Die Umwandlung der Laurentiusstraße in eine Fahrradstraße ist beschlossen – die Verkehrsführung aber nach wie vor offen. Daher startet die Stadt am 16. Januar einen Verkehrsversuch. Der soll klären, ob die Ableitung der Autos über die Buchmühle funktionieren kann. Zum besseren Verständnis legt die Stadt nun einige Karten vor, die Erreichbarkeiten und Umwege aufzeigen.
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2022 – Bergisch Gladbachs Jahr in Bildern
Zum Jahresende schafft unser Fotograf Thomas Merkenich Ordnung in seinem Fotoarchiv und lässt die vergangenen zwölf Monate Revue passieren. 8461 Bilder hat er im Ordner des Jahres 2022 abgelegt – und lädt uns zu einem subjektiven Jahresrückblick ein.
Stein & Stadt ziehen Bilanz: „Viel angestoßen, viel erreicht, viel zu tun“
Bereits in seiner Haushaltsrede hatte Bürgermeister Frank Stein eine optimistisches Resümee der ersten Hälfte dieser Ratsperiode gezogen, ergänzt durch detaillierte Tätigkeitsberichte der einzelnen Fachbereiche. Wir dokumentieren die Bilanz des Bürgermeisters und der ganzen Stadtverwaltung im Wortlaut.
Kindertheater, Open stage, Festival: THEAS startet mit frischen Ideen durch
Trotz Corona brachte das THEAS in diesem Jahr eine Vielzahl an Produktionen auf die Bühne. Dennoch ist bei den Zuschauerzahlen viel Luft nach oben. Mit welchen neuen Projekten das Theater im kommenden Jahr gegensteuern und den Kulturdialog beleben will, erläutern Intendantin Claudia Timpner und der neue Vorsitzende des Trägervereins, Christoph Overbeck.
Zanders-Zentralwerkstatt: Verbaute Schönheit mit Geschichte und Perspektive
Die alte Zentralwerkstatt soll bei der Neugestaltung des Zanders-Areals eine besondere Rolle spielen – als Begegnungsort und als Keimzelle einer neuen Altstadt. Das passt nicht nur zur Architektur des gut 140 Jahre alten Backsteingebäudes, sondern auch zu seiner Geschichte. Denn die Werkstatt steht für den Wandel von Zanders zu einem Industriebetrieb – und ist im Laufe ihrer Geschichte immer wieder umgebaut und erweitert worden.
Zanders: wichtige Weichenstellungen unter hohem Zeitdruck
Hoffnungen, einen Teil des Zanders-Geländes für Zwischennutzungen öffnen zu können, haben sich zerschlagen. Zunächst muss die Infrastruktur ganz neu gebaut werden. Daher wächst der Druck auf Politik und Verwaltung, rasch die grundlegenden Entscheidungen zu treffen. Inzwischen liegen erste Berechnungen vor, was geht – an Gewerbe, Wohnen, Bildung. Doch die Interpretationen der Parteien liegen noch ein Stück auseinander.
Saxophon Ensemble spielt über Gladbachs Dächer hinweg
Bereits zum dritten Mal hat das Bonner Saxophon Ensemble Bergisch Gladbach auf die Weihnachtszeit eingestimmt – mit einem Konzert hoch oben auf dem Rundbau des EVK auf dem Quirlsberg. 50 Minuten, und das bei minus acht Grad da oben. Sie können das Konzert in unserem Video anschauen.
Wie Bergisch Gladbachs Finanzen gesunden sollen
Die Finanzlage der Stadt hat sich trotz Corona und Krieg besser entwickelt als erwartet, die Defizite gehen kräftig zurück. Dennoch bleibt der städtische Haushalt in roten Zahlen, Rücklagen werden aufgezehrt. Daher schlagen Bürgermeister und Kämmerer einen rigorosen Sparkurs vor, der an einigen Punkten ziemlich weh tun kann. Und auf mittlere Sicht auch Steuererhöhungen vorsieht.
Chlor im Trinkwasser: Gesundheitsamt lässt Ende offen
Vor drei Wochen hat die Belkaw eine Verunreinigung entdeckt und abgestellt, seither gibt das Unternehmen Chlor ins Trinkwasser. Wann diese Vorsichtsmaßnahme beendet werden könne, dazu sei noch keine Aussage möglich, teilt das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises auf Nachfrage mit.
Villa Zanders erhält wichtiges Fluxus-Werk für die Sammlung „Kunst aus Papier”
Die Raumarbeit „Newspaper Stand“ der Künstlerin Takako Saito gehört ab sofort zum Fundus der Sammlung „Kunst aus Papier“ in der Villa Zanders. Die in Düsseldorf lebende Künstlerin Saito schätzt das Bergisch Gladbacher Kunstmuseum ganz besonders – ein Kölner Haus hatte ebenfalls Interesse an Arbeiten der Japanerin, ging aber leer aus. Der Ankauf wurde vom Galerie + Schloss e.V. finanziert.
Frank Stein: „Wort halten in schwieriger Zeit“
Kurz vor der Halbzeit dieser Wahlperiode zieht Bürgermeister Frank Stein eine positive Zwischenbilanz und zählt auf, was noch alles zu leisten ist. Der Etatentwurf 2023 biete dafür eine gute Grundlage, sagt Stein in seiner Haushaltsrede. Er berücksichtige alle großen Herausforderungen und sei – mit Hilfe der Ausgleichsrücklagen – für die nächsten vier Jahre ausgeglichen. Wir dokumentieren die Rede im Wortlaut.
Thore Eggert: „Ohne Optimismus geht es nicht“
In seiner Haushaltsrede stellt Kämmerer Thore Eggert die Schwierigkeiten dar, mit denen ein Etats in Zeiten multipler Krise konfrontiert ist. Und wie es dennoch gelungen sei, einen Plan zu erarbeiten, der bis 2026 (fiktiv) ausgeglichen ist. Damit werde ein erzwungenes Haushaltssicherungskonzept vermieden – und dennoch empfiehlt Eggert, sich ein solches Konzept freiwillig aufzuerlegen.
Vom Schreibtisch zum Atelier: Schüler lernen das Buch neu nutzen
Parallel zur „Bibliomania“ zeigt das Kunstmuseum Villa Zanders jetzt die Ausstellung „geBUCHt“, mit einer Vielzahl von Kunstwerken von Schüler:innen des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums. Angelehnt an die große Ausstellung haben die jungen Künstlerinnen und Künstler Bücher zu vielfältigen und kreativen Kunstwerke gestaltet – die ihnen eine ganz neue Bedeutung verschaffen.
Feuerwache Süd nimmt Formen an
Die geplante neue Feuerwache in Frankenforst nimmt die nächste Hürde: Der Stadtrat soll die frühzeitige Beteiligung für eine Änderung des Baurechts starten. In der Zwischenzeit haben Feuerwehr und Stadt mit Hilfe externer Berater wichtige Vorarbeiten erledigt: für das künftige Gebäude liegen zwei Varianten vor, die vorläufigen Umweltprüfungen haben keine gravierenden Probleme ergeben.
Die bewegten Weihnachtskrippen von St. Laurentius und St. Severin
Kaum etwas wird zu Weihnachten so oft besungen wie das Kind in der Krippe. Weihnachtskrippen erzählen von der Geburt Jesu, zuhause unter dem Weihnachtsbaum und im großen Maßstab in den Kirchen der Stadt. Das Bürgerportal hat sich zwei besondere Krippen in den Gemeinden genauer angeschaut – sie wandeln sich im Laufe der Präsentation immer wieder.
Bergisch Gladbach gewinnt erfahrenen Stadtgestalter aus Köln
Der Kölner Marc Höhmann wird Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Bau und Mobilität – und übernimmt damit eine wichtige Position im anstehenden Umbau der Stadt Bergisch Gladbach. Der promovierte Geograph war zuletzt Leiter der Sektoralen Stadtentwicklung in Köln, er bringt viel Erfahrung im Stadtteilmanagement und in der Innenstadtentwicklung mit.
„Die Menschen wollen kein Museum der Bildschirme“
Halbzeit für das „Museumslabor“: Das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe hatte die Bürger:innen aufgerufen, gemeinsam ein neues Konzept für das Bensberger Museum zu entwickeln. In einer groß angelegten Umfrage und mit zahlreichen Events sammelt das Haus weiter Ideen. Museumsleiterin Sandra Brauer und Projektkoordinatorin Laura Oehms geben bereits einen ersten Zwischenstand.
Kurz & knackig: Indische Küche zum Mitnehmen
Das Lokal sieht von außen fast aus wie eine Food-Kette, ist aber der Inhaber-geführte Ableger eines Dellbrücker Restaurants: Seit Mai bietet das Art India to go in der Fußgängerzone schnelle indische Küche (nicht nur) zum Mitnehmen. Gemüse- und Chicken-Gerichte gibt es hier hausgemacht zu moderaten Preisen – lecker und gut gewürzt, als herzhafte Sattmacher.
Fackelgottesdienst an Heiligabend lebt in Bensberg neu auf
Coronabedingt musste der beliebte Fackel-Gottesdienst in Bensberg in den letzten Jahren ausfallen. In diesem Jahr nicht. An Heiligabend werden die Fackeln vor dem Rathaus entzündet, Diakon Beerhenke lädt ein, am Gottesdienst teilzunehmen.
Glücksspiel, Heiraten und Hunde werden in Bergisch Gladbach teurer
Mit Blick auf die kommenden knappen Zeiten klopft die Stadt derzeit alle Möglichkeiten ab, mehr Geld einzunehmen. Dabei wurde sie bei „hundehaltenden Personen“ und in Spielhallen (von denen es immer noch viele gibt) fündig. Auch Heiratswillige müssen mit höheren Preisen rechnen.
Kleines buntes Dorf im Norden: Romaney erfindet sich neu
Der Ortsteil Romaney hat sich in den vergangenen 20 Jahren verändert, die Bewohner:innen sind zuletzt wieder mehr, jünger und vielfältiger geworden. Mit dem Ende der Pandemie konnte der Bürgerverein schon fast verloren geglaubte Traditionen neu beleben. Zum Beispiel das Martinsfest – das auf eine große Resonanz stieß.
Jazzduo Crump & Herweg stellt im JazzGLub „Weihnachtsjazz“ vor
Fritz Herweg und Holger Crump, das Jazzduo GL, haben im JazzGLub des Bürgerportals ihr neues „Weihnachtsjazz“-Programm präsentiert, ergänzt durch „Engelsgeschichten“, vorgetragen von Arielle Lütke-Nowak.
125 Jahre Gartensiedlung Gronauer Wald auf 240 Buchseiten
Mit einer Reihe von Veranstaltungen und Projekten feierte der Freundeskreis der Gartensiedlung in diesem Jahr das 125-jährige Bestehen dieses markanten Siedlungsprojektes. In einem seitenstarken „coffee-table-book“ lassen die Vereinsvertreter die Geschichte des Ortsteils Revue passen. Mit vielen historischen Aufnahmen, spannenden Details zur Architektur und Anekdoten der Anwohner.
Lackierer stiftet dem Kreis eine Originalskizze von Gottfried Böhm
Der Lackierermeister Gregor Douteil hat schon vor einem halben Jahrhundert mit dem Architekten Gottfried Böhm zusammengearbeitet – und kann darüber viel erzählen. Zum Gespräch brachte er aber eine Originalskizze mit, die den berühmten „eisernen Vorhang“ im Theatersaal des Bergischen Löwen zeigt. Als Geschenk für den Kreis.
„Eltern: Entspannt euch!“
Junge Eltern stehen heute unter einem großen Druck, in der Erziehung alles „richtig“ zu machen. Montessori-Pädagogin Maria Kley-Auerswald rät dazu, sich zu entspannen: Wichtiger als etliche Förderangebote sei es, mit dem Kind Zeit zu verbringen, ihm die Möglichkeit zu geben, sich auszuprobieren und seine Interessen zu entwickeln. Hier gibt sie einige Tipps.
Jugendhilfe-Ausschuss stimmt für kostspielige Kita-Küche
Im Mondsröttchen in Bensberg baut die AWO den bislang größten Kindergarten der Stadt. Nach einem ersten Kostensprung setzten die aktuellen Baukosten-Steigerungen dem Projekt erneut zu – und bringen einen zentralen Baustein des Konzeptes in Gefahr: Die Frischkochküche, die mit immerhin 200.000 Euro veranschlagt wird. Im zuständigen Ratsausschuss kämpfte die AWO für diese Küche. Vorerst mit Erfolg.
Wie die Feuerwehr die Stadt auf einen Blackout vorbereitet
Mit einem umfassenden deutschlandweiten Stromausfall rechnet Feuerwehrchef Jörg Köhler nicht – ein regional und zeitlich begrenzter Blackout sei wesentlich wahrscheinlicher. Daher ist die Feuerwehr Bergisch Gladbach seit Monaten aktiv, um die eigene Arbeit und die vitalen Funktionen der Stadt im Fall der Fälle aufrecht zu erhalten.
Wo es an den weiterführenden Schulen knapp werden könnte
Für die Eltern von Kindern in den vierten Klassen stehen wichtige Fragen an: Welche Schule in Bergisch Gladbach ist die Richtige? Und wie hoch ist die Chance, an dieser Wunschschule einen Platz zu bekommen? Grundsätzlich stehen genug Plätze in allen Schulformen zu Verfügung betont, die Stadt Bergisch Gladbach. Engpässe gibt es dennoch.
Eine neue Adresse für guten Fisch in Bergisch Gladbach
Besan Jamal arbeitete zwölf Jahre lang in der Dröppelminna. Jetzt hat er sich mit dem „Fischhaus Bergisch Gladbach“ selbstständig gemacht. In seinem Lokal in der Grünen Ladenstraße kann man fein zubereitete Gerichte speisen und auch frischen Fisch für zuhause kaufen. Aus der Region und aus dem Mittelmeer.
Wie die Belkaw die neuen Abschläge für Gas und Strom berechnet
Die Energiekosten haben sich seit Russlands Krieg gegen die Ukraine mehr als verdoppelt, was hart genug ist. Einige Kund:innen der Belkaw berichten jedoch, dass sie das Drei- oder sogar Vierfache der bisherigen Beträge vorauszahlen sollen. In einigen Fällen durchaus möglich, bestätigt die Belkaw. Sie erläutert, wie das zustande kommt und was man dagegen machen kann.
Bürgervereine und BUND wollen Wachendorff kleiner halten
Das große Bauprojekt „An der Strunde“ auf dem Wachendorff-Gelände stößt bei den Bürgervereinen in Gronau und Köln-Dellbrück sowie beim BUND auf grundsätzliche Kritik: Nach ihrer Schätzung könnten dort bis zu 1200 Menschen zusätzlich wohnen, was für den Verkehr, den Hochwasserschutz und den Stadtteil insgesamt nicht zu verkraften wäre.
Kinder mit Kunst-Virus infizieren: Krea hält unter neuer Leitung Kurs
Die Kreativitätsschule in Refrath gehört zu den größten Jugendkunstschulen in NRW. Seit diesem Sommer wird die Krea von einer Doppelspitze geführt. Sigrid Brenner und André Eigenbrod betonen, dass sie einige neue Akzente setzen, Angebote und Gebühren aber konstant bleiben. Angesichts der Energiekrise benötige die kulturelle Bildung Unterstützung.
Weihnachtsmarkt startet mit Klassikern und einer Überraschung
Lasst uns froh und munter sein – das kann man jetzt wieder auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Konrad-Adenauer-Platz. Wir haben uns einen ersten Eindruck vom Angebot verschafft, das sich ein wenig verändert präsentiert. Ein paar liebgewonnene Stände sind verschwunden, wir haben aber auch eine neue süße Entdeckung gemacht. Der Preisanstieg ist allgemein moderat ausgefallen.
Schwerfelstraße: Stadt macht weitreichende Zusagen
Im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden hatten Anwohner:innen der KGS in der Auen in Refrath noch einmal Gelegenheit, ihre Bedenken zum Bau einer Sofortschule auf dem Schulgelände an der Schwerfelstraße vorzubringen. In Sachen Spielplatz, Bäume und Verkehr fanden sie bei der Verwaltung offene Ohren, am Standort selbst sei jedoch nicht zu rütteln. Der Ausschuss entschied einstimmig, aber nicht zur Zufriedenheit der Antragsteller.
Partout Kunstkabinett überrascht mit kreativem Nachwuchskünstler
Die Galerie in Herkenrath präsentiert in ihrer Ausstellung zum Jahresende nicht nur frische Werke ihrer Künstlerinnen und Künstler. Sie erstaunt auch mit Arbeiten des jungen Gastkünstlers Paul Busch, der Unikate an der Schnittstelle zwischen Kunst und Design zeigt. Inspiriert von der Flutkatastrophe im Ahrtal, hinterfragt er Themen wie Mensch, Technik und Konsumgesellschaft.
Kurz & knackig: Espresso wie in Italien
Zu einer festen Adresse hat sich das Espresso Perfetto in der Fußgängerzone in der Innenstadt entwickelt. Seit Sommer 2020 bieten Viktoria und Camer Can Demircan italienische Kaffee-Spezialitäten in stylishem Ambiente an.
