Die Straße „Am Mühlenberg“ in der östlichen Innenstadt bietet zahlreiche Stellplätze in Parkbuchten. Doch jetzt sind dort einige Halteverbotsschilder aufgetaucht. Die aber nur dienstags gelten. Und dann auch noch eingeklappt wurden. Wir haben nachgefragt.
Autoren-Archive: G. Watzlawek
Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.
Politik stellt fünf wichtige Weichen für die „Zanders-Stadt“
Nach den Grundsatzdebatten geht es beim Zanders-Areal jetzt allmählich an die Realisierungspläne, sagt Bürgermeister Frank Stein – und schlägt dem Stadtrat fünf Entscheidungen vor. Damit werden in Sachen Energie, Wasser, Vermarktung und Management jetzt die Weichen für die künftige „Zadners-Stadt“ gestellt. Ein Förderantrag für den Umbau der Zentralwerkstatt macht anschaulich, welches Potenzial das Areal für die ganze Stadt hat.
Kommunal, kurz und knapp: CDU drückt vierte Sofort-Kita durch
Wichtige Entscheidungen im Stadtrat werden immer häufiger zur Machtprobe zwischen Grün-Rot und CDU. Bei der finalen Abstimmung über eine Kita auf der Lena-Wiese hatte am Dienstag die CDU die kleineren Fraktionen auf ihrer Seite und setze sich durch. Auch in einer weiteren Grundsatzdebatte gewann die CDU. Darüber hinaus ging es – am Ende einvernehmlich – um eine neue städtische Gesellschaft. Und um die FWG, die sich von den Freien Wählern distanziert.
Sanierung des NCG verzögert sich erheblich
Eigentlich sollten der neue Nordtrakt und die Aula des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums im nächsten Frühjahr fertig werden. Doch nachdem ein Unternehmen in die Insolvenz gegangen ist, das für die Elektroanlagen zuständig war, läuft der Plan aus dem Ruder. Nun muss dieses Gewerk neu ausgeschrieben werden, weitere Klassen sollen ausgelagert werden.
Schulbaugesellschaft baut DBG aus – und einen Sportplatz dazu
Alle Gymnasien der Stadt benötigen für die Rückkehr zu G9 deutlich mehr Platz. In einem ersten Schritt soll das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Heidkamp jetzt ein neues „Klassenhaus“ erhalten, schlägt die Stadt vor. Weil es auf dem kleinen Fußballplatz des SSV Jan Wellem gebaut wird bekommt der Verein einen neuen Kunstrasenplatz. Sogar eine Mensa und Aula stehen für das Gymnasium in Aussicht.
Konsens vor Tempo: Klimaschutzkonzept vertagt
Die Verabschiedung des Klimaschutzkonzeptes ist im Hauptausschuss zunächst gescheitert. Zwar stellten sich (fast) alle Fraktionen hinter die Ziele des Entwurfs. CDU, FWG und FDP drängten jedoch, zunächst zwischen den Fraktionen zu klären, welche Maßnahmen effektiv, notwendig und finanzierbar sind. Da keine Mehrheit erkennbar war schlossen sich große Teile der Grünen und der SPD dem Antrag auf Vertagung an. In der Hoffnung, in acht Wochen einen Konsens zu erzielen, der auch die nächste Kommunalwahl überdauern kann.
Schloss Lerbach: Die Sache mit dem Zaun
Seit einigen Wochen versperrt ein solider Zaun einen Spazierweg von Oberheidkamp in den Lerbacher Wald – und damit einen der letzten Zugänge zum privaten Waldgelände westlich von Schloss Lerbach. Die Anwohnerschaft ist verärgert und verweist auf Ankündigungen der Investoren, den Park wieder zu öffnen. Wir haben nachgefragt.
Große Mehrheit für Umbau der Laurentiusstraße
Nach drei knapp drei Jahren harter Debatten hat der Ausschuss für Verkehrsflächen und Mobilität den Umbau der Laurentiusstraße beschlossen. Nicht zur Fahrradstraße, sondern zu einer Straße, dieFußgängern mehr Platz einräumt. Die CDU blieb bei ihrem Nein, die Mehrheit fiel dennoch überraschend groß aus. Eine Niederlage musste die CDU auch bei der Altenberger-Dom-Straße hinnehmen. Zudem auf der Tagesordnung: Die Paffrather Straße und die KVB.
Rossini am Centercourt
Italienische Restaurants findet man inzwischen fast überall, doch längst nicht überall findet man dann auch die klasse italienische Küche. Eine solche Adresse versteckt sich im Standteil Hand, auf dem Gelände des Blau-Weiß Hand.
Ringen um Klimaschutz geht in die Verlängerung
Heute Abend wird der Entwurf für das Klimaschutzkonzept der Stadt zum ersten Mal öffentlich diskutiert. Und zunächst sah es nach einer Bruchlandung aus. SPD und Grünen verteidigen die 43 Maßnahmen als Minimallösung, doch fehlt ihnen eine Mehrheit. Für CDU, FDP und AfD geht das Konzept zu weit, die FWG will gleichzeitig mehr und weniger. Gescheitert ist das Konzept dennoch nicht, jetzt sieht es nach einer Vertagung aus – damit die Parteien alle Maßnahmen einzeln diskutieren und eine Mehrheit erarbeiten können.
Nahversorgung Herkenrath: CDU erneuert Kritik
Kurz vor der Schließung des Edeka-Marktes steht Herkenraths Versorgung mit Lebensmitteln erneut im Zentrum des politischen Streits. Die örtliche CDU wirft der Stadtverwaltung Untätigkeit und den Fraktionen von Grünen / SPD Desinteresse vor. Der zuständige Beigeordnete Migenda verweist auf Fortschritte und zugleich auf Probleme außerhalb der städtischen Einflusssphäre. Der Landrat bleibt auf Distanz. Im Hintergrund gehen die Gespräche weiter.
Stadt erklärt Müll-Krise für beendet
In „Gipfelgesprächen“ hat die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben eine Lösung der Probleme im Abfallwirtschaftsbetrieb erarbeitet, von internen Konflikten ist offiziell keine Rede. Vorwürfe der SPD und der Grünen, Führungskräfte der Verwaltung mit CDU-Parteibuch hätten die Engpässe provoziert, sind damit nicht ausgeräumt. Alle Müllwagen rollen wieder, ein Konzept soll erarbeitet werden.
Die Stadt, der Müll und der Fisch
In einer hitzigen, zum Teil lauten Debatte im Fachausschuss haben sich CDU und Ex-Ampel gegenseitig die Verantwortung für die aktuelle Müll-Misere zugeschrieben. Die Verwaltung berichtete zwar von erheblichen Fortschritten, blieb die Antwort auf wichtige Fragen zur Klärung des Sachverhaltes aber schuldig. Nebenbei ging es in der Sitzung auch um Klimaschutz, Hochwasser und Spielplätze.
CDU gibt die Schuld für das „Müllchaos“ der Ampel – die kontert
Die CDU akzeptiert nicht, dass die Stadtverwaltung mindestens bis November benötigt, um den Müll wieder termingerecht abzuholen. Zugleich erneuert sie ihr Kritik an Grünen, SPD und FDP, die mit der Auflösung der städtischen Tochtergesellschaft EBGL die aktuelle Personalnot verursacht hätten. Ein Vorwurf, der aus der Stadtverwaltung bestätigt und von SPD / Grünen vehement zurückgewiesen wird.
Ein Zukunftslabor für Zanders – auf Zanders
Der Fachbegriff lautet „Reallabor“ und meint eine Umgebung, in der Menschen ausprobieren können, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen und können. Zum Beispiel, wie man das Zanders-Areal für die Gesellschaft nutzen kann. Ein solches Reallabor haben zwei Master-Studenten der Architektur auf Zanders eingerichtet und erprobt. Ihr Studium haben die beiden mit Bravour beendet – das Reallabor bleibt.
Welchen Tourismus verträgt das Strundetal?
Gastronomie und Tourismus standen beim Forum des Strundetalvereins im Vordergrund. Die Tourismusagentur „Das Bergische“ will die Angebote im Tal aufwerten, aber im Grundsatz war man sich schnell einig, dass eine bessere Vernetzung und Anbindung ausreichen. Und dass es immer noch die alten Probleme sind, die das Strundetal quälen. Allen voran der Verkehr.
3 + 1: CDU setzt Aufnahme der Lena-Wiese ins Kita-Sofortprogramm durch
Der Jugendhilfeausschuss hat den Bau von drei Kitas im Eilverfahren in Schildgen, Sand und in der Innenstadt einstimmig beschlossen. Nach einer schwierigen Debatte setzte sich die CDU mit einem Antrag durch, den Bau einer vierten Kita auf der Lena-Wiese in Lückerath gleichwertig in dieses Programm aufzunehmen. Darüber hinaus ging es in der Sitzung um die Kindertagespflege und die freie Jugendhilfe.
Opposition will das Klimaschutz-Paket aufschnüren
Die Stadt hat mit dem Integrierten Klimaschutzkonzept ein Gesamtpaket von Maßnahmen vorgelegt, das weit über die eigene Arbeit hinausgreift und der Verwaltung eine Vorbildfunktion zuschreibt. Dieses integrierte Konzept wird jedoch nur von Grünen und SPD getragen, die anderen Fraktionen lehnen es in Teilen ab. Nach der CDU äußert sich jetzt die FDP ausführlich zu ihren Vorbehalten – und lässt eine Strategie erkennen.
Klimaschutz zwischen Dringlichkeit und politischer Realität
Bei einer stark besuchten Veranstaltung haben die Grünen über das geplante Klimaschutzkonzept der Stadt Bergisch Gladbach informiert; drei externe Referent:innen sorgten für Aufbruch-Stimmung und warben für eine starke, positive Kommunikation in die ganze Stadtgesellschaft hinein. Doch genau an diesem Punkt könnte das Projekt im Stadtrat scheitern, warnte Bürgermeister Frank Stein.
Kita Lena-Wiese: CDU wirft Stadt und Stein Verschleppung vor
Mit heftiger Kritik reagiert die CDU auf den Vorschlag der Stadtverwaltung, vor der Planung einer weiteren Kita auf der sogenannten Lena-Wiese in Lückerath ein Gutachten zu Verkehr, Klima und Artenschutz einzuholen. Das wertet die Union als Verschleppungstaktik – und wirft Bürgermeister Frank Stein vor, den Kita-Bau aus wahlpolitischen Gründen verhindern zu wollen.
Eine neues Leben für den alten Klausmann
Bensberg hatte sich schon vom Klausmann verabschiedet. Der war nicht nur Kneipe, Biergarten und Veranstaltungsort, sondern auch Kommunikations- und Begegnungszentrale für das Stadtviertel. Doch nun will ein Ehepaar das Gebäude kaufen, sanieren und modernisieren – und den alten Klausmann in einem grünen Gewand wieder auferstehen lassen.
CDU will Pläne für Laurentiusstraße auf Eis legen
Für die CDU ist die Neugestaltung der Laurentiusstraße zugunsten des Fußverkehrs „reine Geldverschwendung“ und ein „grünes Prestigeprojekt“, daher solle das Vorhaben auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Eine andere Verwendung der dafür eingeplanten Mittel ist jedoch nicht so umsetzbar, wie die CDU es fordert, wendet die Stadt ein. FWG und FDP reagieren unterschiedlich.
Tempo, Qualität, Kosten: Was man über die neuen Sofort-Schulen wissen muss
Die ersten Schüler:innen der KGS In der Auen haben am Montag die neuen Klassenräume bezogen, in der GGS Hebborn nehmen die I-Dötzchen heute die Schul-Erweiterung in Gebrauch. In sieben Monaten haben Stadt, Schulbau-Gesellschaft und Baufirma die beiden Modulbauten fertig gestellt – und für die gerade erst anlaufende Generalsanierung der Schulen Maßstäbe gesetzt. Wir schauen uns die „Sofortschulen“ und ihr Erfolgsrezept genau an.
Sofortschulen stehen rechtzeitig bereit
Die knappe Kalkulation von Stadt und Schulbau-Gesellschaft hat gehalten – die Erweiterungen der Grundschulen in Hebborn und Refrath wurden in einem Dreivierteljahr aus dem Boden gestampft, beide Sofortschulen stehen am kommenden Dienstag für die Einschulung der Erstklässler bereit.
Wie das EVK wachsen will – und die obere Hauptstraße verändert
Seit vielen Jahren plant das EVK eine Erweiterung auf dem Gelände der Alten Feuerwache. Im Planungsausschuss werden jetzt konkrete Entwürfe vorgestellt, die neben einem großen Parkhaus auch ein neues Reha-Zentrum enthalten. Und die das heruntergekommene Areal zwischen Quirlsberg und oberer Hauptstraße gründlich verändern werden.
Mehr Geld für Azubis: Bäcker-Innung fordert Erhöhung und Augenmaß
Peter Lob plädiert als Obermeister der Bäckerinnung Bergisches Land zwar dafür, den Auszubildenden im Bäckerhandwerk in den laufenden Tarifverhandlungen mehr Gehalt zuzugestehen – dabei aber die Kosten der Betriebe im Blick zu behalten. Die Gewerkschaft NGG fordert mehr. Und warnt vor einem „Azubi-Vakuum“.
Warum Herkenrath vorerst ohne Supermarkt dasteht
Markus Hetzenegger schließt seinen kleinen Supermarkt in Herkenrath Ende August endgültig. Gleichzeitig arbeitet der Kaufmann beharrlich daran, seinen mehr als zwölf Jahren alten Plan für einen modernen Supermarkt (und einiges mehr) im Ortskern doch noch zu verwirklichen. Wo es klemmt und welche „Hausaufgaben“ er selbst, aber auch die Stadt noch erledigen müssen, haben wir uns genau erklären lassen.
Die Eroberung des Zanders-Areals in kleinen Etappen
Die Öffnung des Zanders-Geländes kommt voran, in sehr kleinen Schritten. Es gibt einen Pop-up-Biergarten und erste, punktuelle Nutzungen mit begrenzter Personenzahl. Bis zum Sommer im nächsten Jahr soll wenigstens der Park an der Gleisharfe frei zugänglich sein und eine Durchfahrt für Fahrräder in Nord-Süd-Richtung geöffnet werden. Für Anfragen ist das Projektteam der Stadt ansprechbar.
Gasthaus Zum Horn: Günther Klum setzt auf neue Pächterin
Denise und Roberto Humeres González hatten die Gaststätte in der Hornstraße wieder zu einer beliebten Anlaufstelle in Hebborn gemacht – doch jetzt ist für sie schon wieder Schluss „im Horn“. Eigentümer Günther Klum hatte den Pachtvertrag beendet. Die Neueröffnung unter neuer Leitung kündigt er schon für den 1. Juli an.
Heider: Vom schwarzen zum grünen Standort
Bis vor zwei Jahren drehte sich bei Heider Druck & Verlag alles um Druckerschwärze. Dieses Traditionsgeschäft wird nun ganz beendet, dafür zieht die grüne Zukunft auf dem zentralen Gelände an der Paffrather Straße ein: Nach einer Photovoltaik-Firma verlagert jetzt ein expandierendes Schwergewicht aus der Recycling-Branche seinen Standort auf das Areal.
„Kein Einzelfall – Kein Vergessen – Kein Wegschauen“
Mit einer Stele erinnert Bergisch Gladbach an Patricia Wright, die vor 27 Jahren von einem Rechtsradikalen in Hand in ihrer Wohnung vergewaltigt und ermordet wurde. Die Tat liege zwar lange zurück, doch rechtsextreme und frauenverachtende Einstellungen seien „nach wie vor absolut aktuell“, sagte Bürgermeister Frank Stein bei der Enthüllung der Stele. Das Gedenken geht auf die Initiative einer Gruppe junger Student:innen zurück.
Schlephack-Müller gibt Leitung des Immobilienbetriebs ab
Vor knapp drei Jahren war Ruth Schlephack-Müller nach Bergisch Gladbach gekommen, um den Fachbereich 8 der Stadtverwaltung zu leiten. Jetzt gibt sie diese Position aus privaten Gründen vorzeitig ab. Eine Nachfolgerin für den wichtigen Immobilienbetrieb mit einem weit gefächertem Aufgabenprogramm hat die Stadt bereits in den eigenen Reihen gefunden.
Stadt Bergisch Gladbach baut drei Kitas im Eiltempo
Rund 500 Kita-Plätze will Bergisch Gladbach in den nächsten zwei Jahren neu ins Netz geben. 190 davon entstehen in drei Kitas, die die Schulbaugesellschaft in Serienfertigung in Schildgen, Sand und der Innenstadt errichtet; ein vierter Standort im Osten der Stadt wird geprüft. Zum ersten Mal baut die Stadt selbst Kitas, den Betrieb sollen dann aber wie bisher externe Träger übernehmen. Für 2023/24 ist keine Entspannung der Lage in Sicht.
Laurentiusstraße: Mehr Raum für Fuß- und Radverkehr, weniger Parkplätze
Nachdem der Plan, die Laurentiusstraße zur Fahrradstraße umzuwandeln gescheitert war, hat die Stadt mit der Politik neue Pläne für eine Aufwertung der schmale Straße in der Innenstadt geschmiedet. Die Aufenthaltsqualität soll verbessert, dem Fuß- und Radverkehr mehr Raum gegeben werden, ein Großteil der Parkplätze wegfallen. Diese Vorschläge werden jetzt präsentiert.
Stadt kauft zweiten Zugang zum alten Bahndamm
Die Stadt Bergisch Gladbach hat ein Grundstück an der Frankenforster Straße gekauft, das für die Verkehrspolitik große strategische Bedeutung hat: Es liegt genau auf der Trasse des alten Bahndamms. Das Grundstück am südlichen Ende des Bahndamms in der Innenstadt gehört bereits der Stadt – womit sich eine Fülle von Optionen eröffnen.
Wachendorff-Investor hält an Projekt „An der Strunde“ fest
Seit dem Abriss einiger Seitengebäude zu Jahresbeginn hat sich auf dem Wachendorff-Gelände in Gronau nichts mehr getan, aber beim Investor CG Elementum und seiner Muttergesellschaft gab es einige geschäftliche Veränderungen. Das habe jedoch keinen Einfluss auf das Projekt „An der Strunde“, die Vorbereitungen für die formale Offenlage liefen, erklärt ein Sprecher.
