Der Ausschuss für Mobilität und Verkehrsflächen gibt grünes Licht für eine Verkehrsmittel der Zukunft: autonome Shuttle sollen in zehn Jahren Bensberg mit Moitzfeld und Kürten verbinden. Schwerer tut sich die Stadt mit dem Verkehr der Gegenwart: Straßensanierungen werden aufgeschoben, um Tempo 30 heftig gerungen. Wir fassen alle Debatten und (überraschend einmütigen) Entscheidungen zusammen.
Schlagwort: Verkehr
Schulexpress soll Chaos der Eltern-Taxis lindern
Viel zu viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, erhöhen das Verkehrsaufkommen und sorgen rund um die Schulen für ein gefährliches Chaos. Der Bau der Sofortschulen in Hebborn und Refrath könnte diese Probleme noch verstärken. Die Stadt reagiert auf den Missstand und erprobt an der KGS In der Auen erstmals das Konzept des „Schulexpress”. Wir haben es uns genau angeschaut und mit der Erfinderin gesprochen.
Laurentiusstraße: Stein gibt Fahrradstraße auf
Bürgermeister Frank Stein zieht in der Debatte um die Laurentiusstraße die Notbremse und schlägt dem Stadtrat vor, den Verkehrsversuch in der Buchmühle abzubrechen. Statt dessen solle der vorherige Zustand dauerhaft wieder hergestellt werden, mit dem gegenläufigen Radverkehr. Damit würde das ganze Projekt einer Fahrradstraße an dieser Stelle beerdigt werden.
Laurentiusstraße: CDU fordert Abbruch des Verkehrsversuchs
Die CDU hatte die Umwandlung der Laurentiusstraße in eine Fahrradstraße grundsätzlich abgelehnt, jetzt macht sie Front gegen den laufenden Verkehrsversuch. Sie hält Bürgermeister Frank Stein, den Grünen, der SPD und auch der FDP „pure Ideologie und Symbolpolitik“ vor, die zu Chaos führe. Daher verlangt sie von Stein den sofortigen Abbruch des Versuchs und ruft die Bürger:innen zu Protestmails auf.
Laurentiusstraße: Versuch startet unspektakulär
Seit Montagfrüh ist die Fahrt durch die Laurentiusstraße gesperrt, ein großer Teil der Autofahrer:innen akzeptiert die virtuelle Barriere, meidet die Straße oder lässt sich über die Buchmühle ableiten. Allerdings ignorieren auch einige den neuen Schilderwald. Wir waren vor Ort und erläutern die Regeln und Hintergründe.
Laurentiusstraße: Wie die Barriere aussieht – und wer passieren darf
Montag ab 6 wird es auf der Laurentiusstraße spannend. Schon jetzt weisen Schilder den Durchgangsverkehr darauf hin, dass die Straße dann zur Sackgasse wird. Wer das ignoriert, wird über die enge Buchmühle auf Um- und Abwege geleitet. Dafür soll eine virtuelle, aber dennoch nicht zu übersehende Barriere sorgen. Allerdings gibt es überraschende Ausnahmen.
FDP sieht „schwere Zeiten“ für alle Verkehrsteilnehmer
Die FDP greift nach ihrem Austritt aus dem Ampel-Bündnis die bisherigen Partner Grüne und SPD scharf an. Die im Verkehrsausschuss gefassten Beschlüsse – insbesondere zur Laurentiusstraße – ließen für alle Verkehrsteilnehmer in Bergisch Gladbach nichts Gutes erahnen.
Parkgebühren sollen verdoppelt werden
Ab dem kommenden Jahr muss auch die Stadt Bergisch Gladbach auf einen großen Teil der Parkgebühren Steuern zahlen, Einnahmeverluste in sechsstelliger Höhe drohen. Daher schlägt die Verwaltung vor, die Parkgebühren um 100 Prozent zu erhöhen. Das habe auch eine lenkende Wirkung. Die Brötchentaste bleibt unberührt.
Auto abonnieren und teilen: Pilotprojekt startet in GL und Köln
Das Stuttgarter Unternehmen ViveLaCar bietet seit drei Jahren Autos im Abo an. Jetzt startet es gemeinsam mit der FHDW in Köln und Bergisch Gladbach ein Pilotprojekt, bei dem sich drei Haushalte ein Auto-Abo teilen. Wer teilnehmen will, sollte sich rasch melden.
Radpendler-Routen: Kreise und Städte vereinbaren Leitlinie
Der Rheinisch-Bergische und der Rhein-Sieg-Kreis gehen gemeinsam mit den Städten Bergisch Gladbach, Leverkusen, Rösrath, Lohmar, Troisdorf und Niederkassel einen weiteren Schritt hin zum Bau von vier neuen RadPendlerRouten aus dem rechtsrheinischen Umland nach Köln – und vereinbaren eine verbindliche Leitlinie.
Der Kulturkampf um Schildgen aus vier Perspektiven
Die Auseinandersetzung um die Neugestaltung der Altenberger-Dom-Straße droht zu einem modernen Kulturkampf zu verhärten. Auf der einen Seite die Veränderer, die Schildgens Zentrum mehr Attraktivität und den Radfahrern mehr Sicherheit verschaffen wollen. Auf der anderen Seite die Bewahrer, die schon von einem „Todesstoß“ sprechen. Wir dokumentieren die diversen Perspektiven.
IG Schildgen fordert Umkehr bei Planung für Altenberger-Dom-Straße
Im Namen von 50 Gewerbetreibenden hat die Interessengemeinschaft Schildgen e.V. ihre Kritik an der geplanten Umgestaltung der Altenberger-Dom-Straße in Form eines Bürgerantrags eingereicht. Dabei geht die IG davon aus, dass entlang der Durchfahrtsstraße alle Haltemöglichkeiten für Autos entfallen sollen. Das werde die Umwelt- und Aufenthaltsqualität in Schildgen nicht verbessern, bedrohe aber die Existenz der Geschäfte im Ort.
S 11: Kleine Schritte zum zweiten Gleis
Zeitpläne für einen Start der Bauarbeiten oder gar der Inbetriebnahme des geplanten zweiten S-Bahn-Gleises sind nach wie vor nicht in Sicht. Die Vorarbeiten laufen aber kontinuierlich weiter, Stadt, NVR und Bahn melden jetzt weitere Zwischenschritte – mit Blick auf Buchholz- und Tannenbergstraße.
Migenda: In Schildgen ist Bürgerbeteiligung geplant
Angesichts neuer Protestaktionen des Einzelhandels in Schildgen hat der Beigeordnete Ragnar Migenda bekräftig, dass es bei der Ausarbeitung eines neuen Verkehrskonzeptes für den Stadtteil eine Bürgerbeteiligung geben wird.
Fahrradstraßen: Stadt geht die nächsten Schritte
Die Stadtverwaltung treibt die Einrichtung von Fahrradstraßen in Bergisch Gladbach voran: Für weitere Projekte hat sie einen allgemeinen Gestaltungsleitfaden erarbeitet, für den bereits beschlossenen Umbau der Laurentiusstraße schlägt sie jetzt eine Bürgerbeteiligung vor.
Nachgefragt: Hohe Spritpreise ändern wenig an Wahl des Verkehrsmittels
Wer Auto fährt, zahlt mehr: Super und Diesel sind binnen Jahresfrist um über 50 Cent im Preis gestiegen. Tanken schmälert das Budget. Doch eine Umfrage zeigt: Nicht jeder steigt auf Bus, Bahn oder Rad um. Kleinunternehmer scheuen gar die Umlage der Kosten. Und auch die ÖPNV-Betreiber sehen derzeit keinen Nachfrageboom durch teures Tanken. Ob das 9-Euro-Ticket daran etwas ändert, ist nicht abzusehen.
„Macht uns Platz, sonst gibt’s Rabatz“
Mit einer Fahrraddemo haben am Sonntag in Schildgen viele Kinder und ihre Eltern mehr Platz und Sicherheit im Straßenverkehr eingefordert. Dabei erlebten die Kinder, was Meinungsfreiheit und Demonstrationsrecht bedeuten. Lokale Politiker hörten zu.
Tempo 30 auf der Altenberger-Dom-Straße und Mülheimer Straße
Die Stadtverwaltung schlägt im Stadtrat vor, in Schildgen und Gronau eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit vorzunehmen. Damit soll der Lärmpegel gesenkt werden. Einigen Bürgervereinen geht das aber nicht weit genug.
Grüne beantragen Tempo 30 in Schildgen und Gronau
Als Konsequenz aus dem neuen Lärmaktionsplan wollen die Grünen gemeinsam mit SPD und FDP eine Reihe von Maßnahmen zur Lärmminderung anstoßen. In einem ersten Schritt sollen auf der Altenberger-Dom-Straße und auf der Mülheimer-Straße Tempo-30-Zonen eingerichtet werden.
CDU befürwortet Test von Tempo 30 in Schildgen
Die CDU-Fraktion kritisiert, dass die Planungen der Stadt für eine Neugestaltung der Altenberger-Dom-Straße das mehrheitliche Bürgerinteresse ignorieren. Die Einführung von Tempo 30 auf den Hauptverkehrsstraße solle getestet werden.
Tempo 30 in Schildgen: Bürgerverein verstärkt Druck
Ende März hatte der Bürgerverein Schildgen & Katterbach in einem Schreiben an Bürgermeister und Stadtrat die Einführung von Tempo 30 auf den Hauptverkehrsachsen gefordert. Inzwischen hat der Verein mit vielen Bürger:innen gesprochen – und bekräftigt seine Forderungen. Befürchtungen, das Tempolimit könne zu mehr Staus und längeren Fahrzeiten führen, seien nicht stichhaltig.
Außendorf: Städte und Handel durch Fuß- und Radverkehr stärken
Maik Außendorf, grüner Abgeordneter aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis, hat am Freitag im Bundestag zur Lage der Innenstädte des Einzelhandels gesprochen und fußgänger- und radverkehrsfreundliche Maßnahmen zur Wiederbelebung der Innenstädte und zur Unterstützung des Einzelhandels gefordert.
CDU fordert Liste aller Parkplätze – und welche wegfallen sollen
Die CDU-Fraktion hat das Gefühl, dass nach und nach immer mehr Stellplätze in der Innenstadt und in Bensberg verschwinden. Daher verlangt sie jetzt von der Verwaltung eine Aufstellung, wieviele gebührenpflichtige Parkplätze es gab, wieviele es noch sind, wieviele gestrichen werden sollen. Unter besonderer Berücksichtigung der Plätze für Menschen mit Behinderung.
Bürgerverein fordert Tempo 30 in Schildgen
Der Bürgerverein für Schildgen und Katterbach e.V. sich intensiv mit den Planungen zur Umgestaltung der Altenberger-Dom-Straße befasst. Als erste Konsequenz fordert er nun eine Tempo-30-Zone – für alle drei Hauptverkehrsstraßen im schwer belasteten Ortsteil.
Wie weiter mit dem Verkehr in Schildgen?
Die Pläne für eine Neugestaltung des Verkehrs auf der Altenberger Dom-Straße hat das 13. Politikforum Paffrath der SPD diskutiert. Ein Fachbeitrag bot neue Einblicke, wie sich neue Verkehrsstrukturen auf Handel und Quartiere auswirken – und ebnete den Weg zu einem klaren Meinungsbild.
Verkehr der Zukunft: Rhein-Berg knüpft dichtes Netz von Mobilstationen
Der Prototyp einer Mobilstation existiert in GL seit Jahren: S- und Busbahnhof sowie die Radstation als Anlaufstelle auch für E-Mobilität und Car-Sharing zeigen, wie Verkehrsmittel sinnvoll verknüpft werden können. Bis zum Sommer entsteht nun in ganz Rhein-Berg ein dichtes Netz von 19 Stationen mit vielen weiteren Bausteinen. Ein erster dieser voll ausgestatteten Knotenpunkte wurde jetzt in Wermelskirchen eröffnet.
CDU: Große Chance zur Sanierung der Radwege vertan
Die CDU-Fraktion ist im zuständigen Fachausschuss mit einem Antrag gescheitert, alle Radwege in Bergisch Gladbach instandzusetzen. Auf die Ablehnung reagiert sie mit scharfer Kritik und wirft der Ampel-Koalition eine Verweigerungshaltung vor. In Wahrheit gehe es der Ampel nicht um die Radfahrer, sondern um eine ideologische Diskriminierung der Autofahrer.
Linke: „Klimaschutz und Verkehrswende vertagt“
Der zuständige Ausschuss des Stadtrats Bergisch Gladbach hat eine Anregung von DIE LINKE. Basisgruppe GL für und den Vorschlag der Stadtverwaltung für mehr Klimaschutz und eine sozial gerechte Verkehrswende vertagt.
Wissen, was läuft: Der Tag in GL 9.2.2022
Die wichtigsten Nachrichten im Überblick: Ausschuss legt Bebauungsplan Alte Marktstraße auf Eis. Erhöhung der Parkgebühren vertagt. Radverkehr in der Fußgängerzone bleibt wie er ist. Konjunktursorgen bedrücken Unternehmen. Grünes Licht für Neukonzeption des Bensberger Museums. 560 Corona-Fälle erfasst, aber die Statistik bleibt unvollständig.
CDU sagt Nein zum Ende der Brötchentaste
Vorschläge zur Erhöhung der Parkkosten durch eine Streichung freier Parkmöglichkeiten kämen aus Sicht der CDU-Fraktion einem „weiteren schamloser Griff in die Portemonnaies der Bürger“ gleich. Zugleicht warnt sie vor Geschäftsaufgaben und einer Verödung der Innenstädte.
Plädoyer für Erhöhung der Parkgebühr – und das Ende der Brötchentaste
Die Linken sind zwar nicht mehr im Stadtrat vertreten, aber über den Beschwerdeausschuss haben sie eine Anregung in den Rat eingebracht, das Parken in Bergisch Gladbach teurer zu machen. Die Stadtverwaltung stellt sich im Grundsatz hinter diese Anregung, am Dienstag berät der zuständige Ausschuss.
Freie Wähler werten Verkehrsplanung Schildgen als beste Option
Die Freie Wählergemeinschaft zeichnet die Debatte über die Umgestaltung der Altenberger-Dom-Straße nach und befasst sich eingehend mit dem Vorschlag der Stadt für eine Entschärfung der Verkehrssituation. Demnach bietet das Konzept eine gute Grundlage, die Aufenthaltsqualität in Schildgen zu verbessern. Notwendig sei jedoch eine Moderation zwischen Stadt, Bürgern und Händlern.
Mit dem Rad in beide Richtungen durch die Laurentiusstraße
Seit dieser Woche darf man die Laurentiusstraße mit dem Fahrrad auch gegen die Einbahnstraße befahren. Dafür hat die Stadt einen breiten Schutzstreifen eingerichtet, Schilder aufgestellt und Parkplätze entfernt. Das ist aber nur der erste Schritt zum grundsätzlichen Umbau der schmalen Straße in der Innenstadt zur ersten Fahrradstraße Bergisch Gladbachs.
CDU verlangt neues Verkehrskonzept für Schildgen
Die Verkehrsexperten der CDU-Fraktion halten die Planung der Stadtverwaltung für untauglich, die Wegnahme von Parkplätzen gefährde die Nahversorgung im Stadtteil. Zudem mahnt die Fraktion die angekündigte Bürgerbeteiligung an.
CDU-Fraktion fordert Sicherheits-Untersuchung der Stationsstraße
Der schlechte Zustand vieler Brücken in der Bergisch Gladbacher Nachbarschaft treibt die Fraktion der CDU im Stadtrat um. Daher fordert sie von der Stadtverwaltung Auskunft, wann die Sicherheit des Brückenbauwerks an der Stationsstraße zum letzten Mal geprüft worden ist.
Stadt richtet Umweltspur von Kreisel zu Kreisel ein
Um eine Lücke im Radwegenetz zu schließen hat die Stadtverwaltung zwischen Turbokreisel und Driescher Kreisel eine der beiden Fahrspuren für Radfahrer und Busse markiert. Sie fällt für die Autos weg, was vor dem Driescher Kreuz zu Engpässen führen könnte. Das nimmt die Stadtspitze in Kauf. Bei der Verkehrswende gehe es auch darum, den Anteil von Rad, Fuß und ÖPNV zu erhöhen.
