Foto: Thomas Merkenich

Einige Tage haben alle Beteiligten am „Runden Tisch“ vor und nach Weihnachten um eine Lösung für die Papierfabrik Zanders gerungen, bislang ohne Ergebnis. Dennoch gibt es eine kleine gute Nachricht: Auch nach dem Ultimatum 31.12.2020 wird weiter verhandelt.

In einem einstimmigen Beschluss hatte der Stadtrat Mitte Dezember von den Zanders-Eigentümern gefordert, bis zum 31. Dezember geeignete Sicherheiten für den Abschluss eines langfristigen Pachtvertrags vorzulegen – sonst drohe zum Jahreswechsel die Räumungsklage.

Nachdem klar wurde, dass die Investoren um Tom Olander dazu nicht willens oder nicht in der Lage sind wurde noch einmal der „Runde Tisch“ einberufen, der auf Initiative des Betriebsrats und unter Leitung von Ex-NRW-Wirtschaftsminister Ingo Wolf im Frühjahr 2019 schon einmal ein Ende des traditionsreichen Unternehmens verhindert hatte.

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Das Ziel nun doch: eine Zwischenlösung in Form eines Pachtvertrags bis Ende Juni 2021.

Nach Informationen des Bürgerportals tagte dieser „Runde Tisch“ mit Vertretern der Stadt, des Unternehmens, des Betriebsrats und des Insolvenzverwalters vor Weihnachten mehrfach – und erneut am Dienstag und Mittwoch dieser Woche.

Ein Ergebnis könne die Stadt nach wie vor nicht mitteilen, erklärte eine Sprecherin der Verwaltung am Mittwoch auf Anfrage. Aber das bedeutet – entgegen des Ratsbeschlusses – kein Abbruch der Verhandlungen. Am 6. Januar sollen die Gespräche fortgeführt werden.

Die Chronik einer sehr langen Geschichte

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10 Kommentare

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  1. Nun, das ist nun mal der lauf der Dinge, das man keinen Arbeitsplatz bis zur Rente sicher hat. Warum sollte für Zanders da was anderes gelten? Bei der Firma Bayer ist das mit Personalabbau auch mittlerweile Standard, man gründet ein Tochterunternehmen und braucht damit weniger Personal. Ich würde einen Schlussstrich begrüßen.

  2. Nein, sie vertun sich, mein Mann wünscht keinem das er Arbeitslos wird und mit fast 60 auf der Straße steht,das können sie mir glauben.
    Ich verfolge das ganze noch da ich damals sehr enttäuscht war, wie man damals mit den Mitarbeitern umgegangen ist, die sich alle jahrelang,den Hintern aufgerissen haben, für nichts.
    Wir haben es geschafft,und das wünsche ich auch allen anderen.
    Vielleicht habe ich mich verkehrt ausgedruckt,dann entschuldige ich mich.

  3. Sie haben jetzt leicht reden, Familie Hartmann, aber die noch bei Zanders Beschäftigten hätten bei Scheitern des Unternehmens die Qual der Entlassung, der Stellensuche und der Bekämpfung der daraus entstehenden Probleme noch vor sich. Das Verlangen, „den Laden zu zu machen“ entspringt wohl einer noch nicht überwundenen Enttäuschung, dass Sie schon draußen sind, Herr Hartmann. Dass Sie das auch den ehemaligen Kollegen wünsche, finde ich unfassbar.

  4. Wir können die Mitarbeiter sehr gut verstehen, glauben sie mir.
    Keiner steht gerne auf der Straße.

  5. Er hat 32 Jahre dort gearbeitet,und er durfte vor zwei Jahren gehen.
    Mit 200 Überstunden und unserer selbst eingezahlten Sterbekasse von 32 Jahren.
    Alles pfutsch.
    Wer hat ihm geholfen?
    Keiner.
    Einen schönen Tag meine Herren.
    Mit freundlichen Grüßen.. Frau Hartmann..
    PS .Mein Mann hat Gott sei Dank damit seit kurzem abgeschlossen.

  6. Zu Herrn Hartmanns Kommentar möchte ich anmerken das wenn er fast 30 Jahre dort gearbeitet hätte und den abstoßenden Umgang erleben hätte dürfen könnte er auch die Mitarbeiter verstehen.
    Solchen Populismus braucht keiner und hilft keinem.

  7. Ich nehme mal an, es sind alles Herrn, die da den Stab über ein Unternehmen brechen, dessen Mitarbeitern es leider nicht vergönnt ist, das Heft in die Hand zu nehmen und statt dessen von einer Heuschrecke zur anderen verschoben wurde. Was da auf dem Rücken der Arbeitnehmer und mit dem jahrzehntelangem Knowhow eines früheren Weltunternehmens getrieben wurde, ist abstoßend. So abstoßend, wie Ihre Kommentare, meine Herren, die so nicht aus Ihren Fingern kämen, wenn Ihre Angehörigen zu den Personen zählen würden, die nun seit Jahren um ihren Arbeitsplatz kämpfen. Sie sollten sich schämen.

  8. Ein Witz wie die Stadt Bergisch Gladbach sich hier immer wieder vorführen lässt. Da Haut sich jeder Investor auf die Schenkel.

  9. Wie war das??
    Zwangsräumung wenn nicht bis 31 12. Das Gutachten vorgelegt wird???
    Meine Güte, wieviele Jahre geht das schon.
    Die Stadt Bergisch Gladbach steht wohl nicht zu ihrem Wort.
    Macht den Laden zu liebe Leute.
    Vor allem der Scheiss Betriebsrat, hilft eh keinem.
    Nur sich selbst