Mit dem Stück „Benefiz — Jeder rettet einen Afrikaner“ zeigt das THEAS Ensemble DéJE-vu eine bissige Satire über Wohltätigskeitsveranstaltungen. Das sehenswerte Kammerspiel entlarvt die Sorgen einer satten Welt, thematisiert die Fragen und Probleme von guter und sinnvoller Hilfe. Zu sehen ist das Stück im historischen Verwaltungsgebäude von Zanders.
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Gezeichnet und gestickt: Villa Zanders zeigt Gesa Langes „Filament“
In der Ausstellungsreihe Wandelhalle, die sich der Zeichnung widmet, präsentiert die Villa Zanders Werke von Gesa Lange. Mit gestickten Zeichnungen und Graphitarbeiten treibt die Hamburger Künstlerin das Genre achtsam und poesievoll voran. Zeit und Gedanken als Ausgangspunkt ihrer Schöpfungen entführen den Betrachter in abstrakte Bildwelten von lyrischer Schönheit.
Geschichten aus Nachkriegs-GL: Ein Mädchen und ein Land auf Kindesbeinen
Vom Waatsack zum Strunder Bach, von der Buchmühle zur Hammermühle: Friederike Naroska schildert in ihrem Buch „Ich bin ein Maikäfer” ihre Kindheitsjahre ab 1945 in Bergisch Gladbach. Damit schafft sie ein persönliches Zeitdokument, das auf faszinierende Weise die Kinderjahre eines jungen Mädchens in die Kinderjahre einer Republik im Aufbau einbettet.
#Kulturorte in GL: Die Pop-up Galerie Siebenmorgen in Refrath
Nur für kurze Zeit: In Refrath hat derzeit die temporäre Produzentengalerie Siebenmorgen ihre Tore geöffnet. Unter dem Titel „Feuer – Steine – Erde – Sand“ zeigen die in Dresden lebenden Künstlerinnen Ursula Güttsches und Ines Westenhöfer Aquarelle, Skulpturen, Plastiken und Sandbilder. Warum nur vorübergehend?
Berens & Becker: Pas de Deux von Lyrik und Skulptur
Das Künstlerpaar Gisela Becker-Berens und Georg Becker zeigt seine Werke in der Thomas-Morus-Akademie. Gedichte der Lyrikerin stehen den Holzarbeiten des Bildhauers gegenüber. Eine sehenswerte Ausstellung, die ihren Reiz aus dem Kontrast von lyrischer Imagination und physischer Präsenz der Skulpturen schöpft. Und daher viel über die Parallelen im kreativen Prozess dieses Paars offenbart.
#KulturOrte in GL: St. Johannes der Täufer in Herrenstrunden
Im Winter vor zwei Jahren kam Leben in die ansonsten ruhige Kirche St. Johannes der Täufer in Herrenstrunden. Dank eines kleinen Kulturprogramms, das in der Pandemie zunächst wieder ins Stocken kam. Doch nun geht es im Winterhalbjahr mit neuen Veranstaltungen weiter. Wer hinter dem Projekt „Kulturkirche” steckt und was es dort zu erleben gibt, erzählen wir in der neuen Reihe #KulturOrte.
Partout Kunstkabinett zeigt vielfältige Werkschau von Michael Broermann
„Frühstück im Grünen“: Die aktuelle Ausstellung von Michael Broermann im Partout Kunstkabinett zitiert ein Werk des französischen Künstlers Manet. Und verweist damit auf eine spannende Serie des Kölner Malers. Dass sein Oeuvre weit über die Malerei hinausgeht, zeigt die putzmuntere, absolut sehenswerte Werkschau in Herkenrath.
Ausflug in die Moderne mit Arnold Schönbergs „Pierrot Lunaire“
Der Kultursommer bietet sogar der Musik der Moderne einen Raum: Arnold Schönbergs „Pierrot Lunaire Op. 21“ war gleich zweimal in der Stadt zu hören. Eine mutige Entscheidung, die durch eine fesselnde Aufführung belohnt wurde.
Kultursommer: Die Stadt wird zum Galerieraum
Im Oktober findet an verschiedenen Orten der Stadt ein bemerkenswertes Kunst-Event statt: Die Galerie im Wiesengrund der Künstlerin Jutta Dunkel lädt ein zum „Bilder enthüllen“. Sechs Künstler:innen präsentieren ihre Werke an zwei Tagen im öffentlichen Raum. Zunächst per Sprache, dann durch die zeitgleiche Ausstellung an unterschiedlichen Orten. Ein spannendes Projekt einer fiktiven Galerie.
Was machen eigentlich die Freimaurer in Bensberg?
Am Burggraben treffen sich seit 20 Jahren die Freimaurer der Loge Matteo Alberti. Die Ursprünge der Bewegung reichen weit zurück, um sie herum ranken einige Spekulationen. Aber was machen sie tatsächlich, was treibt sie an? Im Keller unter dem Herweg-Haus bringt Michael Lux, der „zugeordneten Meister vom Stuhl“, in einem ungewöhnlich offenen Gespräch etwas Licht in die Sache.
Barock trifft Böhm: Minifestival vor dem Bensberger Rathaus
Mit gleich zwei Konzerten mit Musik vom Früh- bis Spätbarock sorgten Dozent:innen der Max Bruch Musikschule im Innenhof des Bensberger Rathauses für ein weiteres Highlight im Kultursommer der Stadt. Die beiden Aufführungen ergänzten sich zu einem feinen Minifestival, das mit einem spannenden Programm aufwartete.
Museum macht „Rolle vorwärts! Schule Katterbach 1871 – heute – morgen“
Nach langer Umbauphase ist es heute soweit – Das Schulmuseum Katterbach öffnet mit einer neuen Dauerausstellung seine Pforten. Wir durften uns im Vorfeld umschauen und die einzelnen Stationen in einer Fotoreportage festhalten .
Peter Protschka: Ein Musiker, zwei Leben
Mit Peter Protschka leitet seit Juli ein gestandener Jazzmusiker die Max Bruch Musikschule. Dort will er vor allem bei Kooperationen, Digitalisierung und Angeboten zur Improvisation die Schwerpunkte setzen. Gleichzeitig tourt er mit seinem Jazz-Quintett weiterhin über europäische Bühnen. Ein Musiker, zwei Leben: Bleibt da noch Zeit zu üben?
Puppenspieler Pohl feiert seinen Faust mit famoser Inszenierung
Auf dem Dach des Bergischen Löwen hat Gerd J. Pohl das 25-jährige Jubiläum seiner eigenen Faust-Fassung gefeiert. Vor ausgebuchtem Haus, einem begeisterten Publikum, im Rahmen des Kultursommers. Mit Spiel- und Sprachwitz entfaltete er einen wunderbaren Sog hinein in den Fauststoff, der schon seit Jahrhunderten die Gemüter erregt.
Arbeitskreis der Künstler entdeckt das Genre des Stilllebens neu
„Stillllleben“ – die neue Ausstellung des AdK unter dem sperrigen Titel wirft einen zeitgenössischen Blick auf ein scheinbar althergebrachtes Sujet der Kunst. Die hintersinnig ausgewählten Exponate von 28 Künstler:innen demonstrieren nicht nur die Weiterentwicklung der Kunstgattung, die heute weit mehr als „schöne Dinge“ zum Gegenstand hat. Sie sind zugleich als Spiegel einer Gesellschaft in der Pandemie zu verstehen.
Ausstellung in der Villa Zanders: Peter Tollens malt Farben
Nach den Dürremonaten der Pandemie eröffnet die Villa Zanders endlich wieder eine große Ausstellung: Peter Tolles „something to life for“ ist ein Fest der Malerei. Scheinbar einfarbig, dennoch nicht monochrom, präsentiert die Schau vibrierende Farbräume. Neben großformatigen Ölgemälden zeigt das Kunstmuseum Aquarelle, Zeichnungen und Künstlerbücher.
THEAS: Trans Normal ist ganz normal
Mit einer besonderen Produktion des Jungen Ensembles startet das THEAS in das Herbstprogramm der aktuellen Spielzeit. „Trans Normal“ heißt die Inszenierung. Sie nimmt die Zuschauer mit auf eine spannende, lehrreiche, emotionale und klug ins Bild gesetzte Reise zum Thema Transgender.
Artothek in der Villa Zanders: Museum to go für alle!
Die Artothek in der Villa Zanders bietet Art-to-take: Hier kann jeder Originalwerke berühmter Künstler:innen ausleihen und sie an die eigenen vier Wände hängen. Das ganze funktioniert wie eine Bibliothek für Kunst, und wird von Privatleuten wie Unternehmen oder Arztpraxen genutzt. Die Auswahl an Kunstwerken gehört zu den umfassendsten Angeboten in deutschen Artotheken überhaupt.
„Fernste Nähe“: Großes Finale für das Forum Ostwest in der Villa Zanders
Ulrike Oeter und Michael Wittassek zeigen zwei raumfüllende Installationen in der Villa Zanders. Die beiden Kunstschaffenden setzen sich dabei mit zwei schöpferischen Persönlichkeiten der vergangenen Jahrhunderte auseinander. Und liefern mit ihren Arbeiten zum Abschluss des Forum Ostwest wichtige Denkanstöße, nicht nur zur Frage nach der jüdischen Identität.
„Rolle vorwärts“: Das Schulmuseum erfindet sich neu
Eine ganz neu konzipierte Dauerausstellung ist ab September im Schulmuseum zu sehen. Ausstellungsmacher Peter Joerißen und sein Team würdigen damit den 150. Jahrestag der Schuleröffnung in Katterbach. Die Schau wird derzeit aufgebaut, aber wir geben bereits jetzt einen ersten Einblick in die Themenräume. Mit einer Gesprächsreihe will das kleine aber feine Museum weitere Akzente setzen.
Eine Zeitreise in Bergisch Gladbachs Industriegeschichte
Wenn Sie das wieder geöffnete Papiermuseum an der Strunde besuchen, sollten Sie die alte Maschinenhalle nicht übersehen. Hier steht die alte Papiermaschine PM4 – und damit ein wichtiger Teil der Industriegeschichte Bergisch Gladbachs. Mit dieser Fotoreportage schließen wir unsere siebenteilige Serie zur Alten Dombach ab.
Bergisch Gladbachs kulturelle Mitte von oben und von innen
Zwischen Kulturhaus Zanders und Rathaus versammeln sich die wichtigsten kulturellen Einrichtungen der Stadt. Mit einer 360-Grad-Panoramatour liefert das Bürgerportal eine Übersicht aus der Adlerperspektive – und zeigt, welche Schätze und überraschenden Einsichten in der Villa Zanders, im Bergischen Löwen, in St. Laurentius, in der Gnadenkirche, in der VHS, in der Stadtbücherei und im Kulturhaus zu entdecken sind.
Kunst & Kultur in GL: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Wo geht die Reise von Kunst und Kultur hin, die von der Pandemie arg gebeutelt sind? Künstler und Vertreter kultureller Einrichtungen wenden sich beim BürgerClub im Forum-Park mit zentralen Forderungen an die Stadt. Bürgermeister Stein zeigt sich offen für Projekte auf dem Zanders-Gelände – im Rahmen dessen, was beim Rückbau der Fabrik machbar ist.
Villa Zanders: Die gute Kultur-Stube der Stadt
Die Industriellenvilla symbolisiert wie kein anderes Bauwerk die Blütezeit der Papierproduktion in Bergisch Gladbach. Schon immer war der Bau im Neorenaissance-Stil eng mit der Kultur verbunden – Maria Zanders hat es ihm in die Wiege gelegt. Da passt es, dass die Villa Zanders heute als Kunstmuseum reüssiert und einen zentralen Eckpfeiler im kulturellen Selbstverständnis der Stadt bildet. In unserer Serie #KulturMitteGL und in einer 360-Grad-Panoramatour können Sie die Villa erforschen – und erfahren alles über ihre Geschichte.
Das Gedächtnis der Stadt wird digital
„Was kommt ins Archiv?” Die Frage entscheidet, wie Bergisch Gladbach in der fernen Zukunft wahrgenommen wird. Dabei sitzt Thomas Schwabach, seit rund neun Monaten Leiter des Stadtarchivs, an der zentralen Stelle. Um es fit für die Zukunft zu machen, baut sein Team das „Gedächtnis der Stadt” derzeit in ein digitales Archiv um. Mit wesentlich mehr Komfort und Möglichkeiten für die Nutzer.
Partout Kunstkabinett zeigt „Innere Realitäten“ von Masaki Hagino
Das Kunstkabinett in Herkenrath zeigt erstmals in einer Galerie-Einzelausstellung Werke des jungen japanischen Malers Masaki Hagino. Zu sehen sind mehrschichtige, multiperspektivische Bildkompositionen in Mischtechniken. Ein gelungener Versuch, die Subjektivität der Wahrnehmung zu visualisieren.
Die gar nicht mal so leeren Kisten von Joseph Beuys in der Villa Zanders
Das Kunstmuseum würdigt den 100. Geburtstag von Joseph Beuys mit einer Ausstellung im Kabinett. Die Villa Zanders zeigt mit dem Werk „Intution” nur scheinbar leere Kisten des Düsseldorfer Kunstprofessors. Sie sind eine gewitzt gemachte Einladung an den Betrachter zur Reflexion. Das stellen der Kurator Hartmut Kraft und der Kunstlehrer Piet Beuys im Gespräch miteinander fest. Wir haben zugehört – und stellen die Ausstellung im #KulturKurier vor.
THEAS Theaterfilm: Die Zoom-Mutung der Videokonferenz
Das Ensemble am THEAS macht aus der Not eine Tugend: Wenn Bühnenproduktionen mit mehrköpfiger Besetzung nicht machbar sind schaltet man sich per Zoom zur Videokonferenz zusammen, um neue Ideen zu entwickeln. Heraus kommt ein höchst gelungener Theaterfilm, als hintergründige Auseinandersetzung mit dem Phänomen dieser Zeit: Der Videokonferenz.
Da capo al fine: Friedrich Herweg geht in den Ruhestand
Sein ganzes Berufsleben hat Friedrich Herweg an der Städtischen Max Bruch Musikschule verbracht. Nun geht der langjährige Schulleiter in den Ruhestand. Zuvor erzählt der Gitarrist aber von Zeiten, als Rockmusik noch nicht salonfähig an Musikschulen war, oder was für den Musikunterricht der Zukunft wichtig ist. Und er gibt mit seinem Kollegen Josef Heiliger ein kleines, raffiniertes Abschiedsständchen.
KulturKurier: Villa Zanders zeigt die Malerei der Bildhauerin Hede Bühl
Hede Bühl ist Bildhauerin. Das Kunstmuseum Villa Zanders stellt jetzt aber die malerischen Arbeiten der Künstlerin aus. Zum ersten Mal umfassend, allerdings hinter Türen, die vorerst geschlossen bleiben. Der #KulturKurier hat sich durch die Ausstellung führen lassen – und einen virtuellen Rundgang in Wort und Bild produziert. Dabei erfahren Sie auch, wie Hede Bühl durch einen Messerstich von Beuys geprägt wurde.
Neue Chefin im Theas: „Kultur rechnet sich nicht, ist aber unbezahlbar!“
Am 1. Januar übernimmt Claudia Timpner die Leitung des Theas. Sie will das Konzept von Theater und Theaterschule weiterentwickeln, mit digitalen Kursen, Hybrid-Theater und einigen neuen Ideen. Deutliche Worte findet sie beim Thema Kulturförderung und erklärt, welchen Stellenwert Kultur gerade in der Pandemie hat.
Collposings & Malerei: Partout spannt Bogen von Analog bis Digital
In Herkenrath hat sich eine spannende Tür in der regionalen Kunstszene geöffnet: Die Galerie Partout zeigt unter der Überschrift „Kontrapost“ Arbeiten von Bettina Mauel und Wolfgang Neisser, in den Kabinetträumen und in der großen Werkhalle. Trotz Corona.
„Die Praxis der Neugierde“ in der Villa Zanders
Unter dem Titel „Unruhige Gründe – Die Praxis der Neugierde“ zeigt das Kunstmuseum Villa Zanders Arbeiten von Student:innen des Instituts für Kunst und Kunsttheorie der Uni Köln. Die Ausstellung präsentiert einen munteren Querschnitt durch die Werke angehender (Museums)-Pädagog:innen. Diese schlüpfen selbst in die Rolle ihrer künftigen Schüler:innen.
(Nicht) von Pappe: Interaktives Kartenset ebnet Wege zur Kunst
Die Kunstvermittlung wird im Kunstmuseum Villa Zanders (noch) groß geschrieben. Die Volontärin Anna Arnold hat ein interaktives Kartenset entworfen, dass die Besucher:innen zum „Papier-gestalten“ animiert – und dadurch einen besonderen, eigenständigen Zugang zur Kunst öffnet. Ein Konzept, dass bei Schüler:innen besonders gut wirkt.
Denken verleiht Flügel – Gespräche mit Walter Hanel zum 90.
Ein aufmerksamer und kritischer Beobachter des Zeitgeschehens wird in diesen Tagen 90 Jahre alt: Walter Hanel. Seit mehr als einem halben Jahrhundert ist der Bergisch Gladbacher Ehrenbürger ein subtiler Kommentator des Zeitgeschehens. Bekannt sind vor allem seine Karikaturen – aber auch seine freien Zeichnungen sind eine Klasse für sich.
Erinnern & vergessen: Villa Zanders hinterfragt die Zeit
„Es war einmal“ heißt es im Märchen. „Es wird einmal gewesen sein“ heißt es nun in der Villa Zanders. Die Künstler Jutta Dunkel und Martin Rosswog dokumentieren in der aktuellen Ausstellung die „Zeit“. Und fordern damit den Betrachter zum Nachdenken über dieses immer kostbarer werdende Gut auf.
