Ina Dinter hat sich als neue Direktorin der Villa Zanders gut eingearbeitet und das Programm für die ersten sechs neuen Ausstellungen unter ihrer Leitung präsentiert. In einem ersten ausführlichen Interview stellt die gebürtige Kölnerin ihre Pläne für das Bergisch Gladbacher Kunstmuseum vor – und spricht über Schwellenangst, Teilhabe und Formen der Kunstvermittlung.
Schlagwort: Kunst
„Kunst ist keine Deko“ – über Leerstellen und Erfüllung im Lokalen
Die Galerie Schröder & Dörr schließt ihren Galeriebetrieb in Refrath nach mehr als 300 Ausstellungen in 38 Jahren. Fehlen wird vor allem ein Begegnungsort. Ein Gespräch mit Galerist Uli Dörr über seine Leidenschaft, Bergische Kunst zu zeigen und Kunstschaffende zu fördern.
Künstler-Künstler und die Kunst im Zitat
Das Kunstmuseum Villa Zanders zeigt Werke des Künstlers Martin Noël, der sich zehn Jahre lang mit dem Werk Otto Freundlichs befasst hat. Die Ausstellung, die bis zum 25. August läuft, zeichnet exemplarisch die Einflüsse der Moderne nach.
„Jeder Vogel ist ein Individuum“: Geschichten zum Ausmalen
Rolf Jahn zeigt ab Freitag in der Galerie Partout eine Werkschau aus 40 Jahren Schaffen. Die Ausstellung des Kölner Künstlers unter dem Titel „Im wachen Träumen“ entführt die Gäste in eine magische Bilderwelt, die sich immer wieder neu erfindet.
Villa Zanders: 30 Jahre art-to-take in der Artothek
Seit 30 Jahren kann man in der Villa Zanders nicht nur Kunst anschauen, sondern auch für Zuhause ausleihen. Die Artothek macht es möglich. Sie ist im Laufe der Jahre zu einer Sammlung von 2.000 Originalwerken mit 500 Künstler:innen angewachsen. Die Ausleihe funktioniert so einfach wie in einer Bibliothek. Und bietet große Kunst für kleines Geld.
„Ewige Poesie“: Landschaftsmaler Caspar Scheuren im Kabinett Villa Zanders
Neben Kunst aus Papier sammelt die Villa Zanders Arbeiten der Düsseldorfer Schule: Romantische Werke aus dem 19. Jahrhundert, mit Burgen, Schlössern, Vater Rhein. Schenkungen der Aachener Sammlerin Anita Funke-Grablowitz mit Werken von Caspar Scheuren bilden einen besonderen Schwerpunkt. Eine repräsentative Auswahl dieser Arbeiten ist jetzt im Kabinett des Kunstmuseums zu sehen.
Posthumer Shootingstar: Fotos von Tata Ronkholz bei Schröder & Dörr
Im Nachgang zum 25. Todestag der Fotografin Tata Ronkholz zeigt die Galerie Schröder und Dörr eine Auswahl ihrer Arbeiten. Gemeinsam mit Künstlern wie Andreas Gursky oder Candida Höfer gehörte Ronkholz zu den ersten Studenten von Bernd Becher an der Kunstakademie Düsseldorf. Ohne jedoch zeitlebens deren Renommee zu erreichen. Völlig zu unrecht, wie die Ausstellung mit Handabzügen teils noch nicht präsentierter Arbeiten belegt.
Die Weißheit der Kunst: Neue Ausstellung in der Grube Weiß
Seit rund 18 Monaten ist die Grube Weiß ein Atelierhaus. In ihrer zweiten Ausstellung widmet sich die Ateliergemeinschaft der Künstler:innen jetzt der Farbe Weiß. Ausgangspunkt mag die Location sein, inhaltlich bietet die unbunte, hellste aller Farben indes viele künstlerische und kulturelle Anknüpfungspunkte, wie ein Blick vorab in die Ausstellung zeigt.
Okzident trifft Orient – in Baukunst, Licht und Ton
Eigentlich sollte die Herz Jesu-Kirche schon 2020 zum 100. Geburtstags des Architekten und Kirchenbaumeisters Gottfried Böhm in einem besonderem Licht erstrahlen, doch dann kam Corona. Jetzt soll diese „Lichtfeier“ nachgeholt werden – mit einem umfassenden Programm in drei Nächten.
Kulturkirche Herrenstrunden bietet Lesung, Kunst und viel Musik
Mit Songs über die Liebe von der Band Living Next Door startet die Kulturkirche Herrenstrunden im Oktober in die neue Spielzeit 2023/24. Auf dem breit angelegten Programm stehen neben Mitsing-Konzerten auch besinnlich-kontemplative Events. Noch bis April hält der Kulturort jeden Monat spannende Angebote lokaler Künstler:innen bereit – inklusive einer kleinen Buchpremiere.
Partout Kunstkabinett zeigt Malerei und Bronzeplastik im Dialog
Drei Künstlerinnen, drei Generationen, zwei Genres: Im Partout Kunstkabinett in Herkenrath sind ab Freitag Bilder von Eneka Razquin sowie Bronzeplastiken von Else und Petra Giesberg zu sehen. Eine Ausstellung, die nicht zuletzt durch den Kontrast von moderner Malerei und klassischer Skulptur besticht.
Kunst und Kultur sollen eine Atelier-Etage auf Zanders erhalten
Das Zanders-Areal soll wenigstens für eine gewisse Zeit Heimat für bis zu neun Künstler:innen werden. Der Stadtverband Kultur hat interessierten Kreativen jetzt ein Konzept für eine Atelier-Etage im Werkstattgebäude vorgestellt. Das Pionierprojekt geht auf eine Initiative der Künstlerin Iris Stephan zurück und stößt auf großes Interesse, Stadt und Projektteam Zanders sind mit an Bord. Vor dem Einzug der Künstler:innen gilt es aber noch einige nicht gerade niedrige Hürden zu beseitigen.
Tafelrunde: Erste Arbeiten von Iris Stephan auf Zanders zu sehen
Kunst im leider nur halb öffentlichen Raum zeigt Iris Stephan auf dem Zanders-Areal. Zum Tag des offenen Denkmals präsentiert die Künstlerin ihre Bilderserie „Tafelrunde“. Auf sieben großformatigen Werken, verortet an Denkmälern der Papierfabrik, trifft moderne Kunst auf Industriegeschichte. Eine Reflexion auf Leben und Arbeit der Papiermacher.
Back views – Rückenansichten von Jörg Extra bei Schröder & Dörr
Unkonventionelle Portraits mit eigenwilligem Betrachtungswinkel zeigt der Bensberger Künstler Jörg Extra in der Galerie Schröder & Dörr. Ausgehend von dokumentarischer Fotografie im öffentlichen Raum bannt er Rückenansichten anonymer Menschen auf die Leinwand. Und schafft damit Perspektiven, die den Betrachter unweigerlich in den Dialog mit den Protagonisten hineinziehen. Ein intimer Blick auf den urbanen Raum.
Der Lebenslauf der Dinge: Margret Schopka im Basement 16
Die Malerin Margret Schopka arbeitet in der Natur, mit der Natur, und auch mit den Prinzipien der Natur. Island spielt dabei eine ganz zentrale Rolle, sowie heterogene Ausgangsmaterialien, die sie ihrer Umgebung entnimmt. Heraus kommen eindringliche Collagen, Fotografien, Objekte und Legearbeiten von sinnlicher Leichtigkeit, die ab Sonntag teils atelierfrisch im Basement 16 zu sehen sind. Der Anlass der Ausstellung ist ein ganz besonderer.
Aus den Sammlungen: Villa Zanders zeigt (neue) Kunst-Stücke aus Papier
Werke aus der Grafischen Sammlung und der Sammlung Kunst aus Papier zeigt das Kunstmuseum Villa Zanders in einer neuen Kabinettausstellung. Darunter auch Schenkungen von Sammlern und Künstler:innen, die erstmals zu sehen sind. Sie stehen nicht zuletzt für Kontinuität und den Gegenwartsbezug der für das Museum so wichtigen Sammlungen.
Iris Stephan – die Spurensucherin auf Zanders
Die Malerin und Bildhauerin Iris Stephan arbeitet auf dem Zanders-Areal, mit Zanders-Material. Fundstücke der Papierindustrie wandelt sie in Collagen und Installationen um. Spannend ist nicht nur, was sie macht, sondern vor allem wie sie arbeitet. Daher haben wir sie ein paar Wochen begleitet. Und dabei seltene Einblicke in das außergewöhnliche Projekt einer umtriebigen Künstlerin gewonnen. Aber auch das Zanders-Gelände selbst bietet immer wieder Überraschungen.
Ein Bild und seine Geschichte: „Nachdenklich“ von Ruth Lange
Ruth Lange leitet knapp 30 Jahre eine eigene Praxis als Physiotherapeutin, bis sie wegen Schulterschmerzen aufgeben muss. Sie fängt mit dem Malen an, ihrem neuen Lebensinhalt. Doch auch dies muss sie wegen einer lebensbedrohlichen Erkrankung lange Zeit unterbrechen. Sie kämpft sich zurück. „Nachdenklich“ ist das erste Bild, das Ruth Lange in der Zeit „danach“ fertig gestellt hat.
Künstlerin malt in Zanders-Halle „Das Universum“
Zwei Monate hat Hiroko Nakajima an dem Triptychon„Das Universum“ gearbeitet. Mit fünf Metern Breite und einer Höhe von 3,20 Metern hätte es nicht in ihr Atelier am Rheinauhafen in Köln gepasst. Ausreichend Raum fand sie in einer Halle auf dem Zanders-Gelände. In dieser Woche wird die Auftragsarbeit abtransportiert – seinen endgültigen Platz findet das Werk an einem ungewöhnlichen Ort.
Villa Zanders wird zu Outdoor-Kunstlabor
Nach drei Jahren Corona-Pause lädt die Villa Zanders diesen Sonntag zum 17. Kinderkünstlerfest – einer Veranstaltung für die ganze Familie mit kostenlosen Kunstworkshops, freiem Zugang zum Kunstmuseum und Snacks zu moderaten Preisen.
„Vom Wert der Natur“: Botanicals von Rosemarie Stuffer bei Schröder & Dörr
Pfaffenhütchen, Lampionpflanze, Schnurbaum und Kletterhortensie: Was diese Pflanzen mit Kunst zu tun haben, zeigt die kleine aber umso eindrucksvollere Ausstellung „Knospe, Blüte, Blatt, Samen“ mit Arbeiten von Rosemarie Stuffer. Die Galerie Schröder und Dörr präsentiert einen Ausschnitt ihrer botanischen Kunstwerke, die durch Lässigkeit, Witz und geschickte Reduktion überzeugen. Und zugleich vom eigentlichen Wert der Natur erzählen.
Orient und Okzident: Ausstellung setzt verbindende Zeichen
Die Arbeiten Wofgang Heuwinkels korrespondieren mit denen seines Künstlerfreundes Nja Mahdaoui. Die Thomas Morus Akademie zeigt Werke beider Künstler und ermöglicht die Begegnung mit Wolfgang Heuwinkel.
„Ohne Kunst ist alles total Banane“: Thomas Baumgärtel im Partout Kunstkabinett
Wer kennt sie nicht – die Spray-Bananen am Eingang von Galerien oder Museen? Dass Thomas Baumgärtel, der kreative Urheber dieses „Gütesiegels“ für Kunst und Kultur, nicht auf die Banane reduziert werden sollte, zeigt seine sehenswerte Soloausstellung in der Galerie Partout Kunstkabinett in Herkenrath. Sie rückt einen „Spraywald“ in den Fokus – und natürlich die Kunstbanane
Ausstellung „Wohin“ in der VHS: Der Charme der Dystopie
„Wohin“ – sieben Künstlerinnen suchen in der aktuellen Ausstellung der VHS nach Antworten auf die titelgebende Frage. Geht es nach den Kreativen, sieht es eher düster aus. Unserer Gesellschaft scheint der Kompass abhanden gekommen zu sein. Dabei war der Ausgangspunkt dieser künstlerischen Auseinandersetzung mal ein durchweg positiver.
Mary Bauermeister: „Nachruf auf einen Vulkan“
Die Ausstrahlungs- und Anziehungskraft der außergewöhnlichen Persönlichkeit Mary Bauermeister als Künstlerin, Vermittlerin und Mensch war bis zu ihrem Aufbruch in ein neues Universum am 2. März 2023 ungebrochen. Sie glich einem Vulkan, der nie zur Ruhe kommen konnte, der Ideen unaufhörlich wie Funken in alle Richtungen auf fruchtbaren Boden sprühte. Ein Nachruf ihrer Galeristin Christel Schüppenhauer.
Mary Bauermeister ist tot
Die Künstlerin Mary Bauermeister ist tot. Sie starb am Donnerstag in den Morgenstunden. Sie galt als Ikone der Fluxus-Bewegung, lebte zuletzt in Rösrath und war in der Region sehr aktiv.
„Erde ist Farbe“: Galerie Schröder & Dörr zeigt Malerei von Elfi Wiese
„Neue Landschaft II“ lautet der Titel der neuen Ausstellung in der Refrather Galerie. Mit ihrer Malerei untersucht und erforscht Elfi Wiese das Ausgangsmaterial Erde auf seine künstlerischen Möglichkeiten. Und entwickelt abstrakte Werke, die weniger als Abbild sondern vielmehr als sinnliche Wahrnehmung von Landschaft verstanden werden wollen.
„Ohne Humor kann man nicht existieren“: Fluxus-Künstlerin Carola Willbrand in der Villa Zanders
Mit Carola Willbrand ist eine wichtige Vertreterin der Fluxus-Bewegung in der Villa Zanders zu sehen. Die neue Ausstellung zeigt die ungemein große Bandbreite dieser außergewöhnlichen und produktiven Künstlerin – mit Nähzeichnungen, Rauminstallationen und einer überraschend vielfältigen Interpretation der Gattung „Künstlerbücher“. Lässig, und zuweilen mit einem Augenzwinkern.
„Die Krone des Bergischen Löwen“ auf dem EVK
Das höchstgelegene Kunstwerk in der Stadt Bergisch Gladbach ist auf dem Quirlsberg in der Stadtmitte zu sehen. Der Künstler Michael Kramer hat auf dem Rundbau des Evangelischen Krankenhauses (EVK) eine Installation mit drei großen Fahnen geschaffen, die von vielen Orten im Stadtgebiet aus sichtbar sind.
Umwelt-Award Kultur geht an „Der Wald und der Sturm“
Zum zweiten Mal vergibt der Stadtverband seinen Umwelt-Award. Preisträger 2022 sind 10 Künstlerinnen und Künstler, die sich im Entsetzen über die Verwüstungen, die das Orkantief Friederike im Januar 2018 für den Wald brachte, zusammen geschlossen hatten.
Partout Kunstkabinett überrascht mit kreativem Nachwuchskünstler
Die Galerie in Herkenrath präsentiert in ihrer Ausstellung zum Jahresende nicht nur frische Werke ihrer Künstlerinnen und Künstler. Sie erstaunt auch mit Arbeiten des jungen Gastkünstlers Paul Busch, der Unikate an der Schnittstelle zwischen Kunst und Design zeigt. Inspiriert von der Flutkatastrophe im Ahrtal, hinterfragt er Themen wie Mensch, Technik und Konsumgesellschaft.
Spuren der Zeit: Margret Schopka in der Galerie Schröder und Dörr
Blüten und Blätter, Asche und Kaffeesatz, Gaze und Teppichboden – so vielfältig wie die Ausgangsstoffe sind auch die Werkgattungen, in denen die Malerin Margret Schopka zuhause ist. Die Ausstellung „Lyrische Verschmelzung“ in der Galerie Schröder und Dörr bietet einen guten Überblick über ihr Oeuvre, das sie selbst mit Poesie und Vergänglichkeit überschreibt. Die Schau überrascht mit einer zentralen Erkenntnis.
„Alte Welt / Neue Welt“: Kunst aus Asien und Europa im basement 16
Sechs Künstlerinnen und Künstler, drei Länder, zwei Kontinente, und jede Menge Kunstwerke: In der Bensberger Galerie basement 16 sind spannende Positionen aktueller Kunst aus Sri Lanka, Island und Deutschland zu sehen. Gegenständliche und abstrakte Malerei trifft auf digitale Fotokunst. Live vor Ort – und im virtuellen Raum.
Künstlerische Erkundung des Refrather Kahnweihers
Im Rahmen des „Kultursommers 2022“ lädt die „Galerie im Wiesengrund“ zu einem Kunstprojekt im öffentlichen Raum am Kahnweiher ein. Es geht um die Themen Wasser und Umwelt, aber auch um die Stadtgesellschaft und das Zusammenleben. Und um das Aufeinandertreffen von Künstlerinnen und Künstler ganz unterschiedlicher Ausdrucksformen.
Ateliers öffnen am Wochenende ihre Türen – auch in GL
An drei Wochenenden stellen sich Künstlerinnen und Künstler in der ganzen Region in ihren Ateliers der Öffentlichkeit vor. Am kommenden Wochenende ist das rechtsrheinische Köln und das Umland an der Reihe. Dabei sind neben dem neuen Atelierhaus in der Grube Weiß auch einige weitere Ateliers in Bergisch Gladbach.
Vielseitig – das Buch in der Kunst
Bibliomania lautet der Titel der neuen großen Ausstellung in der Villa Zanders. Auf zwei Etagen zeigt das Kunstmuseum Werke aus den unterschiedlichsten Sparten der Kunst rund um das Buch. Herausgekommen ist ein Manifest des Buches, das Gestaltung, Haptik, Format und den Stellenwert dieses unverwüstlichen Kulturgutes als Wissensspeicher feiert. Anschaulich inszeniert, heiter, überraschend und ungeheuer vielseitig.
