Der Fachbegriff lautet „Reallabor“ und meint eine Umgebung, in der Menschen ausprobieren können, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen und können. Zum Beispiel, wie man das Zanders-Areal für die Gesellschaft nutzen kann. Ein solches Reallabor haben zwei Master-Studenten der Architektur auf Zanders eingerichtet und erprobt. Ihr Studium haben die beiden mit Bravour beendet – das Reallabor bleibt.
Autoren-Archive: G. Watzlawek
Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.
Welchen Tourismus verträgt das Strundetal?
Gastronomie und Tourismus standen beim Forum des Strundetalvereins im Vordergrund. Die Tourismusagentur „Das Bergische“ will die Angebote im Tal aufwerten, aber im Grundsatz war man sich schnell einig, dass eine bessere Vernetzung und Anbindung ausreichen. Und dass es immer noch die alten Probleme sind, die das Strundetal quälen. Allen voran der Verkehr.
3 + 1: CDU setzt Aufnahme der Lena-Wiese ins Kita-Sofortprogramm durch
Der Jugendhilfeausschuss hat den Bau von drei Kitas im Eilverfahren in Schildgen, Sand und in der Innenstadt einstimmig beschlossen. Nach einer schwierigen Debatte setzte sich die CDU mit einem Antrag durch, den Bau einer vierten Kita auf der Lena-Wiese in Lückerath gleichwertig in dieses Programm aufzunehmen. Darüber hinaus ging es in der Sitzung um die Kindertagespflege und die freie Jugendhilfe.
Opposition will das Klimaschutz-Paket aufschnüren
Die Stadt hat mit dem Integrierten Klimaschutzkonzept ein Gesamtpaket von Maßnahmen vorgelegt, das weit über die eigene Arbeit hinausgreift und der Verwaltung eine Vorbildfunktion zuschreibt. Dieses integrierte Konzept wird jedoch nur von Grünen und SPD getragen, die anderen Fraktionen lehnen es in Teilen ab. Nach der CDU äußert sich jetzt die FDP ausführlich zu ihren Vorbehalten – und lässt eine Strategie erkennen.
Klimaschutz zwischen Dringlichkeit und politischer Realität
Bei einer stark besuchten Veranstaltung haben die Grünen über das geplante Klimaschutzkonzept der Stadt Bergisch Gladbach informiert; drei externe Referent:innen sorgten für Aufbruch-Stimmung und warben für eine starke, positive Kommunikation in die ganze Stadtgesellschaft hinein. Doch genau an diesem Punkt könnte das Projekt im Stadtrat scheitern, warnte Bürgermeister Frank Stein.
Kita Lena-Wiese: CDU wirft Stadt und Stein Verschleppung vor
Mit heftiger Kritik reagiert die CDU auf den Vorschlag der Stadtverwaltung, vor der Planung einer weiteren Kita auf der sogenannten Lena-Wiese in Lückerath ein Gutachten zu Verkehr, Klima und Artenschutz einzuholen. Das wertet die Union als Verschleppungstaktik – und wirft Bürgermeister Frank Stein vor, den Kita-Bau aus wahlpolitischen Gründen verhindern zu wollen.
Eine neues Leben für den alten Klausmann
Bensberg hatte sich schon vom Klausmann verabschiedet. Der war nicht nur Kneipe, Biergarten und Veranstaltungsort, sondern auch Kommunikations- und Begegnungszentrale für das Stadtviertel. Doch nun will ein Ehepaar das Gebäude kaufen, sanieren und modernisieren – und den alten Klausmann in einem grünen Gewand wieder auferstehen lassen.
CDU will Pläne für Laurentiusstraße auf Eis legen
Für die CDU ist die Neugestaltung der Laurentiusstraße zugunsten des Fußverkehrs „reine Geldverschwendung“ und ein „grünes Prestigeprojekt“, daher solle das Vorhaben auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Eine andere Verwendung der dafür eingeplanten Mittel ist jedoch nicht so umsetzbar, wie die CDU es fordert, wendet die Stadt ein. FWG und FDP reagieren unterschiedlich.
Tempo, Qualität, Kosten: Was man über die neuen Sofort-Schulen wissen muss
Die ersten Schüler:innen der KGS In der Auen haben am Montag die neuen Klassenräume bezogen, in der GGS Hebborn nehmen die I-Dötzchen heute die Schul-Erweiterung in Gebrauch. In sieben Monaten haben Stadt, Schulbau-Gesellschaft und Baufirma die beiden Modulbauten fertig gestellt – und für die gerade erst anlaufende Generalsanierung der Schulen Maßstäbe gesetzt. Wir schauen uns die „Sofortschulen“ und ihr Erfolgsrezept genau an.
Sofortschulen stehen rechtzeitig bereit
Die knappe Kalkulation von Stadt und Schulbau-Gesellschaft hat gehalten – die Erweiterungen der Grundschulen in Hebborn und Refrath wurden in einem Dreivierteljahr aus dem Boden gestampft, beide Sofortschulen stehen am kommenden Dienstag für die Einschulung der Erstklässler bereit.
Wie das EVK wachsen will – und die obere Hauptstraße verändert
Seit vielen Jahren plant das EVK eine Erweiterung auf dem Gelände der Alten Feuerwache. Im Planungsausschuss werden jetzt konkrete Entwürfe vorgestellt, die neben einem großen Parkhaus auch ein neues Reha-Zentrum enthalten. Und die das heruntergekommene Areal zwischen Quirlsberg und oberer Hauptstraße gründlich verändern werden.
Mehr Geld für Azubis: Bäcker-Innung fordert Erhöhung und Augenmaß
Peter Lob plädiert als Obermeister der Bäckerinnung Bergisches Land zwar dafür, den Auszubildenden im Bäckerhandwerk in den laufenden Tarifverhandlungen mehr Gehalt zuzugestehen – dabei aber die Kosten der Betriebe im Blick zu behalten. Die Gewerkschaft NGG fordert mehr. Und warnt vor einem „Azubi-Vakuum“.
Warum Herkenrath vorerst ohne Supermarkt dasteht
Markus Hetzenegger schließt seinen kleinen Supermarkt in Herkenrath Ende August endgültig. Gleichzeitig arbeitet der Kaufmann beharrlich daran, seinen mehr als zwölf Jahren alten Plan für einen modernen Supermarkt (und einiges mehr) im Ortskern doch noch zu verwirklichen. Wo es klemmt und welche „Hausaufgaben“ er selbst, aber auch die Stadt noch erledigen müssen, haben wir uns genau erklären lassen.
Die Eroberung des Zanders-Areals in kleinen Etappen
Die Öffnung des Zanders-Geländes kommt voran, in sehr kleinen Schritten. Es gibt einen Pop-up-Biergarten und erste, punktuelle Nutzungen mit begrenzter Personenzahl. Bis zum Sommer im nächsten Jahr soll wenigstens der Park an der Gleisharfe frei zugänglich sein und eine Durchfahrt für Fahrräder in Nord-Süd-Richtung geöffnet werden. Für Anfragen ist das Projektteam der Stadt ansprechbar.
Gasthaus Zum Horn: Günther Klum setzt auf neue Pächterin
Denise und Roberto Humeres González hatten die Gaststätte in der Hornstraße wieder zu einer beliebten Anlaufstelle in Hebborn gemacht – doch jetzt ist für sie schon wieder Schluss „im Horn“. Eigentümer Günther Klum hatte den Pachtvertrag beendet. Die Neueröffnung unter neuer Leitung kündigt er schon für den 1. Juli an.
Heider: Vom schwarzen zum grünen Standort
Bis vor zwei Jahren drehte sich bei Heider Druck & Verlag alles um Druckerschwärze. Dieses Traditionsgeschäft wird nun ganz beendet, dafür zieht die grüne Zukunft auf dem zentralen Gelände an der Paffrather Straße ein: Nach einer Photovoltaik-Firma verlagert jetzt ein expandierendes Schwergewicht aus der Recycling-Branche seinen Standort auf das Areal.
„Kein Einzelfall – Kein Vergessen – Kein Wegschauen“
Mit einer Stele erinnert Bergisch Gladbach an Patricia Wright, die vor 27 Jahren von einem Rechtsradikalen in Hand in ihrer Wohnung vergewaltigt und ermordet wurde. Die Tat liege zwar lange zurück, doch rechtsextreme und frauenverachtende Einstellungen seien „nach wie vor absolut aktuell“, sagte Bürgermeister Frank Stein bei der Enthüllung der Stele. Das Gedenken geht auf die Initiative einer Gruppe junger Student:innen zurück.
Schlephack-Müller gibt Leitung des Immobilienbetriebs ab
Vor knapp drei Jahren war Ruth Schlephack-Müller nach Bergisch Gladbach gekommen, um den Fachbereich 8 der Stadtverwaltung zu leiten. Jetzt gibt sie diese Position aus privaten Gründen vorzeitig ab. Eine Nachfolgerin für den wichtigen Immobilienbetrieb mit einem weit gefächertem Aufgabenprogramm hat die Stadt bereits in den eigenen Reihen gefunden.
Stadt Bergisch Gladbach baut drei Kitas im Eiltempo
Rund 500 Kita-Plätze will Bergisch Gladbach in den nächsten zwei Jahren neu ins Netz geben. 190 davon entstehen in drei Kitas, die die Schulbaugesellschaft in Serienfertigung in Schildgen, Sand und der Innenstadt errichtet; ein vierter Standort im Osten der Stadt wird geprüft. Zum ersten Mal baut die Stadt selbst Kitas, den Betrieb sollen dann aber wie bisher externe Träger übernehmen. Für 2023/24 ist keine Entspannung der Lage in Sicht.
Laurentiusstraße: Mehr Raum für Fuß- und Radverkehr, weniger Parkplätze
Nachdem der Plan, die Laurentiusstraße zur Fahrradstraße umzuwandeln gescheitert war, hat die Stadt mit der Politik neue Pläne für eine Aufwertung der schmale Straße in der Innenstadt geschmiedet. Die Aufenthaltsqualität soll verbessert, dem Fuß- und Radverkehr mehr Raum gegeben werden, ein Großteil der Parkplätze wegfallen. Diese Vorschläge werden jetzt präsentiert.
Stadt kauft zweiten Zugang zum alten Bahndamm
Die Stadt Bergisch Gladbach hat ein Grundstück an der Frankenforster Straße gekauft, das für die Verkehrspolitik große strategische Bedeutung hat: Es liegt genau auf der Trasse des alten Bahndamms. Das Grundstück am südlichen Ende des Bahndamms in der Innenstadt gehört bereits der Stadt – womit sich eine Fülle von Optionen eröffnen.
Wachendorff-Investor hält an Projekt „An der Strunde“ fest
Seit dem Abriss einiger Seitengebäude zu Jahresbeginn hat sich auf dem Wachendorff-Gelände in Gronau nichts mehr getan, aber beim Investor CG Elementum und seiner Muttergesellschaft gab es einige geschäftliche Veränderungen. Das habe jedoch keinen Einfluss auf das Projekt „An der Strunde“, die Vorbereitungen für die formale Offenlage liefen, erklärt ein Sprecher.
Verkehr, kurz & knapp: Fahrradstraßen und die Altenberger-Dom-Straße
Der Ausschuss für Mobilität und Verkehrsflächen hat sich erneut intensiv mit Fahrradstraßen beschäftigt – und eine Priorisierung eingefordert. Darüber hinaus standen die Altenberger-Dom-Straße und die Radpendlerroute nach Köln auf dem Programm. Wir fassen das Wichtigste zusammen.
WvM gibt Bauprojekt Alte Marktstraße auf
Das Immobilienunternehmen WvM hat nach dem negativen Votum des Planungsausschuss angekündigt, das Bauprojekt „Benesfeld“ an der Alten Marktstraße aufzugeben. Statt dessen wolle man nun dafür sorgen, dass die Stadt nicht mehr aus das Grundstück entwässern könne. Aussagen, wonach der Investor die SPD unter Druck gesetzt habe, gingen auf Zitate zurück, die aus dem Zusammenhang gerissen worden seien.
Stadt kündigt Bau von drei Sofort-Kitas an
Die Anstrengungen der Stadtverwaltung, den eklatanten Mangel an Kita-Plätzen in den Griff zu bekommen, nimmt Fahrt auf. Im Planungsausschuss kündigte der zuständige Beigeordnete die blitzartige Errichtung von drei Kitas in Modulbauweise nach dem Vorbild der Sofortschulen an. Und zwar in der Innenstadt, in Sand und Schildgen. Für die CDU geht diese Planung am Bedarf vorbei, das Vorgehen sei eine Frechheit.
Ausschuss lehnt Pläne für Alte Marktstraße mit großer Mehrheit ab
Bis zum Schluss hat der Investor mit harten Bandagen für das Wohnungsbauprojekt „Benesfeld“ an der Alten Marktstraße in Refrath gekämpft. Doch am Ende fiel die Entscheidung sehr deutlich aus, die Arbeiten an einem Bebauungsplan werden endgültig beendet. Zuvor machte die SPD einen ungewöhnlichen Hinweis der Einflussnahme des Investors öffentlich.
Gericht: Stadt muss „unverzüglich“ Kita-Platz zuweisen
Im Rechtsstreit um einen der knappen Betreuungsplätze hat Bergisch Gladbach eine weitere Niederlage erlitten. Das OVG Münster wies eine Beschwerde der Stadt zurück und bestätigte die Pflicht, der Klägerin und Anwältin Sabrina Fahlenbock „unverzüglich“ einen Platz für ihren zweijährigen Sohn zu geben. Bürgermeister Stein will noch vor den Sommerferien ein neues Kita-Ausbauprogramm mit ersten Maßnahmen präsentieren.
Auch in Bergisch Gladbach streiken die Apotheken am 14. Juni
Ein sehr großer Teil der Apotheken in Bergisch Gladbach folgt dem Aufruf ihres Berufsverbandes ABDA und bleibt am Mittwoch geschlossen. Damit wollen die Inhaber:innen auf wirtschaftliche Sorgen, Lieferengpässe, Nachwuchsprobleme und bürokratische Auflagen hinweisen, die das Apotheken-Sterben beschleunigen. Womit auch die Beratung und Versorgung der Bürger:innen in Gefahr gerate.
Investor gibt Bauprojekt an der Alten Marktstraße noch nicht auf
Obwohl eine politische Mehrheit gegen das Wohnungsbauprojekt in Refrath steht will der Investor WvM weiter für die Siedlung „Benesfeld“ und die Kita „Benesbü“ kämpfen. Dabei setzt er immer noch auf die SPD und Bürgermeister Frank Stein – schließt aber juristische Schritte gegen einen Beschluss zur Beendigung des B-Planverfahrens nicht aus.
Drei Optionen für die Alte Marktstraße
Auf den ersten Blick erscheint die neue Beschlussvorlage aus dem Dezernat von Ragnar Migenda zur Bebauung der Pferdeweise am Alten Marktweg offen: drei Varianten lassen der Politik die Wahl. Allerdings gibt die Verwaltung eine klare Empfehlung ab – und warnt vor ernsten Konsequenzen, sollte sich die Politik anders entscheiden.
Neue Termine für Straßensanierungen
In Bärbroich sind die Arbeiten für die Erneuerung der Straße zwischen Juck und Volbach gestartet, doch die anderen für den Frühjahr angekündigten Baustellen verzögern sich. Davon sind auch die Paffrather Straße und die Dechant-Müller-Straße betroffen.
Zahl der Flüchtlinge konstant
De Gesamtzahl der Kriegsvertriebenen aus der Ukraine in Bergisch Gladbach ist zuletzt nicht weiter gestiegen, die Zahl der Flüchtlinge aus anderen Ländern leicht zurückgegangen – von einer Entwarnung kann jedoch keine Rede sein: Die Verwaltung und auch das Ehrenamt sind am Ende ihrer Kapazitäten angelangt.
Wie Bergisch Gladbach den Klimaschutz voranbringen will
Mit dem Entwurf für das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Bergisch liefern die Klimaschutzmanagerinnen eine gründliche Bestandsaufnahme, spüren Verbesserungspotenziale auf, entwickeln eine Strategie und listen jede Menge konkreter Maßnahmen auf. Jetzt geht der Entwurf in die Beratung der Ausschüsse – wir haben schon einmal einen Blick hinein geworfen. Dabei fällt auf: den größten Teil der Einsparungen müssen die privaten Haushalte liefern.
Schule, kurz und knapp: Eine Strategie zeichnet sich ab
Nicht nur bei der Sanierung der Gebäude, sondern auch bei der digitalen Infrastruktur und einigen weiteren Feldern hat Bergisch Gladbachs Schullandschaft großes Handlungsbedarf – für dessen Bewältigung die Verwaltung inzwischen eine Strategie erkennen lässt. Das wurde in der Sitzung des Schulauschusses deutlich. Es ging konkret um die IGP und die GGS Gronau, und allgemeiner um Integration und Inklusion. Wir fassen das Wichtigste zusammen.
Gute und schlechte Nachrichten für die IGP
Das Gesundheitsamt hat die Nutzung der Lehrküche an der Integrierten Gesamtschule Paffrath wieder frei gegeben, nach gut sechs Monaten kann sie wieder in Betrieb gehen. Allerdings musste sich die Stadt im Gegenzug verpflichten, dass ganze Trink- und Abwassersystem des eigentlich abrissreifen Gebäudes zu erneuern – und dafür noch einmal mehrere Millionen Euro auszugeben.
Kommunal, kurz & knapp: Feuerwache, Skatepark, Abwasserwerk und einiges mehr
Der Ausschuss für Instrastruktur, Umwelt, Sicherheit und Ordnung hatte über wichtige und zudem große Projekte zu beraten und gab u.a. anderem die nächsten Schritte beim Neubau der Feuerwache Süd und dem Skatepark an der Saaler Mühle frei – trotz zum Teil sehr hoher Kosten. Bei anderen Projekten trat er auf die Bremse.
