Das Wichtigste zum Tag in Bergisch Gladbach: Wie das DRK den Pflegenotstand mildern will. Beschluss über Gebührenerstattung vertagt. Israels Flagge offiziell gehisst. Wie die Religionsgemeinschaft Baha’i feiert. Viel mehr Geld für ein Tierheim. Kritik der SPD an offenen Sonntagen fällt durch. Hubschrauber-Einsatz über Herrenstrunden.
Autoren-Archive: G. Watzlawek
Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.
NCG gibt Entwarnung: Schimmel aufgespürt und beseitigt
Am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium hat die Stadtverwaltung in den Herbstferien ganze Arbeit geleistet: in den verdächtigen Schulcontainern wurden potenzielle Schimmel-Herde aufgespürt und gründlich ausgeräumt. Damit konnte der Schulbetrieb nach den Herbstferien normal starten (soweit das innerhalb einer Baustelle möglich ist).
Wissen, was läuft: Der Tag in GL 17.10.2023
Das Wichtigste zum Tag in Bergisch Gladbach: Schimmelgefahr am NCG ausgeräumt. Ausländerbehörde beim Kreis überlastet. (Junge) Wahlhelfer gesucht. Baustelle Dellbrücker Straße im Zeitplan. Plakette für „Et Klimpermännche“. „Lichte“ Ausstellung des AdK in der VHS.
Wissen, was läut: Der Tag in GL 16.10.2023
Das Wichtigste zum Tag in Bergisch Gladbach: Stadt verzichtet teilweise auf Beiträge für Kita und OGS. CDU fordert Erstattung der Abwassergebühr für alle. Plädoyer für Erhalt der Stadthäuser. Benefizkonzert für Israel. Ehrenamtskarte soll attraktiver werden. SV 09 zurück in der Gewinnspur.
Stadt verzichtet teilweise auf Beiträge für Kita und OGS
Eltern der Einkommensstufe „bis 50.000 Euro“ müssen bis Jahresende nichts für die Betreuung ihrer Kinder bezahlen; Haushalt mit einem Einkommen von bis zu 60.000 Euro werden für zwei Monate freigestellt. Das bestätigt die Stadt Bergisch Gladbach – und beruft sich auf eine Absprache der Kommunen im Rheinisch-Bergischen Kreis. Die Entlastung wird aus Landesmitteln finanziert.
Wissen, was läuft: Der Tag in GL 13.10.2023
Das Wichtigste zum Tag in Bergisch Gladbach: Stadt macht bei Digitalsierung etwas Boden gut. Nelson-Mandela-Schule gewinnt Deutschen Schulpreis. Provisorische Israel-Flagge am Rathaus. Tebroke mahnt Pflege-Reform an. Große Resonanz für Senioren-Konferenzen.
Stadt findet (vorerst) keine weiteren Kita-Standorte
Der Jugendhilfeausschuss hatte der Stadtverwaltung aufgetragen, noch einmal nach Standorten für weitere neue Kitas oder Erweiterungen zu suchen – und hatte dafür auf Antrag der SPD und Grünen konkrete Vorschläge gemacht. Drei der Standorte seien nicht geeignet, bei zwei Grundstücken rät die Stadt von einer Bebauung ab. Die Frage nach der künftigen Entwicklung des Bedarfs an Betreuungsflächen bleibt offen.
Wissen, was läuft: Der Tag in GL, 12.10.2023
Das Wichtigste zum Tag in Bergisch Gladbach: Vorerst keine weiteren Flächen für Kitas. Stadt kann Tempolimits anordnen. Kunstrasen für den SV Refrath. Kreatives Nähen bei der AWO.
Wissen, was läuft: Der Tag in GL 11.10.2023
Das Wichtigste in Bergisch Gladbach und der Region: Große Kita-Umfrage. Israel-Flaggen fehlen (noch). Benefizkonzert für Israel. Was an den Stadthäusern erhaltenswert ist. „Lebende Bücher“ in der Stadtbücherei. Unruhe in Kürten. Viel Initiative in Rösrath.
Wissen, was läuft: Der Tag in GL 10.10.2023
Das Wichtigste zum Tag in Bergisch Gladbach: Kleine Kundgebung für Solidarität mit Israel. Bürgermeisterin berichtet aus Ganey Tikva. Tempolimit nach Wildunfall im Königsforst gefordert. SPD debattiert über Klimaschutzkonzept. RealStars gehen verstärkt in neue Saison.
Kundgebung für Solidarität mit Israel auf dem Marktplatz
Rund 70 Menschen haben am Montagabend auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Bergisch Gladbach ihre Solidarität mit dem von Terroristen angegriffenen israelischen Volk bekundet, scharfe Sanktionen gegen die Hamas und Iran gefordert und dazu aufgerufen, jedem weiteren Erstarken des Antisemitismus in Deutschland die Stirn zu bieten. Allerdings war nur ein Teil der politischen Stadtgesellschaft anwesend.
Wissen, was läuft: Der Tag in GL 9.10.2023
Das Wichtigste zum Tag in Bergisch Gladbach: Solidarität mit Israel. Bergisch Gladbach gewinnt „Wattbewerb“. Trotz Zuwanderung weniger Einwohner:innen. Trauerfeier für Wolgang Zanders im Altenberger Dom. Andrea Andrä gibt ihr Café in Refrath ab. Ein neuer Sprecher für die Stadt. Neue Inklusionssprechstunde startet. Drei Baustellen-Meldungen. Padel-Tennis in Hand.
Verantwortung für Schöpfung und Klima: Böhm-Kirche produziert Solarstrom
Als zweite Kirche im ganzen Erzbistum ist die Herz-Jesu-Kirche in Schildgen mit einer Photovoltaik-Anlage bestückt worden. Die Gemeinde will damit einen „Leuchtturm“ setzen, für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Schöpfungsverantwortung. Ausgerechnet auf der von Gottfried Böhm gebauten Kirche – und beweist so nebenbei, dass Solarstrom auch auf denkmalgeschützen Gebäuden möglich ist.
Der 1. Bergisch Gladbacher Kinder- und Jugendpreis geht an MiKibU
Insgesamt 22.500 Euro hatten die Gellert-Stiftung und die Hahn Gruppe ausgelobt, um die ehrenamtliche Hilfe für Kinder und Jugendliche in Bergisch Gladbach weiter anzuschieben. In diesem Jahr geht der erste Preis und eine substanzielle Projektförderung an den Verein „Migrantenkinder bekommen Unterstützung“. Den zweiten Platz teilen sich eine Jugendinitiative und – etwas überraschend – eine Privatperson.
Kinderdorf Bethanien stellt von Öl auf Pellets um
Das Bethanien Kinderdorf hat sich seiner alten Ölheizung entledigt und ist auf eine moderne Nahwärme-Anlage umgestiegen, die mit Holzabfällen betrieben wird. Angesichts der Bedingungen in der weitläufigen, von Gottfried Böhm entworfenen Anlage, aber auch mit Blick auf das Klima die beste Option, urteilen Belkaw und RheinEnergie, die das Projekt als Generalunternehmer umgesetzt haben. Einige hundert Tonnen CO2 sollen damit pro Jahr eingespart werden.
Kita St. Elisabeth: Eltern vor verschlossener Tür
Die Betreuungprobleme der Kitas in Bergisch Gladbach sind ein wenig aus der öffentliche Debatte verschwunden, sind aber nach wie vor Realität. Kommen zum allgemeinen Fachkräftemangel interne Zwiste oder Häufungen von Erkrankungen hinzu, dann kann es passieren, dass die Betreuung ganz ausfällt. So wie am Montag in der Kita Sankt Elisabeth in Refrath geschehen.
NCG muss ersten Klassenraum wegen Schimmel schließen
Wäre alles gut gelaufen, dann wäre die Sanierung des Nicolaus Cusanus Gymnasiums bereits fertig, die schon mehrfach genutzten Container könnten verschrottet werden. Das wäre höchste Zeit, denn nun sind die provisorischen Klassenräume selbst sanierungsreif. In einigen der Containern wurde Schimmel gesichtet, ein Klassenraum ist abgesperrt. An der Schule wächst der Frust, in Teilen der Elternschaft herrscht Alarmstimmung.
Schulen bauen, Schulen planen, ohne Plan?
Drei neue Projekte zur Erweiterung und Erneuerung der maroden Schulen in Bergisch Gladbach hat der Schulausschuss einstimmig freigegeben. Weil an der großen Bedürftigkeit von DBG, GGS Hand und Kleefeld kein Zweifel besteht. Gleichzeitig wird aber deutlich, dass es anderen Schulen womöglich noch schlechter geht – und es bislang keine Priorisierung gibt. Unser Kurzprotokoll fasst die Entscheidungen und Themen zusammen.
Grundschule Hand soll Mensa für 6,5 Millionen Euro bekommen
Im Zug der Ausweitung des Offenen Ganztags hatte der Stadtrat im vergangenen Jahr den Bau einen Mensagebäudes an der Grundschule Hand beschlossen, und war zunächst von Kosten in Höhe von gut drei Millionen Euro ausgegangen. Inzwischen hat sich der Kostenrahmen mehr als verdoppelt – daher muss der Schulausschuss erneut über das Projekt entscheiden und der Stadtrat die Mittel bereitstellen.
Pläne für Ausbau des Schulzentrums Kleefeld werden konkret
Das Schulzentrum Kleefeld sollte eigentlich schon 2019 ausgebaut werden, jetzt werden die Pläne beschleunigt. Die Schulbau GmbH soll das Projekt ebenfalls übernehmen und bis Sommer 2025 fertigstellen. Gebaut wird auf der Wiese hinter Schule und Kirche.
Stadt Bergisch Gladbach ist Großwaldbesitzer
36 Hektar Land hatte die Stadt von der Papierfabrik Zanders übernommen. Jetzt kommen rund 240 Hektar von der Familie von Siemens dazu. Im Gegensatz zur Industriebrache können diese Flächen in der Regel nicht bebaut oder vermarktet werden, das Potenzial für die Stadt ist dennoch groß. Ökologisch und ökonomisch. Neben Wäldern, Wiesen und Äcker in Sand und Heidkamp rund um Schloss Lerbach gehören auch einige FNP-Flächen dazu.
Großer Konsens für Weichenstellungen bei Zanders
Der Zanders-Ausschuss hat die Grundkonzepte zur Energieversorgung, zum Wasserkonzept, zur Vorbereitung einer Projektgesellschaft sowie den Förderantrag für das Pilotprojekt Zentralwerkstatt einstimmig und ohne Enthaltung gebilligt. Nur die erste Version eines Vermarktungskonzeptes wurde (ebenfalls einvernehmlich) vertagt.
Am Mühlenberg: Die Sache mit den Schildern
Die Straße „Am Mühlenberg“ in der östlichen Innenstadt bietet zahlreiche Stellplätze in Parkbuchten. Doch jetzt sind dort einige Halteverbotsschilder aufgetaucht. Die aber nur dienstags gelten. Und dann auch noch eingeklappt wurden. Wir haben nachgefragt.
Politik stellt fünf wichtige Weichen für die „Zanders-Stadt“
Nach den Grundsatzdebatten geht es beim Zanders-Areal jetzt allmählich an die Realisierungspläne, sagt Bürgermeister Frank Stein – und schlägt dem Stadtrat fünf Entscheidungen vor. Damit werden in Sachen Energie, Wasser, Vermarktung und Management jetzt die Weichen für die künftige „Zadners-Stadt“ gestellt. Ein Förderantrag für den Umbau der Zentralwerkstatt macht anschaulich, welches Potenzial das Areal für die ganze Stadt hat.
Kommunal, kurz und knapp: CDU drückt vierte Sofort-Kita durch
Wichtige Entscheidungen im Stadtrat werden immer häufiger zur Machtprobe zwischen Grün-Rot und CDU. Bei der finalen Abstimmung über eine Kita auf der Lena-Wiese hatte am Dienstag die CDU die kleineren Fraktionen auf ihrer Seite und setze sich durch. Auch in einer weiteren Grundsatzdebatte gewann die CDU. Darüber hinaus ging es – am Ende einvernehmlich – um eine neue städtische Gesellschaft. Und um die FWG, die sich von den Freien Wählern distanziert.
Sanierung des NCG verzögert sich erheblich
Eigentlich sollten der neue Nordtrakt und die Aula des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums im nächsten Frühjahr fertig werden. Doch nachdem ein Unternehmen in die Insolvenz gegangen ist, das für die Elektroanlagen zuständig war, läuft der Plan aus dem Ruder. Nun muss dieses Gewerk neu ausgeschrieben werden, weitere Klassen sollen ausgelagert werden.
Schulbaugesellschaft baut DBG aus – und einen Sportplatz dazu
Alle Gymnasien der Stadt benötigen für die Rückkehr zu G9 deutlich mehr Platz. In einem ersten Schritt soll das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Heidkamp jetzt ein neues „Klassenhaus“ erhalten, schlägt die Stadt vor. Weil es auf dem kleinen Fußballplatz des SSV Jan Wellem gebaut wird bekommt der Verein einen neuen Kunstrasenplatz. Sogar eine Mensa und Aula stehen für das Gymnasium in Aussicht.
Konsens vor Tempo: Klimaschutzkonzept vertagt
Die Verabschiedung des Klimaschutzkonzeptes ist im Hauptausschuss zunächst gescheitert. Zwar stellten sich (fast) alle Fraktionen hinter die Ziele des Entwurfs. CDU, FWG und FDP drängten jedoch, zunächst zwischen den Fraktionen zu klären, welche Maßnahmen effektiv, notwendig und finanzierbar sind. Da keine Mehrheit erkennbar war schlossen sich große Teile der Grünen und der SPD dem Antrag auf Vertagung an. In der Hoffnung, in acht Wochen einen Konsens zu erzielen, der auch die nächste Kommunalwahl überdauern kann.
Schloss Lerbach: Die Sache mit dem Zaun
Seit einigen Wochen versperrt ein solider Zaun einen Spazierweg von Oberheidkamp in den Lerbacher Wald – und damit einen der letzten Zugänge zum privaten Waldgelände westlich von Schloss Lerbach. Die Anwohnerschaft ist verärgert und verweist auf Ankündigungen der Investoren, den Park wieder zu öffnen. Wir haben nachgefragt.
Große Mehrheit für Umbau der Laurentiusstraße
Nach drei knapp drei Jahren harter Debatten hat der Ausschuss für Verkehrsflächen und Mobilität den Umbau der Laurentiusstraße beschlossen. Nicht zur Fahrradstraße, sondern zu einer Straße, dieFußgängern mehr Platz einräumt. Die CDU blieb bei ihrem Nein, die Mehrheit fiel dennoch überraschend groß aus. Eine Niederlage musste die CDU auch bei der Altenberger-Dom-Straße hinnehmen. Zudem auf der Tagesordnung: Die Paffrather Straße und die KVB.
Rossini am Centercourt
Italienische Restaurants findet man inzwischen fast überall, doch längst nicht überall findet man dann auch die klasse italienische Küche. Eine solche Adresse versteckt sich im Standteil Hand, auf dem Gelände des Blau-Weiß Hand.
Ringen um Klimaschutz geht in die Verlängerung
Heute Abend wird der Entwurf für das Klimaschutzkonzept der Stadt zum ersten Mal öffentlich diskutiert. Und zunächst sah es nach einer Bruchlandung aus. SPD und Grünen verteidigen die 43 Maßnahmen als Minimallösung, doch fehlt ihnen eine Mehrheit. Für CDU, FDP und AfD geht das Konzept zu weit, die FWG will gleichzeitig mehr und weniger. Gescheitert ist das Konzept dennoch nicht, jetzt sieht es nach einer Vertagung aus – damit die Parteien alle Maßnahmen einzeln diskutieren und eine Mehrheit erarbeiten können.
Nahversorgung Herkenrath: CDU erneuert Kritik
Kurz vor der Schließung des Edeka-Marktes steht Herkenraths Versorgung mit Lebensmitteln erneut im Zentrum des politischen Streits. Die örtliche CDU wirft der Stadtverwaltung Untätigkeit und den Fraktionen von Grünen / SPD Desinteresse vor. Der zuständige Beigeordnete Migenda verweist auf Fortschritte und zugleich auf Probleme außerhalb der städtischen Einflusssphäre. Der Landrat bleibt auf Distanz. Im Hintergrund gehen die Gespräche weiter.
Stadt erklärt Müll-Krise für beendet
In „Gipfelgesprächen“ hat die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben eine Lösung der Probleme im Abfallwirtschaftsbetrieb erarbeitet, von internen Konflikten ist offiziell keine Rede. Vorwürfe der SPD und der Grünen, Führungskräfte der Verwaltung mit CDU-Parteibuch hätten die Engpässe provoziert, sind damit nicht ausgeräumt. Alle Müllwagen rollen wieder, ein Konzept soll erarbeitet werden.
Die Stadt, der Müll und der Fisch
In einer hitzigen, zum Teil lauten Debatte im Fachausschuss haben sich CDU und Ex-Ampel gegenseitig die Verantwortung für die aktuelle Müll-Misere zugeschrieben. Die Verwaltung berichtete zwar von erheblichen Fortschritten, blieb die Antwort auf wichtige Fragen zur Klärung des Sachverhaltes aber schuldig. Nebenbei ging es in der Sitzung auch um Klimaschutz, Hochwasser und Spielplätze.
CDU gibt die Schuld für das „Müllchaos“ der Ampel – die kontert
Die CDU akzeptiert nicht, dass die Stadtverwaltung mindestens bis November benötigt, um den Müll wieder termingerecht abzuholen. Zugleich erneuert sie ihr Kritik an Grünen, SPD und FDP, die mit der Auflösung der städtischen Tochtergesellschaft EBGL die aktuelle Personalnot verursacht hätten. Ein Vorwurf, der aus der Stadtverwaltung bestätigt und von SPD / Grünen vehement zurückgewiesen wird.
