geschichten des malerischen Viertels. Wir starten mit den „Zwitscherkisten“ am Platz an der Eiche“, mit deren Hilfe Anna und Richard Zanders höchstpersönlich in die Geschichte der Siedlung einführen.
Villa Zanders: Schenkungen sorgen für Ausbau der Sammlungen
Die Sammlungen des Kunstmuseum Villa Zanders wachsen beständig an. Welche Kunstwerke in den vergangenen zwei Jahren hinzu gekommen sind zeigt die aktuelle Ausstellung „Herzlich Willkommen!“ Sie macht aber auch deutlich, dass die Entwicklung des Sammlungsbestandes vor allem auf Schenkungen angewiesen ist.
Altes renovieren, Neues organisieren: Was Sonja Nanko im Papiermuseum vorhat
Aus der Not eine Tugend macht die neue Leiterin des Papiermuseums Alte Dombach, Sonja Nanko. Und bringt mit der Beseitigung der Hochwasserschäden aus dem Sommer 2021 gleich die Dauerausstellung auf Vordermann. Welche weiteren Schwerpunkte die Kulturwissenschaftlerin mit ihrem Team setzt und warum das Museum das Erbe der Stadt bewahrt, erläutert sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Annette Schrick.
Collagen, Skulpturen und Malerei im basement16
Mit Heike Sistig, Georg Becker und Salvatore Picone präsentiert die Galerie basement16 in Bensberg drei Künstler:innen aus der Region. „In between colours“ lautet der Name der Schau – dabei sind es vor allem drei exzellente Einzelausstellungen, die hier in einem Raum zu finden sind.
Der Tod als Kunstwerk: Mary Bauermeister errichtet ihre eigene Grabskulptur
Ihre eigene Grabskulptur hat Künstlerin Mary Bauermeister zu Lebzeiten entworfen und jetzt auch in den „Gärten der Bestattung“ von Pütz-Roth eingeweiht. Entstanden ist ein gewitztes Kunstwerk von leicht sprödem Charme mit eindringlicher Botschaft. Was die Skulpturen mit den Pyramiden in Ägypten zu tun haben, erfuhr das Bürgerportal vor Ort.
Hinter den Kulissen der bergischen Fledermaus – die Fotos
Konzentrierte Arbeit und geballte Freude herrschen während der vier Aufführungen der „Fledermaus“ hinter den Kulissen. Hier ein schneller Kostümwechsel, da ein neues Bühnenbild. Fast 100 Leute haben seit Monaten daran gearbeitet, dass das Stück reibungslos über die Bühne geht. Unser Fotograf Thomas Merkenich hat die Produktion von den ersten Proben über die Generalprobe bis zur emotionalen letzten Zugabe im Bergischen Löwen begleitet – und nimmt Sie mit hinter den Vorhang und in den Orchestergraben.
Nach dem Kraftakt: Fledermaus-Team blickt nach vorne
Riesiger Applaus beim Publikum und eine schwarze Null: Das ist das Resümee von Tanja Heesen und Roman Salyutov der Operette „Die Fledermaus“, die sie mit großem Team vier Mal im Bergischen Löwen gezeigt haben. Die beiden wollen jetzt nachhaltige Strukturen aufbauen, für weitere Musiktheater-Produktionen. Dafür wünschen sie sich eine breitere und flexiblere Unterstützung – und auch der öffentlichen Hand.
„Fledermaus“ überzeugt als opulenter Intrigantenstadl mit Tiefgang
Mit einer umjubelten Premiere flatterte die Fledermaus-Operette am Donnerstag in den Bergischen Nachthimmel. Das Team um Tanja Heesen (Regie) und Roman Salyutov (Dirigent) servierte im fast ausverkauften Bergischen Löwen eine saftig-bunte und hochmusikalisch Inszenierung. Drei weitere Aufführungen stehen an.
Die bergische Fledermaus in 3 Aufzügen und 33 Fotos
Die Inszenierung der Operette „Die Fledermaus“ im Bergischen Löwen bietet großartige Musik – aber auch den versprochenen „Karneval für die Augen“. Zur Erinnerung für alle, die im Theater waren, und als Anreiz, noch schnell Karten zu kaufen, zeigt Thomas Merkenich einige Momente aus den drei Aufzügen.
#KulturOrte in GL: Die Galerie Schröder und Dörr
Zwei Jahre war die Refrather Galerie Schröder und Dörr dicht. Doch nun ist mit Malerei und Grafik von Lukrezia Krämer bereits die zweite Ausstellung nach dem selbst verordneten Kulturlockdown zu sehen. Warum für ihn eine „Galerie im Internet“ keine Option war und warum dieser #Kulturort auf der „Bergischen Klippe“ gerade richtig angesiedelt ist, erläutert Galerist Uli Dörr bei einem Besuch in der Wingertsheide.
Die Fledermaus hebt ab: Operette bringt „Karneval für die Augen“
Großes Musiktheater im Bergischen Löwen: Gut vier Jahre nach „Don Giovanni“ kommt „Die Fledermaus“, wiederum produziert und aufgeführt von Bergisch Gladbacher Künstlern und Gästen. Regie führt Tanja Heesen, die jetzt einige Details der Inszenierung verrät. Ihre Fledermaus wird nicht modern und karg sondern prunkvoll, überbordend und sinnlich. Noch sind Restkarten erhältlich.
Thomas Cüpper in der Fledermaus: „Ech mache de kölsche Höppekrad!“
Thomas Cüpper ist als „Et Klimpermännche“ eine feste Größe im traditionellen Karneval. In der bergischen Operette „Die Fledermaus“, die Ende Mai im Bergischen Löwen zu sehen ist, gibt er nun den Frosch. Die Besetzung der Rolle mit humoresken, lokalen Charakteren ist eine Tradition. Cüpper, so viel ist klar, wird dem Frosch eine ganz eigene Prägung mit viel Lokalkolorit verleihen.
Jazz-intim just in time
Das Bürgerportal hatte zur Eröffnung seines neuen „JazzGLub“ eingeladen, mit einem Konzert der Jazzstones. Trotz einiger Corona-Bedenken war Gisela Becker der Einladung gefolgt, und erlebte einen Abend mit energiegeladener Musik, guten Gesprächen und einer fast schon verloren geglaubten Atmosphäre. Ein Gastbeitrag mit Fotos von Thomas Merkenich.
Inge Schmidt in der Villa Zanders: Plastiken, Zeichnungen, Künstlerbücher
Feine, kleine Kunstwerke aus Alltagsmaterialien – das macht die Kunst von Inge Schmidt aus. Unter dem Titel „An der Wand und vor und neben” zeigt die Villa Zanders Werke der Kölner Künstlerin. Unbeschwert aber nie beiläufig inszeniert, wird das scheinbar Belanglose erobert und zu einem Tagebuch der menschlichen Existenz.
„Ich spiele und tanze, ich schneide und drucke“: Friedrich Förder im Partout Kunstkabinett
Das seltene Genre der Holzschnitte und -drucke ist ab dem 1. April im Partout Kunstkabinett in Herkenrath zu sehen. Die Galerie würdigt den Künstler Friedrich Förder mit einer Hommage. „Ich spiele und tanze, also bin ich” – der Titel soll auch als Ermutigung verstanden werden, in Zeichen weltweiter Krisen das Vertrauen und die Hoffnung nicht aufzugeben.
Zeitlupe des Zerfalls: Künstler des AdK stellen im basement16 aus
Der Arbeitskreis der Künstler:innen AdK ist zum ersten Mal mit einer Sammelausstellung im basement16 in Bensberg vertreten. Viermal wurde der Start der geplanten Jubiläums-Schau zum 35-jährigen Bestehen verschoben – wegen Corona. Unterdessen häuften sich sich weltweit Ereignisse, die der Ausstellung letztlich einen Untertitel gaben: Apokalypse.
Kunst weiterdenken: Salongespräche in der Villa Zanders unter neuer Leitung
Eine Ära geht im Kunstmuseum zu Ende. Am 22. März findet das letzte Salongespräch unter Leitung seines Initiators Georg Dittrich statt. Die Nachfolge des Formats, das sich kunst- und kulturhistorischen Aspekten aktueller Ausstellungen in der Villa Zanders widmet, übernimmt mit Susanne Bonenkamp eine bestens vernetzte ehemalige Kulturmanagerin.
Max Bruch macht Jazz: Furiose Eröffnung des neuen Fachbereichs der Musikschule
Startschuss für den Fachbereich Jazz an der Städtischen Musikschule: Mit einem furiosen Konzert im neuen Max-Bruch-Jazzclub wurde vergangenen Donnerstag das neue Angebot gefeiert. Dozenten und geladene Solisten wollen dort viermal im Jahr jazzen. Aber auch die Musikschüler:innen sollen Live-Erfahrung sammeln können.
Zeichnung und Raum: „Still Lines“ in der Villa Zanders
Ab Sonntag ist Katharina Hinsberg mit einer großen Einzelausstellung im Kunstmuseum Villa Zanders zu sehen. Ausgehend von Linie und Schnitt erweitert die Künstlerin den Begriff der Zeichnung bis zur Rauminstallation. Verblüffend ist eine geschwungene, durchgehende Linie aus 830 schwarz-weißen Kugeln, die sich durch die Räume windet.
Holocaust-Gedenken: Kompositionen über dem Abgrund
Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar erinnert Roman Salyutov in einem Vortrag an deutsch-jüdische Musiker und Intellektuelle. Angesichts der Massenmorde der Nazis fanden viele Assimilierte zurück zu ihren jüdischen Wurzeln. Wie der Komponist Viktor Ullmann, der im KZ Theresienstadt Werke zu jüdischen Texten und Musiken komponierte. Bevor er in Auschwitz ermordet wurde. Einige seiner Werke erklangen jetzt im Albertus-Magnus-Gymnasium.
„Kultur findet Stadt“: Wer Bergisch Gladbachs Kultur eine Bühne gibt
Gerade einmal 1,5 Stellen umfasst das Städtische Kulturbüro. Und hat – mit vielen Kooperationspartnern und weiteren Mitarbeitern der Stadt – den Kultursommer 2021 auf die Beine gestellt. Die Leiterin Petra Weymans blickt zurück auf das Festival und zeigt, wie man mit Pragmatismus statt Klagen eine lebendige Kulturszene in der Stadtgesellschaft prägen kann.
#Inkludancer: Lichtgestalten stellen in der Villa Zanders aus
Das inklusive Tanztheater-Ensemble Lichtgestalten ist mit einer Ausstellung im Kunstmuseum Villa Zanders zu sehen. Herzstück sind Künstlerporträts der Tänzer:innen und Schattenbilder, entstanden in Kooperation mit der Fotografin Heide Prange. Die Ausstellung thematisiert Werke von Wilhelm Gorré, ist barrierearm und bietet ein inklusives Begleitprogramm im Geiste der Philosophie der Lichtgestalten.
