Das Netzwerk Wohnungsnot RheinBerg verzeichnet steigende Zahlen bei seinen Beratungsgesprächen. Eine Ursache sei sie Corona-Pandemie, die zunächst für Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit führt – und sich dann beim Thema Wohnen niederschlage sowie auf die Psyche wirke. Dann sei professionelle Hilfe wichtig.
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„Man steht eigentlich nur noch unter Strom“
Hausarztpraxen sind bei der Bewältigung der Pandemie stark gefordert, für den Mehraufwand durch Omikron hat ihr regionaler Berufsverband nun „einen finanziellen Ausgleich“ gefordert. Ist das berechtigt, wie sieht der Alltag vor Ort derzeit aus? Wir haben in einer Schildgener Hausarztpraxis nachgefragt – und sehr unterschiedliche Antworten erhalten.
Trügerische Sicherheit durch Schnelltests: „Ich hätte viele anstecken können!“
Zwei Erwachsene, drei kleine Kinder: Bei einer Familie in Bergisch Gladbach bricht reihum innerhalb weniger Tage die Corona-Infektion aus. Mit Fieber, Schüttelfrost, Gliederschmerzen. Dabei sind die Schnelltests zunächst fast alle negativ, berichtet die Mutter. Ihr Appell: Trotz Tests stets Vorsicht walten lassen, auf Symptome achten, die AHA-Regeln einhalten.
Stadt verzichtet auch 2022 auf Geld für Sondernutzungen
Zur Unterstützung des Handels und der Gastronomie hatte die Stadt Bergisch Gladbach in der Pandemie keine Sondernutzungsgebühren für die Nutzung des öffentlichen Straßenraums eingezogen und auf einen sechsstelligen Betrag an Einnahmen verzichtet. Diese Praxis wird auch in diesem Jahr fortgesetzt.
„Nichts ist sicher“: Ein Psychiater und ein Theologe über Angst in der Pandemie
Die Pandemie lässt nicht locker. Das hinterlässt auch Spuren bei den Menschen. Angst und Verunsicherung nehmen zu. Welche Rolle spielen dabei die Berichte in den Medien? Und wie bleibt man zuversichtlich? Der Psychiater Priv.-Doz. Dr. med. Fritz-Georg Lehnhardt und Pastor Dr. Rainer Fischer berichten aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.
Ein Manifest für lokalen Handel und Gastronomie in RheinBerg
Die Wirtschaftsförderer in Kreis und Kommunen haben eine lange Liste an Maßnahmen aufgeschrieben, die dem Einzelhandel und der Gastronomie beim Neustart nach der Pandemie helfen und die Innenstädte retten sollen. Unter dem Motto „Gemeinsam geht’s rheinbergauf“ finden sich in diesem Manifest viele Selbstverpflichtungen der Stadtverwaltungen – die nun mit Leben gefüllt werden müssen.
Corona treibt die Schulden in die Höhe
Die Pandemie sorgt nicht nur für gesundheitliche und psychische Probleme, es kommen bei immer mehr Menschen finanzielle Sorgen hinzu. Warum sich Schulden infolge von Corona oft erst jetzt, mit einem Jahr Verzögerung bemerkbar machen, erklärt Thomas Penkert, Leiter der Schuldnerberatung RheinBerg. Er zeigt, wie Inkassounternehmen agieren – und wie man aus der Schuldenfalle wieder rauskommt.
Lindner lädt Händler und Gastwirte in Rhein-Berg zum Austausch ein
FDP-Chef Christian Lindner möchte sich den Händlern, Gastronomen und sonstigen Gewerbetreibenden in seinem Heimatkreis einem virtuellen Austausch stellen. Kurz vor der nächsten Ministerpräsidenten-Konferenz, bei der es erneut um Beschränkungen zur Corona-Bekämpfung gehen wird.
Bergisch Gladbacher gründen „Arche für Obdachlose“ in Köln
Eine wachsende Gruppe von bekannten Personen will mit dem Verein „Arche für Obdachlose“ dringend benötigte Hilfe leisten, zunächst mit dem Fokus auf Köln-Mülheim. Mit an Bord sind sehr viele Bergisch Gladbacher, von Konrad Neven Dumont über die Familie Bethe und Ingrid Schaeffer-Rahtgens bis zu Lutz Urbach. Und einige prominente Kölner.
„Mitte März muss der Handel wieder geöffnet sein“
Der lokale Einzelhandel ist dringend darauf angewiesen, im März wieder die Geschäfte öffnen zu dürfen, argumentiert der Handelsverband. Dafür sei jetzt bald eine verlässliche Perspektive erforderlich, sagt Geschäftsführer Marcus Otto. Für den Tag der Öffnung richtet er schon jetzt einen Appell an die Verbraucher:innen.
Roman Salyutov lässt sich nicht wegsperren
Die Pandemie durchkreuzt auch die Pläne des Pianisten, Dirigenten und Organisators Roman Salyutov. Von einem Lockdown kann beim Leiter des Sinfonieorchesters Bergisch Gladbach aber keine Rede sein: mit seinen digitalen Konzerten ist er ständig präsent und bietet Musikern aus der ganzen Region Auftrittsmöglichkeiten. Für 2021 und 2022 bereitet er neue Projekte vor – in der digitalen und in der realen Welt.
Wie es der lokalen Wirtschaft im Lockdown geht …
… ist nicht so einfach zu beantworten. Einige Branchen sind seit vielen Wochen kalt gestellt und kämpfen um ihre Existenz, andere arbeiten weitgehend unbehindert, einige wenige profitieren. Neue Umfragen der IHK, der Wirtschaftsförderung und Daten der Agentur für Arbeit zeichnen ein differenziertes – aber insgesamt wenig optimistisches Bild.
Friseure machen „Licht an“ – damit es nicht ganz ausgeht
Die Kreishandwerkerschaft und die Friseurinnung haben sich einem bundesweiten Hilferuf aller Friseure angeschlossen. Sie wollen am Sonntag in ihren leerstehenden Salons für 24 Stunden das Licht brennen lassen – um auf ihre dramatische Situation aufmerksam zu machen und für einen Neustart am 15. Februar zu werben.
Kardinal-Schulte-Haus bietet sich für die Flucht aus dem Homeoffice an
Nicht nur die Hotels und Restaurants sind geschlossen, auch die großen Tagungshäuser leiden unter dem Corona-Lockdown. Das Kardinal-Schulte-Haus in Bensberg hat sich daher für seine 158 Zimmer eine neue Nutzung überlegt: Wer in Ruhe arbeiten will, kann sie als Büro auf Zeit mieten. Das hat allerdings seinen Preis.
Bensberger Boutique-Betreiber macht auf_merksam
Werner Stümper betreibt in Bensberg zwei Bekleidungsgeschäfte. Der zweite Lockdown traf ihn mitten im Weihnachtsgeschäft. Nun hat er sich der bundesweiten Aktion “Wir machen auf_merksam” angeschlossen. Damit will er auf die Notlage der Einzelhändler hinweisen. Denn angekündigte Überbrückungshilfen könnten zu spät eintreffen.
Fünf nach zwölf bei der Gastronomie
In vielen Restaurants oder Kneipen könnte bald der Ofen aus sein. Grund sind die ausbleibenden Hilfszahlungen. Während Pacht, Miete und sonstige Kosten weiterlaufen, fehlt es zudem an Umsätzen. Der Ton wird rauher – die Konsequenzen für die Gastronomie ebenfalls.
Corona beschleunigt Strukturwandel – und drängt Autohaus Lüttgen vom Markt
Das Unternehmen Lüttgen geht auf eine Wagenschmiede zurück und gehörte zu den allerersten Ford-Händlern in Deutschland – und jetzt wickelt es sich selbst ab. Die Pandemie trug einen Teil dazu bei, die eigentlich Ursache ist aber ein grundlegender Wandel – den auch viele andere (Auto-)Händler nicht überleben werden.
Lockdown: Viele Unternehmen kämpfen, einige denken ans Aufgeben
Die Verschärfung und Verlängerung des Lockdowns bringt für Einzelhändler, Gastronomen und Handwerker zwar keine Überraschungen und auch keine weitere Verschlechterung. Aber die Durststrecke wird immer länger, die Hilfen kommen nicht an. Für viele Unternehmen wird es jetzt eng.
Corona trieb Arbeitslosigkeit moderat nach oben
Die Arbeitslosigkeit ist im vergangenen Jahr auf dem ersten Blick sehr kräftig gestiegen. Allerdings nutzten sehr viele Unternehmen die Kurzarbeit, um ihre Mitarbeiter zu halten – und um Schlimmeres abzuwenden.
In Rhein-Berg ist der Mittelstand besonders pessimistisch
Eine Umfrage der IHK Köln unter kleinen und mittleren Unternehmen der Region fällt so schlecht wie erwartet aus: der Anteil der Firmen mit schlechter Geschäftslage hat sich verdoppelt. Auffällig ist, dass die Erwartungen der Unternehmen im Kreis Rhein-Berg besonders stark gedämpft sind.
Weihnachtseinkauf unter neuen Bedingungen
Wie sich sich Corona auf das Weihnachtsgeschäft insgesamt auswirkt ist noch nicht absehbar. Doch schon am 1. Adventswochenende zeichnen sich einige Trends ab, beobachtet der Handelsverband.
Restaurants stellen sich auf harten Winter ein
Für die Inhaber der Restaurants und Gaststätten ist klar, dass sie frühestens im Januar wieder öffnen können. Nur einige von ihnen können mit dem Außer-Haus-Geschäft etwas Umsatz machen. Um den Winter zu überleben sind sie alle jetzt auf Unterstützung angewiesen. Und zwar nicht nur von der Bundesregierung, stellt Wirte-Sprecher Udo Güldenberg klar.
Einige Branchen sehen sich in in existenzieller Not
Eine Blitzumfrage der IHK bei Unternehmen in der Region zeigt, dass sich die Corona-Krise unterschiedlich auswirkt: Gastronomie, Reisebüros, Kultur und Kreativwirtschaft stehen am Abgrund, im Einzelhandel gibt es ein differenziertes Bild, die Industrie ist stabil. Aber nur eine Minderheit glaubt, dass es 2021 bergauf geht.
Gastronomie in der Corona-Krise: Investition statt Resignation
Es gibt wenig trostloseres als Restaurants und Kneipen, wenn die Gäste verschwunden sind und das Licht angeht. Das ist seit Montag in der gesamten Gastronomie der Fall. Auch in der Naschbar. Doch Inhaber Rudi Batesta geht kreativ gegen die Krise an. Wie – das hat er dem Bürgerportal erzählt.
Corona sorgt bei lokalen Firmen für miese Stimmung
Knapp die Hälfte der Unternehmen im Rheinisch-Bergischen Kreis bewerten ihre Lage als schlecht, deutlich mehr als in Köln und den umliegenden Kreisen. Schlimmer noch: nur ein Drittel der Teilnehmer der IHK-Konjunkturumfrage rechnet in RheinBerg damit, dass 2021 besser wird als das Corona-Jahr 2020. Das wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus.
12 Millionen: Land gleicht Bergisch Gladbachs Finanzlücke fast aus
Die Zuweisungen des Landes NRW an die Kommunen in Rhein-Berg werden 2021 deutlich wachsen, der Löwenanteil fließt in die Kreisstadt. Ob das am Ende eine gute Nachricht ist, ist allerdings nicht so klar. Denn der Verlust an Gewerbesteuer in Folge der Corona-Krise ist größer als das Plus bei der Landeszuweisung.
IG Stadtmitte sagt Weihnachtsmarkt ab
Die steigenden Corona-Zahlen haben die Prüfung der Interessensgemeinschaft Stadtmitte abgekürzt: Angesichts der sich verschärfenden Rahmenbedingungen sei die Durchführung des Weihnachtsmarktes organisatorisch und wirtschaftlich nicht machbar.
„Ein Klick ersetzt nicht den Blick“
Corona belastet psychisch Erkrankte besonders intensiv, berichtet der Verein „Die Kette“, der in der Region rund 1600 Klient:innen betreut und berät. Das Internet habe nur bedingt geholfen. Corona hinterlasse bei den Strukturen und den Betroffenen viele Spuren, nur langsam entspanne sich die Situation. Dabei spielen Spaziergänge eine ganz besondere Rolle.
Händler sehen Chance für Weihnachtsmärkte
Der Martinsmarkt ist abgesagt, aber für die Weihnachtsmärkte in der Stadt gibt es mit der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes wieder Hoffnung. Ob und in welcher Form der traditionelle Markt auf dem Konrad-Adenauer-Platz, der Hüttenzauber in Bensberg und der Wintermarkt in Refrath tatsächlich stattfinden können, das wollen die Händler jetzt gründlich prüfen. Bei den verkaufsoffenen Sonntagen im Advent gibt es noch Gesprächsbedarf.
Caritas RheinBerg startet neuen Corona Hilfsfonds
Schutz bieten wie ein Regenschirm – das soll der neue Corona Hilfsfonds der Caritas RheinBerg. Er soll Lösungswege aus der Krise aufzeigen, Hilfe bei Antragstellungen und unbürokratische Einzelfallhilfen leisten.
RBK schreibt 10 Auftragsarbeiten für Kunst und Kultur aus
Freischaffende, professionelle KünstlerInnen sind eingeladen, sich unter dem Arbeitstitel „Der Mensch und die Krise“ an einem Projekt des Rheinisch-Bergischen Kreises zu beteiligen. Bewerbungen können bis Ende September eingereicht werden.
CDU schlägt Stadtgutscheine vor
Die örtlichen Händler, Gastronomen und Dienstleister könnten bis zu zwei Millionen Euro mehr Umsatz machen, sagt Bürgermeisterkandidat Christian Buchen. Wenn die Stadt Gutscheine einführt und mit 200.000 Euro subventioniert.
Kinderkarussell ruft zur Rettung der Schausteller auf
Mit einem Karussell auf dem Marktplatz ruft Kirmes-Organisator Burkhardt Unrau zur Rettung der Schausteller auf, die besonders unter der Pandemie zu leiden hätten. Kommenden Samstag gibt es dazu eine Infoveranstaltung vor Ort, an der u.a. Innenminister Herbert Reul teilnehmen soll. Die Stadt hat derweil die Verträge mit den Schaustellern für 2021 aufrechterhalten und will keine Standgebühren verlangen.
Ein Ernährungsrat soll das Essen regional, saisonal, gesund und fair machen
Ein Bündnis aus Privatpersonen und Organisationen will die Nahrungsmittelwirtschaft demokratisieren und regionalisieren. Gerade die Coronakrise sei eine Chance, das Ernährungssystem vor Ort zu verbessern.
Einsicht in Bauakten derzeit nicht möglich
Viele städtische Dienstleistungen stehen nach der Corona-Zwangspause wieder zur Verfügung. Aber nicht alle. So ist die persönliche Einsicht in Bauakten im Rathaus Bensberg derzeit nicht möglich, eine hohe Anzahl von Anfragen ist im Bauarchiv aufgelaufen.
Anstieg von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit flacht ab
Auch im Juni ist die Arbeitslosigkeit im Rheinisch-Bergischen Kreis weiter gestiegen, noch mehr Unternehmen haben Kurzarbeit angemeldet. Zwar flacht auch hier die Kurve ab – aber noch längst nicht so stark wie bei den Corona-Infektionen, die diese Wirtschaftskrise ausgelöst hatten. Das zeigt sich auch auf dem Ausbildungsmarkt.
