Die Entscheidung des Erzbistums Kölns, schon jetzt alle Bergisch Gladbacher Gemeinden in einer „Pastoralen Einheit“ zu vereinen und Norbert Hörter zum Pfarrer für die ganze Stadt zu machen, stößt in St. Johann Baptist auf heftigen Widerstand. Auch der langjährige Pfarrer Winfried Kissel, der sein Amt verliert, wendet sich öffentlich gegen diesen Schritt: Er fühle sich „bewusst getäuscht und belogen“.
Autoren-Archive: G. Watzlawek
Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.
Laurentiusstraße: Wie die Barriere aussieht – und wer passieren darf
Montag ab 6 wird es auf der Laurentiusstraße spannend. Schon jetzt weisen Schilder den Durchgangsverkehr darauf hin, dass die Straße dann zur Sackgasse wird. Wer das ignoriert, wird über die enge Buchmühle auf Um- und Abwege geleitet. Dafür soll eine virtuelle, aber dennoch nicht zu übersehende Barriere sorgen. Allerdings gibt es überraschende Ausnahmen.
„Inhaltliche Differenzen“: Thomas Droege verlässt Katholische Jugendagentur
Zehn Jahre lang war Thomas Droege Geschäftsführer der Katholischen Jugendagentur Leverkusen RheinBerg Oberberg – und hat diesen Träger der freien Jugendhilfe zu einem großen Akteur in der Region gemacht. Jetzt gibt Droege sein Amt kurzfristig auf – im Zwist mit dem Erzbistum Köln.
Kommunal, kurz & knapp: Große Projekte im Planungsausschuss
Der Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss hat in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr eine Grundsatzentscheidung getroffen und die Weichen für eine Reihe von Großprojekten gestellt, die Bergisch Gladbach in den kommenden Jahren verändern werden. Es geht um Gronau, die komplette Innenstadt, den Deutschen Platz, um Gewerbegebiete und nicht zuletzt um die Frage, wie bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann.
Zanders: wichtige Weichenstellungen unter hohem Zeitdruck
Hoffnungen, einen Teil des Zanders-Geländes für Zwischennutzungen öffnen zu können, haben sich zerschlagen. Zunächst muss die Infrastruktur ganz neu gebaut werden. Daher wächst der Druck auf Politik und Verwaltung, rasch die grundlegenden Entscheidungen zu treffen. Inzwischen liegen erste Berechnungen vor, was geht – an Gewerbe, Wohnen, Bildung. Doch die Interpretationen der Parteien liegen noch ein Stück auseinander.
Wie Bergisch Gladbachs Finanzen gesunden sollen
Die Finanzlage der Stadt hat sich trotz Corona und Krieg besser entwickelt als erwartet, die Defizite gehen kräftig zurück. Dennoch bleibt der städtische Haushalt in roten Zahlen, Rücklagen werden aufgezehrt. Daher schlagen Bürgermeister und Kämmerer einen rigorosen Sparkurs vor, der an einigen Punkten ziemlich weh tun kann. Und auf mittlere Sicht auch Steuererhöhungen vorsieht.
Feuerwache Süd nimmt Formen an
Die geplante neue Feuerwache in Frankenforst nimmt die nächste Hürde: Der Stadtrat soll die frühzeitige Beteiligung für eine Änderung des Baurechts starten. In der Zwischenzeit haben Feuerwehr und Stadt mit Hilfe externer Berater wichtige Vorarbeiten erledigt: für das künftige Gebäude liegen zwei Varianten vor, die vorläufigen Umweltprüfungen haben keine gravierenden Probleme ergeben.
Bergisch Gladbach gewinnt erfahrenen Stadtgestalter aus Köln
Der Kölner Marc Höhmann wird Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Bau und Mobilität – und übernimmt damit eine wichtige Position im anstehenden Umbau der Stadt Bergisch Gladbach. Der promovierte Geograph war zuletzt Leiter der Sektoralen Stadtentwicklung in Köln, er bringt viel Erfahrung im Stadtteilmanagement und in der Innenstadtentwicklung mit.
Glücksspiel, Heiraten und Hunde werden in Bergisch Gladbach teurer
Mit Blick auf die kommenden knappen Zeiten klopft die Stadt derzeit alle Möglichkeiten ab, mehr Geld einzunehmen. Dabei wurde sie bei „hundehaltenden Personen“ und in Spielhallen (von denen es immer noch viele gibt) fündig. Auch Heiratswillige müssen mit höheren Preisen rechnen.
Jugendhilfe-Ausschuss stimmt für kostspielige Kita-Küche
Im Mondsröttchen in Bensberg baut die AWO den bislang größten Kindergarten der Stadt. Nach einem ersten Kostensprung setzten die aktuellen Baukosten-Steigerungen dem Projekt erneut zu – und bringen einen zentralen Baustein des Konzeptes in Gefahr: Die Frischkochküche, die mit immerhin 200.000 Euro veranschlagt wird. Im zuständigen Ratsausschuss kämpfte die AWO für diese Küche. Vorerst mit Erfolg.
Wie die Feuerwehr die Stadt auf einen Blackout vorbereitet
Mit einem umfassenden deutschlandweiten Stromausfall rechnet Feuerwehrchef Jörg Köhler nicht – ein regional und zeitlich begrenzter Blackout sei wesentlich wahrscheinlicher. Daher ist die Feuerwehr Bergisch Gladbach seit Monaten aktiv, um die eigene Arbeit und die vitalen Funktionen der Stadt im Fall der Fälle aufrecht zu erhalten.
Stadtverwaltung beantragt 36 zusätzliche Stellen
Nicht nur der Kreis, auch die Verwaltung der Stadt Bergisch Gladbach will noch einmal größer werden – um ihre wachsenden Aufgaben wenigstens annähernd erfüllen zu können. Davon würde vor allem die Feuerwehr profitieren. Unter dem Strich kann das bis zu drei Millionen Euro mehr im Jahr kosten. Wenn sich überhaupt ausreichend Personal findet.
Wie die Belkaw die neuen Abschläge für Gas und Strom berechnet
Die Energiekosten haben sich seit Russlands Krieg gegen die Ukraine mehr als verdoppelt, was hart genug ist. Einige Kund:innen der Belkaw berichten jedoch, dass sie das Drei- oder sogar Vierfache der bisherigen Beträge vorauszahlen sollen. In einigen Fällen durchaus möglich, bestätigt die Belkaw. Sie erläutert, wie das zustande kommt und was man dagegen machen kann.
Bürgervereine und BUND wollen Wachendorff kleiner halten
Das große Bauprojekt „An der Strunde“ auf dem Wachendorff-Gelände stößt bei den Bürgervereinen in Gronau und Köln-Dellbrück sowie beim BUND auf grundsätzliche Kritik: Nach ihrer Schätzung könnten dort bis zu 1200 Menschen zusätzlich wohnen, was für den Verkehr, den Hochwasserschutz und den Stadtteil insgesamt nicht zu verkraften wäre.
Schwerfelstraße: Stadt macht weitreichende Zusagen
Im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden hatten Anwohner:innen der KGS in der Auen in Refrath noch einmal Gelegenheit, ihre Bedenken zum Bau einer Sofortschule auf dem Schulgelände an der Schwerfelstraße vorzubringen. In Sachen Spielplatz, Bäume und Verkehr fanden sie bei der Verwaltung offene Ohren, am Standort selbst sei jedoch nicht zu rütteln. Der Ausschuss entschied einstimmig, aber nicht zur Zufriedenheit der Antragsteller.
Energieberatung: Belkaw dreht mit Verbraucherzentrale und Kommunen auf
Unter dem Motto „Gemeinsam durch die Energiekrise“ hat die Belkaw ein großes Bündnis mobilisiert, um in den kommenden Monaten ein weit gefächertes Programm an Veranstaltungen zum Thema Energiesparen anbieten zu können – im Internet und vor Ort. Die fachliche Kompetenz kommt von der Verbraucherzentrale, alle Kommunen in RheinBerg unterstützen in der Fläche.
Vierte Variante für Altenberger-Dom-Straße
Für den zweiten Abschnitt von Schildgens Hauptverkehrsader hatte die Verwaltung in letzter Minute eine dritte Variante vorgelegt und als Kompromiss etikettiert. In allerletzter Minute in der Sitzung des Verkehrsausschusses zogen die Grünen eine weitere Variante aus der Tasche, die einem Kompromiss zwischen Rad- und Autofahrern auf der Altenberger-Dom-Straße näher kommt – und beschlossen wurde.
Laurentiusstraße soll eine unechte Sackgasse werden
Nach einer wieder einmal langen Debatte hat der Verkehrsausschuss beschlossen, wie in der künftigen Fahrradstraße Laurentiusstraße der Durchgangsverkehr unterbunden werden soll: Per Barriere auf Höhe der Buchmühlenstraße. Auf Antrag der FWG wird zuvor ein Verkehrversuch gemacht.
Ein Konzept für die Schwerfelstraße
Die KGS In der Auen in Refrath soll durch Container zum nächsten Schuljahr deutlich vergrößert werden – was bei den Anwohner:innen unter anderem mit Blick auf die Verkehrsbelastung Sorgen hervorruft. Auf Antrag der (ehemaligen) Ampel soll die Stadtverwaltung dafür kreative Lösungen suchen.
Grüne und SPD nehmen FDP-Abgang gefasst – und ein wenig erleichtert
Die Fraktionsspitzen von Grünen und SPD erläutern im Gespräch, warum die 30-Prozent-Quote für Sozialwohnungen nicht verhandelbar war. Nach dem Bruch der Ampel-Koalition durch die FDP werde sich Grün-rot jetzt für alle Projekte neue Mehrheiten suchen. Das könne ohne die FDP mitunter als mit der FDP werden. Zum Beispiel beim sozialen Wohnungsbau, aber vielleicht auch beim Verkehr.
FDP kündigt die Ampel-Koalition auf
Wegen einer „starren ideologisch geprägten Haltung“ vor allem der SPD hat die FDP die Ampelkoalition im Stadtrat mit sofortiger Wirkung verlassen. Anlass ist ein tiefer Dissens in der Frage, wie sozialer Wohnraum geschaffen werden kann, ohne Investoren zu vergraulen. Damit stehen SPD, Grüne und Bürgermeister Frank Stein nach zwei Jahren „Durchregieren“ ohne eigene Mehrheit da.
Ausbildungsjahr in Rhein-Berg „gar nicht so schlecht wie befürchtet“
Der Vor-Corona-Stand ist zwar noch nicht erreicht, aber dennoch ist das Ausbildungsjahr 2022 bis jetzt relativ gut gelaufen, bilanzieren Agentur für Arbeit, IHK und Kreishandwerkerschaft. Allerdings bleibt der grundsätzliche Nachwuchsmangel in der beruflichen Bildung bestehen – und gerade bei den gewerblich-technischen Berufen ist RheinBerg deutlich schlechter als die Region.
Stadt empfiehlt 3. Variante für Altenberger-Dom-Straße
Bei den Plänen für die Neugestaltung der Altenberger-Dom-Straße im zweiten, unteren Abschnitt hatte die Stadt bislang für eine preisgünstige Neuordnung des Verkehrsraums zugunsten der Radfahrer plädiert. Nun schlägt sie – trotz erheblicher eigener Bedenken – eine dritte Variante vor: 22 Parkplätze sollen bleiben, zu Lasten von Fußgängern und Radfahrern.
Stadt begründet hohe Miete für künftiges Stadthaus
Die monatlichen Kosten für die Anmietung des AOK-Gebäudes als neues Stadthaus belaufen sich auf rund 100.000 Euro. Ein Preis, der auch bei Immobilien-Experten auf Verwunderung gestoßen war. Die hohen Modernisierungskosten und einige andere Faktoren rechtfertigten diesen Preis jedoch, erläutert die Stadtverwaltung.
Feuerwehr löscht kleineren Brand bei Zanders
Einen Brand auf dem Zanders-Gelände hat heute früh einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Der Brand selbst war rasch gelöscht, der unangenehme Geruch hielt sich aber noch eine Weile in der Innenstadt. Schadstoffe in der Luft konnte die Feuerwehr mit ihren Messungen jedoch nicht nachweisen.
Mietvertrag für neues Stadthaus „in greifbarer Nähe“
Die Stadt hat die Verhandlungen zur Anmietung des bisherigen AOK-Gebäudes in der Bensberger Straße weit voran getrieben – der Stadtrat soll in seiner nächsten Sitzung über einen 25-jährigen Mietvertrag mit einer monatlichen Miete von rund 100.000 Euro entscheiden. Ganz so schnell wie zunächst gehofft wird es mit dem Umzug aus den alten maroden Stadthäuser jedoch nichts werden. Zudem wird nicht für alle Beschäftigten genug Platz sein.
Bergisch Gladbachs Firmen in der „Krise“: Größere Probleme als Gas und Strom
Die IHK hatte nach ihrer Herbstumfrage ein dunkles Stimmungsbild der Wirtschaft in Rhein-Berg gezeichnet. Tatsächlich haben viele Branchen existenzielle Sorgen, strukturelle Themen wie Fachkräfte und Lieferketten plagen alle und führen bis zur Geschäftsaufgabe. Aber unter dem Strich sind die Unternehmer:innen, die wir befragt haben, wenigstens verhalten optimistisch. Mit wenigen Ausnahmen.
Stadt rückt von Verdopplung der Parkgebühren ab
Mit dem Vorschlag, die Parkgebühren zu verdoppeln, hatte die Stadtverwaltung bei der CDU und einigen Bürger:innen helle Empörung hervorgerufen. Noch vor der ersten Ausschusssitzung zum Thema macht sie nun einen Rückzieher und legte einen „alternativen Vorschlag“ vor, mit einer deutlich niedrigeren Erhöhung. Tatsächlich hätte die Verdopplung die Steuerbelastung, die als Begründung angeführt wurde, weit übertroffen.
Wie ein Koloss klein gemacht wird
5500 Tonnen ist die Papiermaschine PM 3 von Zanders schwer, 200 Meter lang, acht Meter hoch. Das heißt, sie war es. Ein Besuch vor Ort zeigt, dass der Koloss in den letzten drei Monaten in seine Einzelteile zerlegt wurde, ein großer Teil ist bereits auf dem Weg in die Türkei. Bis zum 17. Dezember soll das Herzstück der ehemaligen Papierfabrik Zanders ganz aus Bergisch Gladbach verschwinden.
Großes Netzwerk treibt Hilfe für Butscha an
Was als Feuerwehr-Noteinsatz gestartet war, wird inzwischen von großen Teilen der Stadtgesellschaft getragen – die anhaltende Hilfe für die Partnerstadt in der Ukraine. Zehn Nahverkehrsbusse sind Ende Oktober in Butscha angekommen, ein 11. fährt bald mit dringend benötigten Gütern hinterher. Ein weiterer Konvoi wird gerade geplant. Wie immer ist die Bethe-Stiftung mit an Bord. Und auch die Feuerwehr, aber in zivil.
NCG-Sanierung kostet fast 50 Prozent mehr
Wie rasant die Kosten öffentlicher Bauprojekte steigen lässt sich an der neuen Prognose für die Teilsanierung des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums ablesen. Es sind aber nicht nur die explodierenden Baukosten, die für eine Anstieg um weitere zehn Millionen Euro verantwortlich sind.
Stadt will Laurentiusstraße zur virtuellen Sackgasse machen
Beim Beschluss, die Laurentiusstraße zur Fahrradstraße umzuwandeln, blieb die Frage offen, wie der Durchgangsverkehr abgehalten werden kann. Nach Beratungen mit Polizei, Feuerwehr und Verkehrsbehörden liegt nun ein Vorschlag auf dem Tisch: Die Straße soll weitgehend abgeriegelt werden, und zwar bereits auf der Höhe der Buchmühlenstraße.
Frau Höpker bittet zum Mitsingkonzert der besonderen Art
Wenn „Frau Höpker“ kommt, wird der Bergische Löwe zunächst ganz leer geräumt und dann sehr voll, mit sangeslustigen Besucher:innen. Die Mitsingkonzerte von Katrin Höpker, die sich als „musikalische Gesellschaftstherapeutin“ versteht, haben Kultstatus. Und offenbar funktionieren sie auch dann gut, wenn die Weltlage draußen besonders düster ist. Am Wochenende ist es wieder soweit.
So soll die Odenthaler Straße für Radverkehr fit gemacht werden
Die Ausfallstraße im Westen der Stadt soll in ihrem engsten Bereich grundlegend umgestaltet und für Radfahrer:innen sicherer werden. Dafür müssen Autoverkehr und Anwohner:innen auf der Odenthaler Straße Nachteile in Kauf nehmen. Wir erläutern die Details.
Stadt will weiteres Wohngebäude für Flüchtlinge anmieten
Zusätzlich zum Beschluss, kurzfristig mindestens 200 Plätze in provisorischen Unterkünften zu schaffen will die Stadtverwaltung mittelfristig ein neues Wohngebäude in Heidkamp mieten, das bis zu 80 Flüchtlingen dauerhaft eine Unterkunft bietet.
Stadt stockt Unterkünfte für Flüchtlinge kräftig auf
Ein Großteil der Menschen aus der Ukraine ist privat untergebracht, und dennoch sind Unterkünfte und Notaufnahme der Stadt nahezu ausgelastet. Mit Blick auf den Winter will die Stadt daher mindestens 200 weitere Plätze einrichten. Mit dem Ziel, die Belegung von Turnhallen so lange wie möglich zu vermeiden.
