Ismail Kaygusuz hat 30 Jahre bei Zanders gearbeitet, zuletzt als Schichtleiter im Kraftwerk. Dort drückte er Ende April den Aus-Schalter des Kessels und fuhr mit der Energieversorgung das Herzstück der Papierproduktion runter. Jetzt führt er eine Taxi-Firma und blickt mit Dank zurück, sieht aber auch Fehler, die zum Untergang führten. Den emotionalsten Moment beim Abschied von Zanders erlebte er nicht in der Firma, sondern in einer Arztpraxis.
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Andreas Süß verabschiedet sich: „Im Herzen nehme ich Sie alle mit“
In einem bewegenden Gottesdienst hat die Bensberg-Moitzfelder Pfarreiengemeinschaft St. Nikolaus und St. Joseph nach sechs Jahren Abschied von ihrem beliebten Seelsorger, Pfarrer Andreas Süß, genommen. Am 1. September beginnt der 45-Jährige seine neue Aufgabe als Leitender Pfarrer in Neuss. Eine Aussicht auf eine Neubesetzung der Stelle in Bergisch Gladbach gibt es im Moment nicht.
Leserbild der Woche: Buschwindröschen am rauschenden Bach
Die vielen kleinen und größeren Bäche im Bergischen bieten unzählige tolle Fotomotive. Gerade im Frühjahr blühen die Ufer und alles präsentiert sich in einem zarten und frischen Grün. Leserfotografin Susanne Nettekoven gelang dieses tolle Bild im April auf einer Wanderung entlang der Strunde.
Ein Manifest für lokalen Handel und Gastronomie in RheinBerg
Die Wirtschaftsförderer in Kreis und Kommunen haben eine lange Liste an Maßnahmen aufgeschrieben, die dem Einzelhandel und der Gastronomie beim Neustart nach der Pandemie helfen und die Innenstädte retten sollen. Unter dem Motto „Gemeinsam geht’s rheinbergauf“ finden sich in diesem Manifest viele Selbstverpflichtungen der Stadtverwaltungen – die nun mit Leben gefüllt werden müssen.
Eine Zeitreise in Bergisch Gladbachs Industriegeschichte
Wenn Sie das wieder geöffnete Papiermuseum an der Strunde besuchen, sollten Sie die alte Maschinenhalle nicht übersehen. Hier steht die alte Papiermaschine PM4 – und damit ein wichtiger Teil der Industriegeschichte Bergisch Gladbachs. Mit dieser Fotoreportage schließen wir unsere siebenteilige Serie zur Alten Dombach ab.
Bergisch Gladbachs kulturelle Mitte von oben und von innen
Zwischen Kulturhaus Zanders und Rathaus versammeln sich die wichtigsten kulturellen Einrichtungen der Stadt. Mit einer 360-Grad-Panoramatour liefert das Bürgerportal eine Übersicht aus der Adlerperspektive – und zeigt, welche Schätze und überraschenden Einsichten in der Villa Zanders, im Bergischen Löwen, in St. Laurentius, in der Gnadenkirche, in der VHS, in der Stadtbücherei und im Kulturhaus zu entdecken sind.
Kunst & Kultur in GL: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Wo geht die Reise von Kunst und Kultur hin, die von der Pandemie arg gebeutelt sind? Künstler und Vertreter kultureller Einrichtungen wenden sich beim BürgerClub im Forum-Park mit zentralen Forderungen an die Stadt. Bürgermeister Stein zeigt sich offen für Projekte auf dem Zanders-Gelände – im Rahmen dessen, was beim Rückbau der Fabrik machbar ist.
Villa Zanders: Die gute Kultur-Stube der Stadt
Die Industriellenvilla symbolisiert wie kein anderes Bauwerk die Blütezeit der Papierproduktion in Bergisch Gladbach. Schon immer war der Bau im Neorenaissance-Stil eng mit der Kultur verbunden – Maria Zanders hat es ihm in die Wiege gelegt. Da passt es, dass die Villa Zanders heute als Kunstmuseum reüssiert und einen zentralen Eckpfeiler im kulturellen Selbstverständnis der Stadt bildet. In unserer Serie #KulturMitteGL und in einer 360-Grad-Panoramatour können Sie die Villa erforschen – und erfahren alles über ihre Geschichte.
Gnadenkirche: Die evangelische Mutterkirche
Sie ist die älteste evangelische Kirche und drittälteste Kirche der Stadt und geht auf die ersten Papiermacher zurück. Ihren prägnanten Namen hat die Gnadenkirche aber erst Mitte des 20. Jahrhunderts erhalten. Zahlreiche Umbauten prägen die Geschichte des achteckigen Baudenkmals. Ein neuer Plan aus prominenter Hand könnte einige Bausünden rückgängig machen. Im Inneren bewahrt sie einen kunsthistorischen Fauxpas, den nur aufmerksame Beobachter entdecken. In der Serie #KulturMitteGL und einer 360-Grad-Panoramatour können Sie die Kirche erforschen – und tief in ihre Geschichte eintauchen.
Leserbild der Woche: Haufenwolken über Romaney
Grüne Wiesen, blauer Himmel, lockere Wolken und in der Ferne ein Bauernhof. Ein Foto wie eine Postkarte – und so bezeichnend für das Bergische Land. Auf einem Pfingstspaziergang zwischen Rommerscheid und Romaney ist Leserfotograf Jürgen Schmitter dieses imposante und typisch Bergische Foto gelungen.
Verantwortung für Hund und Mitmensch
Die Zahl der Hunde in Bergisch Gladbach hat in der Pandemie stark zugenommen – und damit auchdie Beschwerden über Tiere und ihre Besitzer. Daher appelliert die Ordnungsbehörde an die Hundehalter, sich an die gesetzlichen Vorgaben zur Meldepflicht und der Haltung von Hunden zu halten. Und listet sie zur Sicherheit noch mal auf.
Kinderbetreuung: Bergisch Gladbach entlastet Eltern massiv
Mit den Stimmen der Ampel hat der Jugendhilfe-Ausschuss eine grundlegende Neuregelung der Beiträge für Kita und OGS beschlossen. Der Freibetrag wird verdoppelt, der Einkommensbegriff neu gefasst. Damit gehen der Stadt Einnahmen in Millionenhöhe verloren, im Gegenzug wollen Grüne, FDP und SPD Steuern erhöhen. Auch die CDU plädiert für die Reform, ist bei der Finanzierung aber ganz anderer Meinung.
Ein Kindergarten zuviel?
Kita-Plätze sind in vielen Stadtteilen knapp, aber nicht in Hebborn. Hier gibt es derzeit sogar ein Überangebot. Dennoch will die Stadt hier eine weitere Kita errichten lassen, auf einer Brachfläche an der Odenthaler Straße. Nicht weil sie es muss. Sondern weil sie es kann. Als Kompetenzzentrum für Kinder mit einer Autismus-Störung.
Kleinigkeiten werden sofort erledigt: Bank Friedrichsruh repariert
Anfang Mai wurde bei einem Schwätzchen auf der defekten Bank Friedrichsruh in Romaney beschlossen, dass man sich für die Reparatur stark machen wollte. Anfang Juni war „der Drops schon gelutscht“. Die Bank ist wieder voll einsatzfähig und wartet auf Naturfreunde, die die Aussicht genießen wollen.
Ausschuss stellt Weichen für Stadtentwicklung und Mobilität
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität stand am Dienstagabend unter hohem Zeitdruck: Bis zum Anstoß der deutschen Mannschaft mussten 32 Tagesordnungspunkte abgearbeitet werden – die wichtige Weichen für Bergisch Gladbachs Zukunft stellen. Das Ziel wurde – trotz einer Grätsche der AfD – knapp erreicht. Ein Ergebnisprotokoll.
Das Gedächtnis der Stadt wird digital
„Was kommt ins Archiv?” Die Frage entscheidet, wie Bergisch Gladbach in der fernen Zukunft wahrgenommen wird. Dabei sitzt Thomas Schwabach, seit rund neun Monaten Leiter des Stadtarchivs, an der zentralen Stelle. Um es fit für die Zukunft zu machen, baut sein Team das „Gedächtnis der Stadt” derzeit in ein digitales Archiv um. Mit wesentlich mehr Komfort und Möglichkeiten für die Nutzer.
Kulturhaus Zanders: Die kleine, feine Schwester
Folgt man der Hauptstraße in Richtung Herrenstrunden trifft man an der Ecke zur Odenthaler Straße auf ein klassizistisches Bauwerk: Die „kleine, aber feine Schwester der Villa Zanders“ markiert seit 30 Jahren als „Kulturhaus Zanders“ das östliche Ende der Kulturmeile in der Innenstadt. Eine Epoche der wechselvollen Geschichte des Gebäudes, die jetzt zu Ende geht. In unserer Serie #KulturMitteGL können Sie das Gebäude in einer 360-Grad-Panoramatour von außen und innen erkunden.
Leserbild der Woche: Supermond über Köln
Oft entstehen die schönsten Bilder aus einer spontanen Situation heraus. Manche Motive verlangen aber auch eine gewisse Planung – und Willenskraft. Leserfotograf Jürgen Kallies hat sich zur Morgendämmerung aus dem Bett gekämpft und wurde mit diesem einzigartigen Bild vom „Supermond” 2021 belohnt.
Schulen freuen sich über Normalität, aber die Bildungsschere wird größer
Nach der Rückkehr zum Präsenzunterricht zeigt eine Umfrage bei den weiterführenden Schulen: Die Rückkehr zur Normalität klappte gut, Corona-Tests gehören zum Alltag, die Abi-Tests verliefen normal. Aber: In bestimmten Fächern und bei einigen Schüler:innen hat der Distanzunterricht Spuren hinterlassen, teils mit drastischen Konsequenzen. Eine funktionierende Digital-Infrastruktur fehlt nach wie vor in großen Teilen.
Der Jahrhundertarchitekt
Ein großer Künstler ist von uns gegangen. Der Architekt Gottfried Böhm verstarb am Mittwoch im stolzen Alter von 101 Jahren. Er war nicht nur ein begnadeter Architekt, sondern auch einer der wichtigsten Vordenker der modernen Stadt Bergisch Gladbach. Ein Nachruf.
Hat der Forum-Park das Potential zum Montmartre im Kleinformat?
Vier Wochen arbeitet die WeltFriedAkademie bereits im Forum-Park der Stadt. Initiator Rolf Ketan Tepel und Gerd J. Pohl arbeiten vor Ort an gewitzten Kunstwerken, sprechen mit Besuchern aller Art. Und senden einen Aufruf in die Kulturszene, das offene Forum unter freiem Himmel auch für ihre Arbeit und Veranstaltungen zu nutzen.
Lastenräder, Windeln und der schnellste Weg zur Nachhaltigkeit
Trotz einer 23 Punkte langen Tagesordnung hat sich der Ausschuss für Infrastruktur, Umwelt, Sicherheit und Ordnung in gut vierstündiger Sitzung am Dienstag immer wieder Zeit genommen für eine gründliche Debatte. Über den Einsatz von Lastenrädern bei der Stadtreinigung oder über die Entsorgung von Windeln. Im Hintergrund stand fast immer die Auseinandersetzung, wie die Stadt schneller klimafreundlich werden könne.
Lokalpolitik startet neu – mit Blühwiesen, Baumschutz und Wald
Am Dienstag tagt zum ersten Mal seit vier Monaten ein Fachausschuss des Stadtrats, es geht um Infrastruktur, Sicherheit, Ordnung – und vor allem um die Umwelt. Die Stadt stellt ihre Planung für eine Überarbeitung der Baumschutzsatzung vor und informiert über Blühwiesen. Zwei Förster berichten, wie es um den Wald in Bergisch Gladbach steht. Zudem steht der Klimaschutzmanager auf der Agenda, der ersetzt werden muss.
Priester werden in diesen Zeiten?
Was für die einen ein Anachronismus ist, bedeutet für die anderen die Erfüllung ihres Lebens. Clemens Neuhoff, Diakon in Ausbildung in St. Nikolaus und St. Joseph, wird am Freitag von Erzbischof Woelki zum Priestern geweiht. In Interview spricht er über seine Erfahrungen mit Kirche.
Durch das romantische Volbachtal – und die Geschichte des Erzbergbaus
Der vierte „kleine Bruder der Strunde”, den Engelbert M. Müller vorstellt, ist der Volbach. Auch bei ihm ist es nicht ganz klar, wo er genau entspringt. An seinen Ufern wurde Zink abgebaut und so findet man heute noch alte Wohnhäuser und Überreste der Gruben auf einer Wanderung entlang des Baches von Herkenrath bis zu zur Mündung in die Sülz bei Immekeppel.
Wie Stadtplanung der psychischen Gesundheit dient
Die Stadt Bergisch Gladbach hat sich immer noch nicht entschieden, ob sie ein attraktiver Wohnort im Grünen bleiben oder zum urbanen Vorort von Köln werden will, argumentiert FWG-Chef Benno Nuding. Er appelliert an Politik und Verwaltung, sich vor einer Festlegung klar zu machen, in welcher Weise sich der Städtebau auf das Wohlbefinden der Bürger:innen auswirkt. Daraus ließen sich klare Richtlinien für eine humane Stadt ableiten.
Inklusiver Arbeitsmarkt: Die Kette baut ein „Perspektivhaus“ auf
Mit dem Kauf eines Gebäudes an der unteren Hauptstraße weitet Die Kette e.V. das Angebot für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen aus. Dort entsteht ein „Perspektivhaus”, um einen inklusiven Arbeitsmarkt zu schaffen. Auch im Hauptsitz an der Paffrather Straße baut der Verein sein Angebot aus. Fast vier Millionen Euro werden investiert.
Gymnasium Herkenrath wird zur „Schule der Vielfalt“
Als 45. Projektschule ist das Gymnasium Herkenrath Teil des bundesweiten Antidiskriminierungsnetzwerks „Schule der Vielfalt“. Schüler:innen und Lehrkräfte wollen zeigen, dass am Gymnasium jegliche Sexualität und queere Personen ein selbstverständlicher Teil der Schule sind. Das wurde mit einer Auftaktveranstaltung gefeiert.
Schüler:innen wagen die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Glück
Im Lockdown hat die Johannes-Gutenberg-Realschule in Bensberg einen freiwilligen Kunstwettbewerb durchgeführt. Die Schüler:innen haben sich mit dem Begriff „Glück“ auseinandersetzen und 75 Werke geschaffen – von der Zeichnung über Objekte bis hin zu Glückskuchen und einem Song. Gleichzeitig wurde das Gemeinschaftsgefühl der Schule in dieser schwierigen Zeit sehr gestärkt.
KJA eröffnet „ein Haus, in das jeder einfach reinkommen kann“
Im Hermann-Löns-Viertel gibt für die Stadtteile Hand und Gronau ein offenes Haus für Begegnung und Gemeinschaft: Das Stadtteilhaus der Katholischen Jugendagentur, verbunden mit der Kita Windrad. Die feierliche Eröffnung des „Hermann-Löns-Forum” fand weitgehend digital statt, erlaubte aber viele Einblick in das Haus, sein Konzept und seine Möglichkeiten.
Leserbild der Woche: Heilige drei Könige und leuchtende Sterne
Die Pfarrkirche „Heilige drei Könige” in Hebborn ist mit ihrer unverwechselbaren Silhouette ein wunderschönes, aber nicht ganz einfaches Motiv. Erst recht nicht, wenn die Sonne schon lange untergegangen ist. Leserfotograf Peter van Loon hat die Herausforderung gemeistert und ein perfekt belichtetes Foto geschossen.
Mit dem Milchbornbach durch Bensberg und Refrath
Der Milchbornbach ist ein weiterer „kleiner Bruder der Strunde”, den Engelbert M. Müller in seiner Serie vorstellt. Erneut ist das Aufspüren der Quelle nicht einfach, und auch beim richtigen Namen für diesen Bach gibt es Zweifel. Dafür wartet die Wanderung entlang des Bachs, von Bensberg nach Refrath, mit vielen historischen Stätten und grünen Oasen inmitten dieser dicht besiedelten Stadtteile auf. Eine Fotoreportage.
Politik sieht Kreis nach „Chaos in der Chefetage“ wieder auf Kurs
In einer Sondersitzung hat sich der Kreisausschuss mit der Krise der Kreisverwaltung mitten in der Corona-Krise befasst. Nach einer kritischen Bestandsaufnahme durch die SPD überwog die Erleichterung, dass der Krisenstab die Lage jetzt wieder in der Hand hat. Der Vorwurf an Landrat Stephan Santelmann, sich rechtswidrig verhalten zu haben, hat keinen Bestand. Aber eine große Frage bleibt offen.
DBG erdet gestresste Schüler:innen mit Meditation
Veronika Schoop unterrichtet am Dietrich Bonhoeffer Gymnasium Philosophie, Latein – und Meditation. Eine trubelige Klasse brachte sie auf die Idee, mit den Schüler:innen zu meditieren. Mittlerweile wird die Technik auch im Kunstunterricht ausprobiert, ein Meditationsführerschein öffnet die Tür zu einem eigens eingerichteten Meditationsraum. Im Herbst werden mehr Lehrer:innen in Schul-Meditation ausgebildet.
Noch eine Treppe: So kann Bensbergs Stadtplatz etwas flacher werden
Das starke Gefälle des neuen Stadtplatzes neben der Schlossgalerie in Bensberg lässt sich durch einen Umbau ein wenig mildern. Aber dafür wird eine weitere, inzwischen fünfte Treppe an der Schlossstraße benötigt.
Leserbild der Woche: Leuchtendes Grün in der Gartensiedlung
Sattes, lichtdurchflutetes Grün, Kopfsteinpflaster und eine stolze Eiche die seit vielen Jahrzehnten Schatten und Ruhe spendet. Mit diesem kraftvollen Bild vom Platz an der Eiche hat es Leserfotografin Barbara Ebels zum zweiten „Leserfoto der Woche“ gebracht. Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Bild.
