Nach der Auflösung des Ortsverbands der Linken durch den Kreisvorstand und einer zweijährigen Auszeit gibt es jetzt wieder einen lokalen Vertretung der Partei in GL mit einem neuen Vorstand. Der Neustart wurde vom Kreisvorsitzenden Tomas Santillán initiiert; seine Widersacher haben die Partei verlassen, wurden ausgeschlossen oder sind von Ausschluss bedroht.
Autoren-Archive: G. Watzlawek
Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.
Isotec und mehr: Was auf dem Köttgen-Gelände gebaut wird
2019 waren die Überreste der früheren Köttgen-Gießerei an der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße abgerissen worden, jetzt wird auch diese Industriebrache hinter dem Bahnhof neu bebaut: Neben dem neuen Isotec-Firmensitz mit 60 Arbeitsplätzen entstehen hier drei Riegel mit 60 teuren Wohnungen, später ist auf dem Gelände noch mehr möglich.
In Schildgen kann es nur einen geben: Schutzstreifen oder Parkstreifen
In der Debatte um die Neugestaltung der Altenberger-Dom-Straße hatte die Stadtverwaltung argumentiert, die Längsparkplätze müssten aufgrund einer neuen Verkehrsvorschrift ohnehin wegfallen. Das hatte zu einigen Fragen geführt – die der Beigeordnete Ragnar Migenda jetzt beantwortete.
Fraktionen drängen in Sachen Zanders nach vorne
Eigentlich stand im Zanders-Ausschuss die Strukturplanung auf der Tagesordnung, die Geschäftsgrundlage für die gesamte Konversion des Geländes. Dieses Fundament ist für die Kommunalpolitiker aber schon abgehakt und wurde einstimmig verabschiedet. Jetzt wollen die Fraktionen konkret werden – und darüber streiten, wofür das Areal genutzt werden soll.
So schnell gibt es vorerst kein Bier „auf Zanders“
Bevor das Programm für das ganze Zanders-Areal steht und die ersten dauerhaften Nutzungen sichtbar werden, vergeht noch viel Zeit. Dennoch sollen eigentlich noch in diesem Jahr, spätestens 2023, erste provisorische Projekte „auf Zanders“ anlaufen und für die Bürger:innen zugänglich werden. Dafür sind aber einige sehr hohe Hürden zu überwinden.
Bergisch Gladbach wird Partnerstadt von Butscha
Was zunächst nur eine vage Idee war, ist sehr rasch konkret geworden. Der Bürgermeister der ukrainischen Stadt Butscha hat Bergisch Gladbach offiziell eine Städtepartnerschaft angeboten. Der Hauptausschuss votierte einstimmig dafür, das Angebot anzunehmen und die Partnerschaft Schritt für Schritt aufzubauen.
GL ist Spitzenreiter im Wettbewerb „wie nehme ich die Stadt aus“
233.000 Euro hat die Stadt Bergisch Gladbach im vergangenen Jahr an Sitzungsgeldern, Fahrtkosten und Verdienstausfall an die Ratsmitglieder und sachkundigen Bürger ausgezahlt. Wie immer in den vergangenen Jahren entfiel der Löwenanteil auf eine der beiden kleinsten Parteien: 101.588 Euro erhielt die Bürgerpartei für eine Arbeit, die eigentlich ein Ehrenamt ist.
Zanders im Kleinen: Eine Vision für eine rasche Nutzung des Areals
Für den kompletten Umbau des Geländes der ehemaligen Papierfabrik werden 30 Jahre veranschlagt, die Planungen stehen am Anfang. Als Basis legt das Projektteam dem Stadtrat jetzt einen Strukturatlas vor – der erste Pflöcke für die Konversion des Zanders-Areals anbietet und zugleich eine ziemlich konkrete Vision für eine rasche Nutzung des Geländes eröffnet. Auch für Zwischennutzungen gibt es erste Ansätze.
„Finanzsituation in geordnete Bahnen lenken“
Gut fünf Monate nach der Verabschiedung hat der Landrat als Kommunalaufseher den Haushalt 2022 der Stadt Bergisch Gladbach genehmigt – und gibt ihr den Mahnung mit, die Finanzen wieder in den Griff zu bekommen. Genau daran, sagt Bürgermeister Frank Stein, werde bereits hart gearbeitet.
Widerspruch gegen Vorschläge zum Regionalplan aus der Ampel
Die Stadtverwaltung hat einen Entwurf für die Stellungnahme der Stadt Bergisch Gladbach zum Regionalplan vorgelegt, der auch in der Ampel-Koalition auf Überraschung und in Teilen auf Ablehnung trifft. Nach Angaben der Grünen wird es einem Änderungsantrag geben. Die Stadt macht in einem Punkt bereits einen ersten Rückzieher.
„An der Strunde“: So soll das neue Wachendorff-Quartier aussehen
Vom alten Wachendorff bleibt wenig übrig. Auf den Plakaten des Investors ist noch roter Klinker zu sehen, doch von der Papier- und Pappenfabrik in Gronau werden nur Kraftwerk, Schornstein, Klärturm und ein paar Fassaden erhalten. Drum herum und oben drauf baut der Investor CG Elementum rund 450 Wohnungen, eine Schule, eine Kita, ein Ärztehaus und Gewerbeeinheiten. Möglichst ökologisch, und etwas sozial. Ein Überblick.
Goldgräbermentalität soll Klimaschutz in GL voran bringen
Für die Klimawende ist Bergisch Gladbach formal gut aufgestellt: Beim Beigeordneten für den Klimaschutz gibt es inzwischen zwei gut qualifizierte Klimaschutz-Managerinnen mit einem klaren Auftrag der Ampelkoalition. Jetzt soll rasch ein Klimaschutzkonzept mit effektiven Maßnahmen erarbeitet werden – unter Aufbietung aller Kräfte, die die Stadt bei diesem Thema zu bieten hat.
Eine ganz neue Arbeitswelt für das neue „Stadthaus“
Mit dem Umzug großer Teile der Stadtverwaltung aus den maroden Stadthäusern in neue Räume müssen und dürfen die Mitarbeitenden mit ganz anderen, modernen und mobilen Bürokonzepten arbeiten. Das machten Verwaltungsspitze und Politik im Stadthaus-Ausschuss deutlich. Darin liege ein sehr großes Potenzial – weil damit sehr viel weniger Platz als unter den alten Bedingungen benötigt wird.
Die Kirmes ist zurück – mit „Balsam für die Seele“
Nach zwei sehr harten Jahren für die Schausteller kann Kirmesmacher Burkhardt Unrau einen Erfolg vermelden: Die Kirmes hat überlebt, zur traditionellen Pfingstkirmes werden Konrad-Adenauer-Platz und Forumpark trotz einiger Ausfälle mit Fahrgeschäften gut bestückt sein. Gerade in Zeiten des Kriegs soll es wieder „leuchtende Augen“ bei Klein und Groß geben; ohne Böllerschüsse, aber mit Feuerwerk.
Bergisch Gladbachs Haushalt 2022 noch nicht genehmigt
Vor mehr als fünf Monaten hatte der Stadtrat Bergisch Gladbachs Haushalt verabschiedet, mit Rekordausgaben und vielen neuen Stellen. Umsetzen kann die Stadt davon aber noch nichts – denn die Genehmigung durch die Kommunalaufsicht steht immer noch aus.
S 11: Kleine Schritte zum zweiten Gleis
Zeitpläne für einen Start der Bauarbeiten oder gar der Inbetriebnahme des geplanten zweiten S-Bahn-Gleises sind nach wie vor nicht in Sicht. Die Vorarbeiten laufen aber kontinuierlich weiter, Stadt, NVR und Bahn melden jetzt weitere Zwischenschritte – mit Blick auf Buchholz- und Tannenbergstraße.
Landtag: Wie Bergisch Gladbach wirklich gewählt hat
Wir haben die Ergebnisse der Landtagswahl für Bergisch Gladbach genauer angeschaut – und sind auf fünf interessante Details gestoßen: Die Stadt ist besonders grün, aber die Grünen waren schon mal stärker. Immer weniger wählen, vor allem in sozial benachteiligten Wohnlagen. Darum haben (mit einer einzigen Ausnahme) alle Parteien ziemlich drastisch verloren. Und Hochburgen gibt es ohnehin nicht mehr.
Landtagswahl: CDU gewinnt Direktmandat + Grüne vor SPD + Niedrige Beteiligung
Die CDU gewinnt mit Martin Lucke das Direktmandat in Rhein-Berg 1, auf Platz zwei liegt Tülay Durdu (SPD) knapp vor Andrea Lamberti (Grüne). Bei den Zweitstimmen ist das Resultat ähnlich, aber hier ziehen die Grünen an der SPD vorbei. Besonders drastisch sieht die Gewinne und Verlustrechnung für FDP und Grüne aus. Wir bringen die lokalen Ergebnisse und Reaktionen auf den Punkt, die Direktkandidat:innen nehmen im Video-Interview Stellung.
AOK-Gebäude: „Es ist immer gut, nicht nur eine Option zu haben“
Für Bürgermeister Frank Stein ist die Anmietung des AOK-Gebäudes an der Bensberger Straße eine realistische und schnellere Alternative für die Unterbringung der Stadtverwaltung. Für das Bürgerbüro wäre es ein idealer Standort, die Stadtbücherei müsste jedoch am alten Ort bleiben. Aber noch sei das Rennen offen.
Neue Option für Stadthaus: AOK-Gebäude an der Bensberger Straße
Der Plan, das neue Stadthaus auf der RheinBerg Passage am Bahnhof zu platzieren, hat sich in vergaberechtlichen Problemen verheddert. Doch nun ist eine neue Option aufgetaucht: Das weitläufige Gebäude der AOK Rheinland an der Bensberger Straße steht zur Miete bereit. Eine Option, die laut Stadtverwaltung preiswerter und auch noch schneller umsetzbar sein könnte als alle bisherigen Pläne.
MediaMarkt eröffnet neues Geschäft in der RheinBerg Galerie
Nach einer 18-monatigen Unterbrechung gibt es im Untergeschoss der RheinBerg Galerie wieder einen großen Elektronik-Händler: Ein neuer MediaMarkt nimmt einen Teil der Fläche ein, die früher einmal von Saturn belegt worden war. Damit ist das Einkaufszentrum wieder zu 100 Prozent belegt, Bürgermeister Frank Stein spricht von einer Aufbruchstimmung in der Innenstadt.
Bürgerforum Zanders: „Die verborgene Stadt entdecken“
Seit der ersten Bürgerbeteiligung auf dem Zanders-Areal sind 18 Monate vergangen, aus den ersten Visionen der Bürger:innen und einer intensiven Beratung durch ein externes Planerbüro ist eine Strukturplanung entstanden. Den Stand der Dinge stellt die Stadt nun öffentlich vor, und bietet dazu auch wieder Führungen über das Gelände an.
Nur wenige Flüchtlinge wohnen in GL in Notunterkünften
Die Zahl der Menschen, die aus der Ukraine in Bergisch Gladbach Zuflucht gesucht haben, steigt zwar weiter an. Inzwischen sind davon aber fast drei Viertel in privaten Wohnungen untergebracht worden. Nur noch sehr wenige leben in den großen Hallen – und die Vermittlung läuft weiter. Wer „nur“ ein Zimmer angeboten hatte, könnte jedoch unberücksichtigt bleiben.
Der Weg vom grauen Zanders-Areal zur grünen Zandersstadt
Ein Jahr nach dem Ende der Papierfabrik Zanders bestätigt sich, wie groß und vielschichtig die Aufgabe ist, das komplette Industrieareal in einen modernen Stadtteil zu verwandeln. Aber auch, welche Vielfalt an Optionen möglich ist. Bei der ersten öffentlichen Sitzung des neuen Zanders-Ausschuss haben die Planer ihre Strategie dargelegt und einen bunten Strauß an Projektideen angedeutet.
Regionale 2025 trägt erste Früchte
Der Anspruch ist groß: die Regionale 2025 soll das „Bergische Rheinland“ auf die Themen der Zukunft ausrichten und das Lebensumfeld der Menschen in den drei beteiligten Kreisen spürbar besser machen. Zur Halbzeitbilanz weisen die Macher:innen einige Erfolge vor. Unter anderem den Grünen Mobilhof GL, der jetzt den A-Status bekommt und für vieles steht, was diese Regionale auszeichnet. Zum Beispiel, dass es nicht um einzelne Projekte geht, sondern um die Vernetzung.
Goldene Zeiten für Azubis
Wer jetzt eine Ausbildung anstrebt, kann sich den Arbeitgeber aus einem sehr breiten Angebot aussuchen. Die Unternehmer brauchen dringend Nachwuchs für ihre Fachkräfte, aber die Zahl der Bewerberinnen sinkt. Das berichten Arbeitsagentur, IHK und Kreishandwerkerschaft bei einer Zwischenbilanz – und werben für ihre Berufe der Zukunft.
Aldi will in Heidkamp Einkaufen und Wohnen übereinander stapeln
Für die Heidkamper gibt es eine neue Hoffnung, dass der schon lange geschlossene Netto-Markt innerhalb von zwei Jahren von einer modernen Aldi-Filiale abgelöst wird. Dafür legte das Unternehmen im Planungsausschuss jetzt einen Entwurf vor, der eine große Verkaufsfläche mit 18 Wohnungen vereint. Die alte Milchsammelstelle wird integriert. Allerdings nicht im Original, sondern als Kopie.
Bethe-Stiftung verdoppelt Spenden für Flüchtlinghilfe
Bei der Betreuung der Flüchtlinge aus der Ukraine spielen die Ehrenamts-Netzwerke eine extrem wichtige Rolle. Um diese bürgerschaftliche Arbeit zu stärken und den aus dem Krieg geflüchteten Menschen zu helfen verdoppelt die Bethe-Stiftung alle Spenden bis zu 20.000 Euro. Partner sind die Aktion Neue Nachbarn und das Begegnungscafé Himmel un Ääd. Sie sorgen dafür, dass das Geld dort ankommt, wo es benötigt wird.
Ukraine: Stadt nimmt Container in Lückerath wieder in Betrieb
Unter hohem Zeitdruck hat die Stadt Bergisch Gladbach die Wohncontainer auf dem Carpark-Gelände an der Gladbacher Straße saniert und neu angeschlossen; noch in dieser Woche sollen hier die ersten Menschen aus der Ukraine einziehen. Längerfristig – und dennoch vorübergehend, denn spätestens in zwei Jahren soll hier eine Kita gebaut werden.
Hermann-Löns-Halle: Stadt nimmt neue Notunterkunft in Betrieb
Sehr viele Hände haben ineinander gegriffen, damit Stadtverwaltung, Feuerwehr und DRK einen Hallenkomplex in Hand innerhalb weniger Stunden zu einer voll ausgestatteten Erstaufnahme und Notunterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine verwandeln konnten. Wir haben uns die Arbeiten und das Ergebnis angeschaut.
Stadt will zwei provisorische Grundschulen bauen
So gut wie jede der 20 Grundschulen in Bergisch Gladbach soll ausgebaut, saniert oder neu gebaut werden, zudem ist eine 21. Schule angedacht. Das braucht aber viel Zeit, und schon jetzt fehlen Plätze. Daher will die Stadt nun in Gronau und Refrath zwei Interims-Schulen aus Containern errichten.
Bremse und Turbo für das neue Stadthaus
Ein rechtliches Verfahren verhindert im Moment, dass die Stadt mit dem Eigentümer der RheinBerg Passage über die Nutzung des Betonklotzes am S-Bahnhof als künftiges Stadthaus reden darf. Wenn dieses Problem abgeräumt ist, könnte es aber sehr schnell gehen – denn der Bebauungsplan muss für das Mega-Projekt nicht verändert werden. Das setzt die Verwaltung unter hohen Druck, bei der eigenen Modernisierung und Digitalisierung voran zu kommen.
Stadt Bergisch Gladbach bringt die ersten 27 Ukraine-Flüchtlinge unter
Viele der Flüchtlinge aus der Ukraine, die es bis NRW geschafft haben, befinden sich noch in den zentralen Landesunterkünfte, aber auch Bergisch Gladbach hat bereits einige Personen mit provisorischen Unterkünften versorgt. Wieviele Menschen darüber hinaus privat untergekommen sind, ist nicht bekannt. Ebensowenig, wie und wie schnell es nun weitergeht.
Stadtrat startet mit spitzem Streit, endet mit breitem Konsens
CDU und Ampel sind im Stadtrat in der Frage der Kita-Beiträge erneut böse aneinander geraten, und auch bei der Anmietung eines Bürogebäudes teilt die CDU zunächst hart aus. Doch dann drehen alle Seiten bei – und selbst die Sturzgeburt einer ganz neuen Fraktion kann das Einvernehmen bei der Neubesetzung aller Ausschüsse nicht gefährden. Das Protokoll einer stürmischen Sitzung.
Große Parteien sortieren alle Ausschüsse und einige Posten neu
Für den Umbau des Zanders-Geländes wird ein neuer Ausschuss geschaffen, zwei andere werden neu zugeschnitten und eine kleine Fraktion ist aus dem Stadtrat verschwunden. Das nutzt eine ganz große Koalition, um Spitze und Besetzung der Ausschüsse neu zu gestalten. Das Ergebnis haben CDU, SPD, Grüne und FDP bereits ausgehandelt.
Stadt will weiteres Gebäude für eigenen Bedarf in Heidkamp anmieten
Trotz vieler Telearbeitsplätze leidet die Stadtverwaltung unter Raumnot; zuletzt konnten dringend benötigte Planer nicht eingestellt werden, weil es für sie keine Büros gibt. Daher will die Stadt ein weiteres Gebäude in der Senefelder Straße anmieten und ausbauen. Das sehr kurzfristige Verfahren trifft bei der CDU auf heftige Gegenwehr.
